Crespelle Fiorentine con Salsa di Funghi

Ja, ich spreche KEIN italienisch. Aber ein Versuch war’s wert. Diesmal jedenfalls was aussergewöhnliches, womit mensch einen romantischen Abend mit Teelichtern, Räucherstäbchen und hormonschwangerem Gesäusel viel zu alter Männer mit scheinbar niemals erlöschendem Sexualtrieb einläuten kann. Dazu ein Gläschen Weisswein (nicht unbedingt den Rest des Tetrapacks nehmen, dessen Inhalt Teil der Sauce darstellt) und einem Abend voller good clean fun steht nüschts mehr im Weg! Let’s start:

Zubereitungszeit: circa 2 Stunden (45 Minuten davon Garzeit)

Zutaten für 2 Portionen. Kosten pro Portion: 1,15 Euro

Crespelle

  • 1 Tasse Sojamilch (insgesamt: 50 Cent)
  • 1/4 Tasse Wasser
  • 4 geh. EL Mehl
  • 1 EL Kichererbsenmehl
  • Salz
  • wenig Öl

Füllung

  • 100g Tofu (40 Cent)
  • 200g TK-Spinat (20 Cent); frischer ist sicherlich besser, dann sollte es allerdings etwas mehr sein
  • 50ml Sojamilch
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskat
  • Knoblauch

Sauce

  • 100g – 150g Champignons, geputzt und in Scheiben geschnitten (im Glas: 1 Euro)
  • 200ml Sojamilch
  • 200ml trockener oder halbtrockener Weisswein (20 Cent, wenn mensch zum Tetrapackprodukt greift. „Echte“ KöchInnen würden das zwar niemals tun, aber die verdienen schlieszlich auch Geld mit dem, was sie tun)
  • 1TL Brühe
  • 1 EL Margarine
  • 1 EL Mehl
  • Pfeffer

Geschirr

  • Messer
  • kleiner Topf
  • Aufflaufform
  • 1-2 Schüsseln
  • ggf: Schneidbrett, Sieb (wenn frische Champignons verwendet werden)

Zubereitung

Auch wenn die eigentliche Zubereitungszeit gar nicht so lange ist, möge mensch bedenken, dass der Teig ’ne Stunde oder so ruhen soll. Keine Ahnung, warum das so ist, ich las das jedenfalls in mehreren Crepes-Rezepten, daher halt ich mich diesmal dran. Kochmythen zu demaskieren ist mir nicht wichtiger, als am Ende mit einem essbaren Gericht da zu stehen anstatt dem Kompost wieder neues Futter zu geben. Also: wir schnappen uns eine Schüssel und geben die Crespelle-Zutaten da hinein und rühren kräftig und solang mit einem Schneebesen, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Kicherebsenmehl (zumindest jenes, mit dem ich zu arbeiten gezwungen bin) ist bisweilen etwas widerborstig und klumpt wie Hölle. Hierbei hilft es ein bisschen, mit einem Löffel die Klumpen an der Schüsselwand zu zerdrücken und anschliezsend weiter mit dem Schneebesen zu arbeiten. Könnte also so 5-10 Minuten dauern, bis der Teig einigermassen ordentliche Konsistenz hat. Wenn fertig: für ne Stunde in den Kühlschrank stellen.

Wenn die Zeit nicht drängt und/oder keine weitere Schüssel verfügbar scheint, kann mensch auch ERST die Crespelles ausbacken und danach erst die Füllung zubereiten. Im anderen Fall: folgendermassen vorgehen: den Tofu in eine weitere Schüssel bröseln, mit einer Gabel so gut es geht zerdrücken und die Sojamilch dazugeben und alles schön miteinander vermengen. Falls frischer Spinat verwendet wird: bei google „zubereitung spinat“ eingeben, ein Ergebnis rauspicken, so verfahren. Falls TK-Spinat verwendet wird: auftauen, in der Mikrowelle, auf der Heizung oder im Ofen. Aber bitte immer vorher in ein Gefäss geben, das suppt nämlich ganz schön. Es gibt auch Glas Spinat, mit dem muss mensch nicht mehr viel machen. Egal welche Art Spinat auch Verwendung findet: zu der Tofupampe geben, alles miteinander vermengen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss mischen, eine Knoblauchzehe reinpressen.

