Auswärts essen: Ristorante Pizzeria Roma, Leipzig

Wie im letzten Beitrag angekündigt, werde ich von nun an auch hin und wieder mal einen Imbiss oder ein Restaurant vorstellen, wo ich gegessen habe und was interessant sein könnte für Leute, die in Leipzig essen gehen wollen. Dabei versuche ich mich primär auf solche Lokalitäten zu konzentrieren, die erst relativ neu sind oder erst seit Kurzem ein veganes Angebot haben. Denn Orte wie die Vleischerei, das Zest, das Deli, etc. wurden ja schon unzählige Male gelobt und auf Blogs und sonstwo vorgestellt. Was nicht heißt, dass ich nicht irgendwann auch etwas darüber schreiben werde.

Vegane Pizza ist, so habe ich den Eindruck, erst seit relativ kurzer Zeit in der Gastronomie anzutreffen. Wahrscheinlich ist oder war der Knackpunkt häufig der Käse. Doch seit Kurzem tut sich da was, bzw. eine Menge. So kann ich auf Anhieb vier Lokalitäten in Leipzig nennen, die es noch nicht so lange gibt oder die ihr omnivores Angebot um u.a. vegane Pizza ergänzt haben.

Ich beginne mit dem “Ristorante Pizzeria Roma”, welches in der Jahnallee 9 anzutreffen ist. Für Auswärtige: Das ist Zentrum-West, Haltestelle Leibnizstraße, 10-15 Fußminuten bzw. 2 Stationen vom Hauptbahnhof entfernt. Das Roma ist erst seit wenigen Wochen oder Monaten dort, keine Ahnung, was da vorher war. Die Einrichtung und insbesondere die Freisitzmöbel sind (noch) eher spartanisch und statt echter Karten gab es bei unserem Besuch lediglich diese Menüflyer. Vermutlich aus Gründen des noch recht jungen Bestehens gibt es aktuell jede Pizza für 4 Euro, das trifft jedoch auf die veganen Varianten nicht zu – wobei die Preise angemessen sind und sich im Feld 6-8 Euro bewegen. A Propos: die meisten der nicht-veganen Pizzen lassen sich mit Aufschlag als vegane Variante bestellen. Zusätzlich gibt es unter anderem Pastagerichte und vegane Burger, Schnitzel und Sojasteaks. Prima Auswahl. Unten habe ich mal Fotos der Karte angefügt (danke an die Fotografin!). Trägt natürlich nicht zur schnellen Entscheidungsfindung bei, aber nach längerem Überlegen fiel dann doch eine Wahl. Die Wartezeit war angemessen und so dauerte es überhaupt nicht lang, bis die sehr freundliche Kellnerin zwei riesige Holzteller mit ebenso riesigen Pizzen auf dem dafür dann doch etwas zu kleinen Bistrotisch drapierte.

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Erster Eindruck: geil! Zweiter Eindruck: Erleichterung, weil man der auf meiner Hawaii-Pizza verwendeten Wurst ansah, dass sie von keinem Tier stammte. Nach mehreren unangenehmen Erlebnissen in Restaurants, wo Pizza plötzlich mit Salami belegt war oder die Risoni mit Hackfleischsauce serviert wurden, ist da schon noch manchmal die Befürchtung, dass ich die Kellner mit meinen Befindlichkeiten nerven muss. Dritter Eindruck aka Geschmackstest: toll! Angemessen belegt, angenehm gewürzt, toller, dünner, knuspriger Teig, viel Käse. Ich aß noch nie soviel Käseersatz auf einmal. Meine Begleitung – sie hatte die veganisierte Variante einer Hackfleisch-Zwiebel-Rucola-Pizza – war ebenfalls äußerst angetan von ihrer Wahl. Insgesamt wirklich toll.

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Die Lage an der vielbefahrenen Jahnallee ist vielleicht nicht das Gelbe vom Ei, wenn man draußen sitzen möchte. Aber ein echter Wehrmutstropfen ist das auch nicht.

