„Aloo-Gobi-Dal“ – Blumenkohl-Linsen-Curry mit Kartoffeln (indisch)

Vermutlich wird jeder, der Ahnung von indischem Essen hat, die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wenn er den Titel dieses Rezepts liest. Ich hingegen schütze mich mit einem Schild aus Dummheit und Unwissen, und es zählt ja wenigstens der Versuch, eine nicht dem heimischen Kulturkreis entstammende Speise mit ihrem ursprünglichen Namen zu bezeichnen. Dieses Gericht ist ziemlich einfach zu realisieren, benötigt aber eine relativ lange Kochzeit, zumindest verglichen mit Nudeln mit Feuerwehrsauce. Da es auch super aufgewärmt werden kann, lohnt sich diese Investition auf jeden Fall, denn es ist ein wahrer Gaumenschmeichler. Das Originalrezept hab ich aus dem Veganomicon, habe es aber ein wenig modifiziert. Here we go:

Zutaten:

  • 1 Blumenkohl
  • 250g rote Linsen
  • 150g Kartoffeln (gerne auch die doppelte Menge, in dem Fall aber die Menge an Gewürzen evtl. erhöhen)
  • 2 mittelgrosse Zwiebeln
  • 1 l Gemüsebrühe
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL Koriander, gemahlen
  • 1 TL Kreuzkümmel/Cumin, gemahlen
  • 1 TL gemahlener Ingwer oder ein Stück frischer (diesen dann schälen und hacken oder reiben)
  • 1 TL Kurkuma, gemahlen
  • 1 Chilischote, gehackt; alternativ etwas Cayennepfeffer, nach Bedarf
  • Öl oder veganes Ghee (?)
  • Perfekt dazu passend: frisches Fladenbrot!

Zubereitung:

Die Linsen in ein Sieb geben, ordentlich mit Wasser abbrausen. Keine Ahnung, ob der Dreck, der ansonsten noch dran hängen könnte, evtl. Vitamin B12 enthält oder aber zu einem raschen, schmerzvollen Tod führt… Den Blumenkohl in Röschen teilen, was an „Ästen“ anfällt, in kleinere Stücke schneiden, in einem Sieb gründlich abspülen (Tiere im Essen fetzen nicht).

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Die Kartoffeln schälen und würfeln. Die Zwiebeln in Ringe schneiden.

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Etwas Öl (oder pflanzliches Ghee, welches angeblich existiert) in einem Topf, der groß genug ist, damit alles reinpasst und man es auch noch umrühren kann, erhitzen. Die Zwiebeln und die Kartoffeln dazugeben, hin und wieder umrühren und warten, dass die Zwiebeln glasig werden und die Kartoffeln eine leichte Sommerbräune bekommen.

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Die Chilischote und den Rest der Gewürze dazugeben, umrühren, 2 Minuten warten. Wer keine Lust auf klumpiges Schüttgut hat (abgesehn davon besteht auch noch die Gefahr, dass die Haltbarkeit der Gewürze unter der Feuchtigkeit leidet), kippt die Gewürze nicht direkt ins dampfende Essen (Dampf = Wasser…), sondern geht den Umweg über ein kleines Tellerchen. Muss gestehen, dass ich mir das auch erst vor Kurzem angewöhnt habe.

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Die Brühe dazugiessen, die Linsen mit reinwerfen, alles umrühren. Diese jetzt nicht ganz appetitlich aussehende Chose aufkochen lassen, danach die Hitze runterdrehen und einen Deckel auf den Topf setzen (Energie sparen!). Nun warten wir circa 10 Minuten, rühren noch mal kräftig um und geben nun den Blumenkohl dazu, voller Hoffnung, dass er auch wirklich noch in den Topf passt. Schön umrühren, damit er (der Blumenkohl, nicht der Topf) auch gut mit der Brühe bedeckt ist. Ab jetzt ohne Deckel warten: mindestens 20 Minuten, je nach Größe der Blumenkohl-Brocken kann es auch etwas länger dauern. Nach 20 Minuten kann man alle 5 Minuten mal probieren, ob der Blumenkohl schon schön weich ist. Falls das Gericht noch zu suppig ist, ohne Deckel weiterkochen, die Konsistenz sollte irgendwo zwischen dickem Eintopf und Schlamm liegen…

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Zwar ein Kulturclash, aber türkisches Fladenbrot passt super dazu. Indisches Naan-Brot wahrscheinlich sogar noch besser, ist aber auch teurer und enthält bisweilen nicht-vegane Bestandteile. Das Brot sollte es sich auf jeden Fall für ein paar Minuten im Ofen gemütlich machen, bevor es dazugereicht wird. Selbstverständlich kann mensch auch Basmati- oder sonstigen Reis dazu verzehren.

Zugegeben, wenn dieses Gericht ein Kind wär, würde es von den anderen Gerichten bzw. Kindern aufgrund seines Aussehens ständig gehänselt werden, aber wir wissen ja, Godzilla sei Dank!, dass es auf die inneren Werte ankommt, welche in diesem Fall weder Gedärm, noch Charakter sind, sondern Geschmack und Nährwert. Letzteres ist nur eine Vermutung, aber Blumenkohl und Hülsenfrüchte sind bestimmt gesünder als ’ne Portion Fritten.

Also: reingehaun!

Frnk

2 Gedanken zu “„Aloo-Gobi-Dal“ – Blumenkohl-Linsen-Curry mit Kartoffeln (indisch)

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