Tach!

Schrott sei Dank, einE BesucherIn!

Hab mir sagen lassen, so ein kurzer Begrüszungstext käme immer ganz gut, schlieszlich ist es auch nicht in meinem Interesse, dem nicht-geneigten Betrachter wertvolle Zeit mit für ihn/sie nicht relevanten Informationen zu stehlen. Daher kurze Vorstellung: primär soll es in diesem sympathischen Weblog mit dem treudoofen Hundeblick um veganes Essen, bzw. dessen Zubereitung gehen. Später wird das Themenspektrum sicher noch um weitere Aspekte ergänzt, welche mein Leben tagtäglich begleiten,  bspw. großkalibrige Handfeuerwaffen, Autotuning, die Entwicklungen der deutschen (und in Grundzügen auch US-amerikanischen) Pornoindustrie sowie Erfahrungsberichte diverser Drogenexperimente. Hin und wieder werde ich sicherlich auch das ein oder andere Bild einer Katze veröffentlichen.

Kleiner Lesetipp: In meinem Zweitblog entbeinenleichtgemacht.wordpress.com werde ich anhand vieler Farbfotos erläutern, wie mensch auch ohne abgeschlossene Berufsausbildung in Fleischereifachfragen kleine bis mittelgrosze Tiere, die einem am Wochenende nach der Disko schonmal vor den tiefergelegten Golf laufen, fachmännisch und -frauisch zerlegt, um daraus ein leckeres Dessert für den sonntäglichen Mittagstisch zu zaubern.

Vorbemerkungen aka Demokratisierung guten Essens usw.

Ohne den Anspruch erheben zu wollen, dass es sich bei den hier vorgestellten und -geschlagenen Gerichten um „Haute Cuisine“, oder wie auch immer mensch es nennen möchte, handelt, ist mein Selbstverständnis als Hobbykoch, „gutes“ Essen zu produzieren. Dies bedeutet, dass ich nicht einfach ein paar Fertigprodukte wie Pommes und Backcamembert (abgesehn davon, dass letzteres wohl kaum vegan ist) zu einem neuen Gericht kombiniere („Pommes mit Backcamembert“!), dass ich möglichst frische Zutaten verwende und insgesamt soviel wie möglich selber mache. Jene, die im Selbstverständnis handeln, möglichst auf Augenhöhe mit irgendwelchen Sterneköchen agieren zu müssen, werden hingegen verächtlich blicken, wenn 29Cent-Streusalz statt „Fleur-de-Sel“ Verwendung findet, Aldi-Gemüse statt Frisches aus’m Bioladen zerschnippelt wird und Seitanschnitzel statt Kalbsbries auf dem Teller landen. Ich will genannten hochpreisigeren Produkten auch gar nicht absprechen, evtl. einen feineren Geschmack zu besitzen, umweltverträglicher oder summa summarum einfach „besser“ zu sein. Nur sind die meisten Vorwürfe sicherlich auch durch Disktinktionsversuche „nach unten“ intendiert. Selbstverständlich lassen sich viele der von mir verwendeten Lebensmittel durch „bessere“ Pendants ersetzen. Und selbstverständlich lassen sich mit ein wenig Geduld, einem geübten Auge und etwas Fantasie die Gerichte auch schöner anrichten, weg von „Arme-Leute-Küche“ hin zu „Den/die Angetraute/n beeindrucken“, naja, vielleicht nicht unbedingt bei einem Gulasch oder so… Aber „gutes“ Essen ist nicht beschränkt auf die Rekombination irgendwelcher Feinkostsachen, sondern lässt sich eben auch mit einfachen, preiswerten Sachen bewerkstelligen. Denn jene, die auf die Ernährungsgewohnheiten der sog. Unterschicht schimpfen, und dies dadurch kompensieren, dass sie möglichst teure Zutaten verwenden, vergessen, dass eine komplette sättigende Mahlzeit beim Fastfood-„Restaurant“ ihrer Wahl nicht zwangsläufig billiger ist als ein ausgewogenes, selbstzubreitetes Mahl. Wenn mensch allerdings ständig der unsinnigen These, dass die Dichotomien Teuer/Billig und Gut/Schlecht deckungsgleich, synonym sind, ausgesetzt ist, setzt sie sich auch irgendwann im Kopf fest. Als Gegenbeweis dient dieser Blog. Was ich damit sagen will? Keine Ahnung!