Ich war dort definitiv nicht das letzte Mal. Klare Empfehlung von meiner Seite.

Die Karte:

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Oi.

Kimchi Fries; Vorstellung: Bavarian Dürüm

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In seiner ganzen “Pracht”

Seitan sei’s gedankt, dass ich mit Bloggen nicht meinen Lebensunterhalt verdiene; längst wäre ich verhungert. Was bei einem Kochblog umso ironischer wäre (aber meine innere Zerrissenheit adäquat verbildlicht). Aber nein, keine Sorge, Mutti, ich esse täglich, allein der Wille zur Dokumentation des Ganzen fehlt. Was ich mir jedoch unlängst überlegte: um die Reihe der coolen Leipziger Blogs mit der Kirche Seitans zu bereichern und offiziell dazuzugehören, sollte ich vielleicht damit beginnen, hier ansässige Einrichtungen gastronomischer Art vorzustellen und so. Dass ich das tatsächlich dauerhaft durchziehe, ist relativ unwahrscheinlich, aber es wäre ein schöner Anlass, wieder häufiger auswärts zu speisen.

Beginnen möchte ich mit dem “Bavarian Dürüm”, gelegen Ecke Pfeffinger/Bornaischer Str. in Connewitz. Besucht vergangenen Pfingstmontag. Ist noch relativ neu, die Deckenplatten versprühten dezentes Großraumbüroflair, aber das sind nur Äußerlichkeiten. Eher Imbiss als Restaurant, aber auch mit Tischen, Stühlen etc. ausgestattet. Zum Essen: es gibt täglich wechselnde (vegane) Gulaschvariationen, bspw. mit Schwarzbier, als Beilage Klöße oder Knödel (für Externe: erste Variante besteht aus Kartoffeln, letztere aus Brötchen oder Hefeteig). Kostet sechs Euro und man wird sehr gut satt davon. Am Montag gab es Ungarischen Kesselgulasch mit angenehmer Schärfe und tollem Aroma. Des Weiteren gibt es noch Schnitzel (glaube ich), Burger und Gyros oder so für um die fünf Euro. Außerdem noch Kuchen (war gerade aus, als wir dort waren – es war schließlich Feiertag und schon etwas später) und aus dem Kühlschrank kann man sich bspw. Schokoriegel und veganes Schmalz für Zuhause mitnehmen. A propos: am Tresen gab es kostenfreie Schmalzbrote zum Probieren. Alles selbstverständlich vegan. Charmant! Auch die dort Arbeitenden waren alle sehr nett und toll und insgesamt gefiel und schmeckte es mir und meiner Begleitung wirklich wunderbar. Auf Facebook erfahrt ihr, wann es welche Gulaschvariation gibt und Öffnungszeiten und so. Montag ist bspw. üblicherweise Ruhetag. Und nein, ich habe keine Vergünstigungen oder so erhalten, um Werbung zu machen. Die wissen bisher noch gar nix von ihrem Glück! Geht mal hin, verweist auf meinen Blog und sagt, dass Präsentkörbe an die Adresse geschickt werden können, die unter “Kontakt/Impressum” steht. Danke!

Fast Forward auf Samstag. Ich habe vor ca. einem Jahr mal Kimchi selber gemacht, aus Gründen, die ich bis heute nicht nachvollziehen kann. Bzw., ich mag es, Dinge zu konservieren. Erinnerungen, Lebensmittel, tote Körper, dies das. Mehr so die ersten beiden Dinge. Jedenfalls: keine Ahnung, was ich mit dem ganzen Kimchi soll. Im World Wide Interwebz gefunden: Kimchi Fries. Das sah so absurd und newyorkig aus, dass es mir einfach gefallen musste. Da ich, wie üblich nix abgewogen habe, gibt es hier nur Zutaten ohne Mengenangaben. Zur Orientierung: Es waren etwa zwei Portionen. Kimchi: ca. 200-300g, Pommes ca. 150-200g, Sojaschnetzel (eingeweicht): 150g, Räuchertofu: 100g; Die Sour Cream ist von Kochtrotz geklaut. Ich werde hoffentlich mal in die Verlegenheit kommen, es erneut zu kochen, dann füge ich Mengenangaben hinzu. Nicht abschrecken lassen, es ist zu gut! Der “Käse” war “Pizza/Pasta Mozza” von Soyatoo und geschmacklich eigentlich ganz geil, aber schmelzen wollte er irgendwie nicht (vielleicht, weil er vorher eingefroren war?). Ggf. einfach weglassen!