Nun zur Sauce: In einem kleinen Topf die Margarine erhitzen, bis sie geschmolzen ist. Die Champignons dazugeben und anbraten. Hin und wieder umrühren. Das Mehl dazu, weiter rühren, bis es das gesamte Fett aufgenommen hat. Die Sojamilch dazugeben und mit dem Schneebesen munter rumrühren, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Weisswein und Brühpulver dazu, mit Pfeffer abschmecken. Bei mittlerer Hitze für 15 Minuten weiterköcheln (oder: bis die Crespelles fertig ausgebacken sind. s.u.).

Zu guter Letzt die Crespelle: Am besten mit einer beschichteten Pfanne arbeiten! Darin einen TL Öl erhitzen. Es gibt da so Sprüh-Teile (wie die, in denen Fensterputzmittel drin ist), mit denen kann mensch dünne Öl-Filme sprühen. Sowas wäre hier ganz gut. Möglichkeit 2: mit einem Back- oder Öl-Pinsel (nicht für Ölfarbe, Dummerchen), die Teile gibt es für 1-2 Euro bspw. bei Xenos, das Öl in der Pfanne verstreichen. Dabei auch den unteren Rand ein wenig bepinseln. Wenn das Öl richtig schön heisz ist (ich glaube, wenn mensch einen Holzlöffel reinhält, dann sollten sich kleine Bläschen drumherum bilden) mit einer Schöpfkelle so circa ein fünftel (müssten so 50ml sein; nach Gefühl arbeiten) der Crepesmasse in die Pfanne geben, selbige schwenken, sodass sich der Inhalt in der Pfanne verteilt. Ist nicht so schlimm, wenn es nicht so gleichmässig wird, da sie am Ende eh zusammengerollt werden, und das dann nicht mehr auffällt. Nach 1-2 Minuten sollte dann auch die Oberseite der Crespelle nicht mehr so feuch-glänzend aussehen. Mit einem Pfannenwender (oder: viel Geschick!) die Crespelle wenden und nochmal so ’ne halbe Minute ausbacken. Auf einen Teller geben und mit dem Rest des Teigs genauso verfahren.

Nun schnappen wir uns nacheinander diese kleinen eierkuchenartigen Teile, geben etwas Füllung (konkret: auch hier circa ein Fünftel der gesamten Masse) darauf (und zwar auf auf die gesamte Breite, sollen schlieszlich gleichmäszig gefüllt sein), rollen sie zusammen und geben sie in eine (nicht zu grosze!) Aufflaufform. Nicht zu grosz heisst: die 5 gerollten Würste sollten bequem nebeneinander passen, aber auch keinen groszen Platz mehr übrig lassen (kein Beispiel an mir nehmen!). Wenn wir damit fertig sind, geben wir circa die Hälfte der Sauce darüber (so, dass alle Crespelles bedeckt sind, damit sie nicht austrocknen) und schieben das bei 175 Grad Celsius in den Ofen, und zwar für 45 Minuten. Kurz vor Ende der Garzeit erhitzen wir nochmal die restliche Sauce. Danach holen wir die Auflaufform aus dem Ofen und richten die Crespelles mit der Sauce auf 2 Tellern an.

Prost und Mahlzeit.