Schoss mir nur gerade durch den Schädel.

Zweitens gehört dazu gesagt dass es sich bei allen Angaben um „Richtwerte“ handelt: wenn eine Zutat (sofern nicht das komplette Gericht darauf aufbaut), nicht verfügbar ist, ist die Chance relativ grosz, dass es auch ohne geht, oder ein Ersatz genauso gut funktioniert. Bei Gebäck hingegen wäre ich etwas vorsichtiger, da greifen die einzelnen Ingredienzien ja bisweilen zahnrad-like ineinander, und Backpulver oder Hefe durch ein Fingerschnippen und ein Stoszgebet zu ersetzen, halte ich nicht in jedem Fall für eine gute Idee. Zudem sollte man darauf achten, dass die zu ersetzende Zutat und der Ersatz einige grundlegende Gemeinsamkeiten teilen, wie u.a. den Aggregatszustand und die Geschmacks-Richtung: Bier durch O-Saft ersetzen ist nicht ganz so klug, wie stattdessen trockenen Rotwein zu nehmen.
Ausserdem sind die Rezepte allesamt – wie Fotos – Momentaufnahmen: so wie sie hier stehen, schmeckt das Endresultat zumindest mir. Ob mensch dagegen noch dieses und jenes Gewürz dazufügt, ein anderes für keine so gute Idee hält oder einfach drumherum improvisiert, ist seine/ihre Wahl und bedeutet nicht, dass das Resultat nicht genauso gut oder gar schlechter ausfallen muss, im Gegenteil: meine persönliche gustatorische Wahrnehmung würde ich weder für besonders fein halten, noch für repräsentativ. Wenn aufgrund anderer Zutaten bspw. die Konsistenz eine andere als die von mir oder vom jeweiligen Koch intendierte ist, dann entweder so lassen, oder weiter ausprobieren. Die Angst vieler vor’m kochen ist in meinen Augen vollkommen unbegründet: viel falsch machen lässt sich nicht, wenn man einmal so etwas wie ein „Gespür“ entwickelt hat, was denn zusammenpassen könnte und was nicht. Tee mit Salz bspw. ist keine so gute Idee (bereits ausprobiert), aber vielleicht Rührei mit Zucker?! Und da – zumindest für den Moment – hier auch keine Molekular-Küchen-Rezepte stehen, kommt es auch nicht auf’s Zehntel Gramm an. Kurz zusammengefasst: mehr Mut zum Kochen! Etwas selbst gemachtes besitzt immernoch die Aura des, nunja, selbst gemachten. ‚Ne TK-Pizza von ihrem Folienkleid befreien und auf dem vorgeheizten Rost im Ofen drapieren, kann jeder. ‚Ne Pizza selbst backen, mit selbst ausgesuchtem Belag, selbstgewürzter Sauce, selbstgemachtem Teig (vielleicht mit Vollkornmehl, Sonnenblumenkernen o.ä.?) auch!

In diesem Sinne: Guten Appetit und Gute Nacht! (geklaut!)

6 Gedanken zu “Tach!

  1. Tolle Seite hast du da, sehr sympathischer Schreibstil und das bei diesen z.T. ziemlich anspruchsvollen Rezepten…
    Sehr schön. Weitermachen.

  2. Hallo, beim ergebnislosen Versuch, meine Bilder bei Google zu finden, bin ich auf deine Seite gestoßen. Habe gut gelacht und finde, du hast das Zeug dazu, eine vegane Kochshow zu moderieren!
    LG

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s