Zutaten

  • Kimchi
  • Pommes Frites (TK Produkt, selbstgemacht, nach Belieben)
  • Sojaschnetzel
  • Sojasauce
  • Tahin
  • Agavendicksaft
  • Öl
  • Knoblauch
  • Pfeffer
  • Zwiebel
  • Räuchertofu
  • Zucker
  • evtl. veganer Käse
  • vegane Sour Cream
Die selbstgemachten Pommes

Die selbstgemachten Pommes

Zubereitung (1h+, plus Marinierzeit)

Die Sojaschnitzel mit kochendem Wasser übergießen und ca. 15 min stehen lassen. Dann auspressen. Aus Tahin, etwas Öl (ich habe das Sesamöl genommen, welches sich im Tahin-Gefäß immer oben absetzt), Sojasauce, Agavendicksaft, gepresstem Knoblauch und Pfeffer eine Marinade herstellen und die Sojaschnetzel darin einlegen. Je länger, desto besser, mindestens eine Stunde.

In einer Pfanne das Kimchi erhitzen, die Flüssigkeit sollte verdampfen. Etwas Öl angießen, ein paar TL Zucker dazugeben und das Kimchi ein wenig karamellisieren lassen. In der Zwischenzeit den Räuchertofu in feine Stifte schneiden. Das Kimchi in eine Schüssel geben. Den Räuchertofu in die heiße Pfanne geben, kurz trocken anbraten, damit auch hier die Flüssigkeit verdampft. Noch etwas Öl dazu geben und scharf anbraten. Ebenfalls in eine Schüssel geben.

In der Zwischenzeit die Pommes Frites zubereiten. Sie müssen nicht ganz durchgegart sein!

Die Sojaschnetzel mit der Marinade und der in Ringen geschnittenen Zwiebel in die Pfanne geben und ebenfalls garen, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Erneut etwas Öl dazu und anbraten.

Die Pommes in eine Auflaufform geben. Darüber das Kimchi, darüber dann die Sojaschnetzel und der Räuchertofu. Evtl. noch Käse darüber und bei 200 Grad Celsius für 10 Minuten backen.

Auf Teller geben und mit einem Klecks Sour Cream anrichten. Sheesh.

Direkt aus dem Ofen oder: Man soll ein Essen nicht nach optischen Kriterien beurteilen

Direkt aus dem Ofen oder: Man soll ein Essen nicht nach optischen Kriterien beurteilen

Kanelbullar/Zimtschnecken

Ich habe lediglich einmal zuvor Zimtschnecken gegessen und fand die ziemlich gut. Meine Oma hat früher immer welche mit Kakao gemacht, die waren allerdings ohne soviel Fett, aber so unglaublich gut, in meiner Erinnerung gab es sie praktisch wöchentlich. Meine Mutter hat mehrfach versucht, diese nachzumachen, aber ist immer wieder gescheitert. Schöne Kindheitserinnerung, das.

Jedenfalls hatte ich seit langem mal vor, die Zimtteile zu backen und dank meines neuerlichen Backwahns habe ich das jetzt halt einfach mal gemacht. Meine Probieräffchen, die ich bei solchen Sachen immer heranziehe, waren jedenfalls auch recht angetan. Am besten schmecken sie jedenfalls warm. Ob frisch gebacken oder kurz aufgebacken, ist dabei egal. Einfrieren lassen sie sich auch prima und innerhalb von 5 Minuten mittels Ofen wieder in Form gebracht.