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Gemüse-Hack-Auflauf

Auflauf… Also Aufläufe fand ich früher vollkommen unprickelnd, nicht zuletzt sicherlich aufgrund des schon erwähnten Dreiklangs „Fleisch“-Gemüse-Sättigungsbeilage+Sauce, der sich, wenn mensch dem ständig ausgesetzt ist, auch einfach in den eigenen Ansprüchen manifestiert. Aufläufe sind, so erscheint es mir zumindest, neben Salat wahrscheinlich DAS prototypischste „Vegetarier“-Essen, zumindest in der Vorstellung jener, die sich bis dato nicht näher mit dieser Ernährungs- bzw. Lebensweise beschäftigten. Aufgewachsen in einem Dorf mitten im ostdeutschen Nirgendwo, und ich meine das nicht im romantischen Nebraska-Style, sondern eher in der Art, dass die nächste Stadt knapp 20km entfernt lag und die dort ansässige Pizzerie und das indische Restaurant die absolut EINZIGEN – und ich meine das so, wie ich es sage – Lokalitäten waren, wo mensch, wenn anlässlich von Geburtstag o.ä. ein Nahrungsausflug mit der Familie anstand, gefahrlos hingehen konnte und wusste, auf der Speisekarte tatsächlich auch Fleisch-(und Fisch, ja, und auch Geflügel!)lose Gerichte zu finden und nicht nur ratlose Gesichter beim Personal zu begutachten, wenn selbiges mit den (in diesem Fall nahrungsbezogenen) Bedürfnissen eines Vegetariers konfrontiert wird. Da hin und wieder auch mal einfache, „deutsche“ Kost präferiert und ein solcherlei kredenzendes Lokal auserkoren wurde, war meine Frau Mama so nett, im Vorfeld dort anzurufen, um sich zu erkundigen, ob denn meine Mehr- oder Wenigkeit dort auch etwas serviert bekäme und nicht dazu verdammt ist, lediglich den anderen bei der Nahrungsaufnahme zuzuschauen. Ich kann mir gut vorstellen, dass der oder die Angerufene im Anschluss an das Telefonat einen kleinen roten Knopf, rechterhand unter dem Schreibtisch positioniert, drückte, und der gesamte Stab des Restaurants mit blechernen „Vegetarier, Vegetarier“-Rufen aus diversen Lautsprechern in Alarmbereitschaft versetzt wurde, rotes Licht verbreitende Rundumleuchten inklusive. Die Quintessenz war dann meist ein schöner Karteoffelauflauf, wahlweise noch mit anderem in der Küche rumfliegenden Grünzeug „aufgepeppt“, mit schön viel Sahne und dick Käse oben ‚rauf. Man möge mich nicht falsch verstehen, Kartoffeln kriegen von mir ein dickes „thumbs up!“ und Käse fand ich auch nie verkehrt. Aber wenn schick Essen gegangen wird, jedes Gericht mindestens ’nen Zehner kostet und alle um einen rum sich verschiedene exotische Tiere, gefüllt mit anderen, weniger exotischen Tieren, in die Speiseluken schaufeln, und mensch sitzt da, mit ’nem Kartoffelauflauf a la Maggi oder Knorr, ist das schon recht armselig. Für jene, die das verbrochen haben. Jajaja, ich weiss, in der Kochausbildung wird wenig wert auf die Zubereitung von Gemüsekost gelegt und stattdessen allerlei Fauna seziert, mariniert und serviert. Aber wenn ich eines von dicken Kindern, die im Supermarkt auf dem Boden liegend die Fäuste in die Luft werfen und mit klirrender Stimme unverständliche Laute brüllen, gelernt habe, ist es das: Quengeln hilft! Dass Vegetarier zwar in der thüringischen Rhön, aber gesamtgesellschaftlich gesehen sicherlich KEIN Randphänomen mehr sind, sollte bekannt sein. Die Klientel ist also da, und somit auch genügend potentieller Umsatz, der sich mit dem Angebot von Pflanzenkost machen liesze. Die Fixierung auf die einfachst mögliche Zubereitungsart könnte da evtl. abschreckend wirken. Ich meine, bei fleischlicher Kost funktioniert es doch auch. Ich glaube, kaum ein Restaurantbetreiber könnte es sich leisten, als einzige fleischliche Darreichungsform das gemeine Schnitzel anzubieten, ausser vielleicht, es handelt sich um ein sog. Schnitzelhaus. Whatever.
In Jena gibt es übrigens derzeit eine „Initiative Vegane Mensa“, deren Ziele anfangs waren, ein veganes Gericht regulär auf dem Speiseplan zu verankern, mittlerweile ist mensch dort jedoch davon abgerückt und fordert nur noch die Kennzeichnung, falls das Gericht AUCH vegan sein sollte. Witzigerweise wurde bei der Arbeit mit jenen, die für die Mensaspeisen verantwortlich zeichnen, herausgefunden, dass viele der Zutaten, welche auf den ersten Blick NICHT vegan aussahen, es letztlich aber doch waren. Wundervolles Beispiel: BUTTERerbsen. Hoffnungsvoll in die Zukunft schauend gehe ich also davon aus, dass es nicht mehr lang dauern wird, bis die Möglichkeit, als Veganer öfter mal in der Mensa zu essen, keine Utopie mehr darstellt. Und wenn der Analogkäse dann seine leider noch ausstehende gesellschaftliche Renaissance hinter sich hat, sehe ich mich schon bald mit einem AUflauf aus Kartoffeln und Buttergemüse, mit Käse überbacken, auf dem Campus sitzend und Seitan preisend. Hach. Achja: falls mensch ’ne Menge komischer Gemüsen am Start hat, die ersiees entweder unlecker findet oder mit denen ersiees vorher noch nie etwas anfing, ist folgendes Rezept eine ganz gute Verwertungsmöglichkeit. Bei mir waren es grüner Paprika (find ich bäh) und Chicoree (kannte ich bisher wohl nur in Kombination mit Orangen in irgendeinem Salat, ergatterte bei Norma allerdings 3 Stück für 29 Cent).