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Zutaten für 12-14 Stück

  • 125g Alsan
  • 225ml Sojamilch
  • ein Päckchen Trockenhefe
  • 140g Zucker
  • 375g Mehl
  • 1 TL Salz
  • 3TL Zimt, gemahlen
  • 1TL Kardamom, gemahlen

Zubereitung (Dauer: 1-2h vielleicht?)

75g der Alsan bei schwacher Hitze schmelzen. Trockenhefe, Mehl, Salz, 1TL Zimt und 40g des Zuckers vermischen. Die Sojamilch mit der geschmolzenen Alsan verrühren und zu den trockenen Zutaten geben, alles verkneten und den entstandenen Hefeteig abgedeckt 30-60 Minuten gehen lassen.

Die restliche Alsan (50g) ebenfalls schmelzen und mit dem restlichen Zucker (100g), 2TL Zimt und einem TL Kardamom vermischen.

Den Ofen auf 200 Grad Celsius vorheizen.

Der Teig sollte gut aufgegangen sein. Relativ dünn ausrollen. Die Alsan-Mischung sollte etwas abkühlen, damit sie nicht mehr so flüssig ist, das erschwert die Verarbeitung sonst. Den ausgerollten Teig damit bestreichen. Von der langen Seite her aufrollen und in Scheiben schneiden.

Die einzelnen Schnecken auf ein gefettetes Backblech bzw. auf Backpapier oder Backmatten legen und im Ofen ca. 10-15 Minuten backen, also schauen, dass sie eine schöne Farbe bekommen.

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Gemüsebratlinge mit Tofu

Gemüsebratlinge mit Tofu. Mache ich leider viel zu selten. Bzw. fast nie. Dabei ist das echt praktisch, dank Tofu und den Hülsenfrüchten auch recht eiweißreich und auch ein prima “Fingerfood”, zusammen mit einem Dip und einem Brötchen eine einfache, schnelle Mahlzeit (sofern man das schon vorbereitet und bspw. eingefroren hat). Es können selbstverständlich auch andere Gemüsesorten verwendet werden. Für mich dient es eher als eine Art Blaupause für Tofubratlinge an sich. Whatever, das Rezept:

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Zutaten für 10-30 Stück (je nach Größe; bei mir waren es exakt 10 Stück, aber teilweise auch ganz schöne Riesenteile)

  • 200g Möhren
  • 200g Mais
  • 1 Dose Chilibohnen in Sauce
  • 500g Tofu
  • 100ml Sojamilch
  • 2 EL Sojamehl
  • 10 EL Semmelbrösel
  • Olivenöl
  • Röstzwiebeln
  • Petersilie
  • Salz
  • Pfeffer
  • Kreuzkümmel
  • Öl zum Braten

Zubereitung (Dauer: 1 Stunde, circa)

Die Möhren raspeln. Den Tofu mit der Sojamilch zusammen pürieren. Zu den Möhren geben. Dazu auch den Mais und die Chilibohnen geben, gut vermischen. Das Sojamehl am besten hineinsieben, weil es leicht verklumpt. Einen Schluck Olivenöl, Petersilie und Röstzwiebeln dazugeben. Mit den Gewürzen abschmecken. Die Semmelbrösel dazugeben und alles miteinander verkneten. Die Masse sollte nun  recht fest sein. Mittels eines Deckels eines Schraubglases oder Servierringen oder freihand Burger bzw. Bratlinge formen und auf ein gefettetes Blech geben. Mit Öl bepinseln oder besprühen und bei 180 Grad Celsius 30 Minuten backen. Nach dem Abkühlen werden sie noch etwas fester.

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Gefüllter Seitan nach Rouladen-Art

Ich wollte schon lange mal wieder Rouladen machen und habe auch diese Bigsteaks hier. Problem war jedoch, dass ich keinen hitzebeständigen Bindfaden da habe – in der Vergangenheit ist der, den ich verwendet hatte, beim Anbraten schon einmal durchgeschmort. Außerdem finde ich es ein bisschen lästig, den Faden dann beim Essen entfernen zu müssen, das hat immer das Potential einer riesigen Sauerei. Daher mal mit Seitan und fadenlos. Der Aufwand hält sich auch in Grenzen und es ist ein schönes Sonntagsessen. Leider hatte ich keinen Rotkohl, der hätte optimal gepasst.

Als Seitangrundlage habe ich eine abgewandelte Version vom falschen Huhn mit Pflaumen genommen, denn der daraus entstehende Seitan ist angenehm fest und wird auch beim kochen nicht so großporig.

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Zutaten für 4 Portionen

  • 230g Glutenmehl
  • 30g Kichererbsenmehl
  • 2EL Hefeflocken
  • 270ml Brühe
  • Sojasauce
  • Senf
  • 1-2 Gewürzgürkchen
  • 150g Räuchertofu
  • 500ml Brühe
  • Öl zum Braten

Zubereitung (Dauer: max. 1 Stunde)

Glutenmehl und Kichererbsenmehl sieben und mit den Hefeflocken mischen. Brühe, Sojasauce und einen TL Senf miteinander verrühren und zu den gemischten, trockenen Zutaten geben. Verrühren und kneten, bis eine homogene, noch leicht klebrige Masse entsteht. Wenn es zu trocken ist, noch etwas Wasser zugeben. In vier Teile teilen.

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Jedes Viertel der Teigmasse so flach drücken wie es geht, es sollte jeweils ungefähr die Größe einer Hand ergeben. Darauf jeweils etwas Senf geben und verstreichen. Aber nicht bis zum Rand, weil es dann beim Zusammenkleben Probleme geben könnte. Die Gürkchen längs halbieren oder vierteln. Den Tofu ebenfalls in vier längliche Streifen schneiden. Jeweils einen Streifen Gurke und Tofu auf die Glutenfladen geben und Letztere zusammenklappen und fest verschließen.

Öl in einem weiten Topf erhitzen. Die Seitanstücke darin von allen Seiten schön braun anbraten. Die Brühe angießen, aufkochen und 30 Minuten ziehen lassen.

Die Seitanstücke dann am besten auf einen tiefen Teller geben und aus der Brühe eine Sauce herstellen. Ich habe die Brühe in ein Gefäß gegossen, im Topf eine halbdunkle Mehlschwitze angesetzt, Brühe, Sahne und ein paar eingeweichte, getrocknete Pilze dazu und püriert. Lorbeerblätter, Salz und Sojasauce kamen noch zum Einsatz.

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Wurzelgemüse-Frittata

Ein weiteres, sehr unaufwändiges Rezept mit wirklich wunderbarem, leicht süßlichem Geschmack. Ich stehe auf Wurzelgemüse und finde mich sehr oft wieder mit mehreren Kilo vom Wochenmarkt, üblicherweise einer Mischung aus Pastinaken, Petersilienwurzel, Möhren und roter Bete. Aber neben Püree und Suppe fällt mir dann meistens doch nix ein. Backen wäre mal gut. Frittata? Si. Der Geschmack von Kichererbsenmehl wird von mir meist als störend empfunden, in diesem Fall schmeckt man es aber so gut wie gar nicht heraus. Das nur als Info für diejenigen, denen es evtl. ähnlich geht.

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Zutaten für -4 Portionen

  • 50g Pastinaken
  • 120g Petersilienwurzel
  • 200g Süßkartoffel
  • 250g Karotten
  • 2 Zwiebeln
  • Olivenöl
  • Thymian
  • Rosmarin
  • Salz
  • Pfeffer
  • 150g Kichererbsenmehl
  • 300ml Wasser
  • Kala Namak/Schwarzes Salz

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Zubereitung (Dauer: etwa 90 Minuten)

Zuerst das Gemüse schälen und in Scheiben schneiden. Die Karotten dabei am dünnsten, die Süßkartoffeln am dicksten, damit alles in etwa gleich schnell gar wird. Die Zwiebeln in Ringe schneiden. Alles auf ein Backblech werfen, Salz, Pfeffer, Thymian und Rosmarin dazu, etwas Öl darüber geben und grob vermischen. Bei 180 Grad 30-40 Minuten backen, nach der Hälfte der Zeit wenden.

Zwischenzeitlich das Kichererbsenmehl sieben und mit dem Wasser vermischen, es dürfen keine Klümpchen entstehen. Mit dem Kala Namak, Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Gemüse in eine Tarteform oder eine schlichte Springform geben, die Kichererbsenflüssigkeit darüber gießen, alles miteinander mischen und ggf. glattstreichen und bei 180 Grad Celsius 20 Minuten backen.

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Pastinaken-Süßkartoffel-Püree

So, liebe Leserin, lieber Leser, ich war in der Zwischenzeit nicht untätig, habe aber selten den Nerv, neben der Rezeptdokumentation (die ich regelmäßig betreibe, sofern ich es nicht einmal wieder vergessen habe, die Mengen genau abzumessen) auch noch ein Foto zu machen. Die dunkle Jahreszeit und so; in den allermeisten Fällen koche ich abends und die mit Blitzlicht gemachten Bilder sehen meist noch schlimmer aus als der Rest. Dies hier soll erst einmal nur eine kleine Rückmeldung sein, bevor die paar verbliebenen Lesenden mich aus ihrer Blogroll werfen. Wenn der Fame kommt, ist jeder Multiplikator entscheidend!
Das Püree war ziemlich toll. Bei den Mengenverhältnissen kann man natürlich ein bisschen herumexperimentieren: durch die Süßkartoffel ist es doch recht süß, aber ich mochte es und die Farbe ist auch toll.
Dazu gab es nur Fertigsauce von Erntesegen. Und: eines der neuen veganen Schnitzel von Penny, Eigenmarke “Naturgut”. Bestehend aus Tofu und Weizeneiweiß, und: vor allem im Vergleich mit den anderen Discounter-Schnitzeln von bspw. Aldi von der Konsistenz her eine Offenbarung. Halt angenehm zäh, kein Stück bröselig. Geschmacklich ebenfalls sehr gut. Leider habe ich vergessen, ein Bild der Verpackung zu machen. Nachdem ich von den meisten im Supermarkt erhältlichen Fleischersatzsachen mittlerweile ein bisschen gelangweilt bin, werde ich aber in Zukunft mal die weiteren Produkte testen, die Penny da vor kurzem ins Sortiment aufgenommen hat. Preislich um die 1,79€ für zwei Stück, also Standard. Mir wurde übrigens nix zur Verfügung gestellt oder so; vielleicht werde ich mir beim nächsten Besuch dort einfach meine Bloggeruniform nebst Namensschild anziehen (Mischung aus Arztkittel, Pilotenuniform und Flecktarn, inkl. Sternen und Streifen auf den Schulterklappen), wahrscheinlich wird man mir dann direkt einen kostenfreien Präsentkorb zusammenstellen.

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Zutaten für 2 Portionen

  • 320g Pastinaken, geschält gewogen
  • 200g Süßkartoffeln, geschält gewogen
  • 100ml Sojasahne
  • Salz
  • Alsan

Zubereitung (Dauer: maximal 30 Minuten)
Das Gemüse schälen und in gleich große Stücke schneiden. Zuerst Pastinaken, 10mins später die Süßkartoffeln ins kochende, gesalzene Wasser geben. Nach etwa 20 Minuten testen, ob alles weich ist. Ggf. weitergaren. Mit Schaumlöffel in ein hohes Gefäß bzw. einen Mixbecher geben, Sahne und ein Stück Alsan dazu und pürieren. Mit Salz abschmecken.

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