Zutaten für 3-4 Portionen. Kosten pro Portion: 60-80 Cent (plus Beilage).

  • 100g Sojahack (1 Euro)
  • 1TL Brühe
  • 200ml Wasser (ggf. mehr)
  • 2 Zucchini (sagen wir 30 Cent)
  • 1-2 Chicoree (vielleicht so 50Cent?)
  • 1 grüne Paprika (hm, 30 Cent vielleicht)
  • 1 Zwiebel (10 Cent)
  • Schwapp Öl
  • Salz, Pfeffer
  • 2-3 Tomaten (20 Cent)
  • Paniermehl

Zubereitung

Los gehts: Wasser in einem Wasserkocher erhitzen, in eine Schüssel gieszen, Brühpulver dazu, umrühren und das Sojahack dazu. Die Zucchini waschen, der länge nach vierteln und in Streifen schneiden. Den/die Paprika waschen, Kerngehäuse und Strunk entfernen und würfeln. Die Zwiebel abziehen und in Ringe schneiden. Schauen, ob das Sojahack schon soweit ist, es sollte durchgängig weich sein, das dauert so 15-30 Minuten. Wenn dem so ist: Das Öl in einer Pfanne (ein Wok funktioniert super, wegen der gröszeren Fläche) erhitzen, Zwiebel dazu, glasig werden lassen. Anschlieszend das Hack dazu, ein bisschen anbraten, dann Zucchini und Paprika dazu. Häufiger mal umrühren. Das Ganze so 15 Minuten lang auf dem Herd lassen. In der Zwischenzeit schonmal den Chicoree grob waschen, den Strunk abschneiden. Ein paar äussere Blätter abziehen und den Boden einer Auflaufform damit auslegen. Darauf dann die Hälfte der Gemüse-Hack-Mischung schaufeln, wieder eine Schicht Chicoree-Blätter, darauf dann den Rest der Hackmischung. Die Tomaten waschen, bei Bedarf (ich bin dann meistens doch zu faul, zumindest, wenn ich nur für mich koche) den Strunk entfernen, in SCheiben schneiden und oben auf dem Auflaufinhalt verteilen. Mit Paniermehl bestreuen und ab in den – bestenfalls bereits auf 175 Grad Celsius vorgeheizten – Ofen. Mensch kann das natürlich auch vollkommen ohne Beilagen verzehren, dann sind es allerdings nur schätzungsweise 2 Portionen. Es wäre aber auch ein bisschen zu eintönig, find ich. Gut passen würden jedoch Pell- oder Salzkartoffeln, oder aber diese Zucchini-Muffins, welche halbiert und angebraten werden. Reis oder Nudeln wären wohl nicht so gut, weil dafür zu wenig Flüssigkeit im Gericht vorhanden ist und es dadurch zu trocken werden könnte. Ein Brötchen – trocken oder mit Margarine beschmiert – auf die Hand dazu ist aber auch ’ne ganz gängige Variante.
Krachen lassen!

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Zucchinilasagne

Eigentlich steh ich ja auch auf diese Dreifaltigkeit von „Fleisch“, Gemüse und Sättigungsbeilage plus Söszchen, das sieht nett aus, es ist alles dran, was das Herz begehrt, und mensch ist, nunja, schon sehr darauf ge“primed“- hab ich den Eindruck. Denn auch bei den vegetarischen Gerichten in der Mensa oder so wird einem meist dieses Bild geboten, dann halt mit ’nem Gemüseschnitzel oder so. Allerdings ist es mir persönlich meistens zu viel Aufwand, Seitanschnitzel herzustellen, auch wenn sie sich super einfrieren lassen. Nachdem ich dann noch gesehen habe, dass ich noch ein paar grüne Lasagneplatten rumfliegen hatte, vermutlich aus Zeiten, in denen noch Ost- oder Reichsmark gültige Währung waren, entschied ich mich, doch mal wieder ’ne Lasagne zuzubereiten. Im Kaufland gab oder gibt es sehr leckere Gemüselasagne für 1,30 Euro oder so, ziemlich lecker, natürlich nicht vegan und zudem jenseits des Betrags, den ich für eine Portion Tiefkühlkost auszugeben bereit bin. Naja. An frischem Gemüse hatte ich leider nicht so viel da, aber es war eigentlich ’ne ganz okaye Kombination. Auch hier gilt: unbedingt ausprobieren, toll funktioniert beispielsweise auch Aubergine, und, unter uns Pfarrerstöchtern: es gibt besseres als grüne Paprika, ich würde sogar fast sagen, fast alle Vorabendserien sind wahrscheinlich besser als grüne Paprika. Aber da der elterliche Gemüsegarten just, als ich dort war, grüne Paprika für mich bereithielt, blieb mir keine Wahl. Sei’s drum:

Zutaten für 4-5 Portionen; Kosten pro Portion: ca. 1 Euro

Lasagne

  • 2 Zwiebeln (insgesamt 30 Cent)
  • 1-2 Zehen Knoblauch
  • 2 Paprika , in meinem Fall eine gelbe und eine grüne (50 Cent); wer mag, kann selbstverständlich auch so ein komplettes Tri-Colore Paket nehmen, das ist farbenfroh und glänzt bestimmt auch mit geschmacklichen Qualitäten
  • ein schwapper Öl
  • 150g Tofu (70 Cent)
  • 4 TL Rucolapesto
  • 100ml Sojamilch (75 Cent insgesamt)
  • Salz, Pfeffer, Salbei, Thymian, Oregano, Basilikum, Minze
  • 3 kleinere Zucchini, ca. 300 Gramm (30 Cent)
  • Lasagneplatten (30 cent)

Bechamelsauce

  • 2 gehäufte EL Mehl
  • 2 EL Hefeflocken
  • Salz
  • 1TL Senf
  • 1EL Zitronensaft
  • 50g Margarine (15 Cent)
  • 400ml Sojamilch
  • eine Handvoll Sonnenblumenkerne

Tomatensauce

  • Noch ein Schwapper Öl
  • 2 kleine Zwiebeln
  • 1 grosze Dose geschälte Tomaten oder 2 Dosen Pizzatomaten (50 Cent-1 Euro)
  • 200ml Sojamilch
  • 4 EL Balsamico-Essig
  • Salz, Pfeffer, Basilikum, Oregano, Rosmarin

Geschirr

  • 1 Schneidbrett
  • 1 Schüssel
  • 1 Auflaufform, in die alles reinpasst
  • 1 Pfanne
  • 1 relativ kleiner Topf (Pfanne kann notfalls weggelassen werden, das verringert die Grösze des Abwaschs)

Zubereitung
Wir schälen und zerschneiden zuerst die Zwiebeln. Ringe oder Würfel, das ist mir vollkommen egal, ich bin allerdings groszer Zwiebelring-Aficionado, ausserdem geht das schneller. Danach geht es den Paprika an den Kragen, Strunk raus, Kerngehäuse raus, würfeln. Zum Schluss den Knoblauch abziehen und klein würfeln. Öl in Pfanne oder kleinem Topf erhitzen, Zwiebeln, Knoblauch und Paprika darin (an)dünsten. Schwarz sollten sie nicht werden, daher hin und wieder umrühren. In der Zwischenzeit in einer Schüssel den Tofu zermatschen, mit Salz, Pfefer, Salbei, Thymian, Oregano und Minze mischen, Sojamilch dazugeben, und auch das Rucolapesto. Zum Schluss die Zucchini zuerst waschen und dann – ohne Strunk! – dort hineinraspeln. Alles schön umrühren. Nun sollten auch Zwiebeln und Paprika soweit sein, zu der Tofupampe geworfen zu werden. Den Herd heizen wir schonmal auf 175 Grad Celsius vor. Wir schnappen uns den kleinen Topf, geben das Mehl, Salz und die Hefeflocken hinein und rühren ein wenig um. Auf eine Herdplatte stellen, diese einschalten und de Sojamilch in den Topf gieszen. Mit Schneebesen rühren und rühren, bis kleine Klümpchen mehr vorhanden sind. Senf und Zitronensaft dazu, und aufkochen lassen. Zum Schluss die Margarine einrühren. Nun gehts los: in der Auflaufform schichten wir die Lasagneplatten und die Tofupampe schön übereinander: am besten zuerst eine Schicht Tofu, dann die Platten, dann wieder Tofu, nochmal Platten, jedenfalls solange, bis die Tofumische leer ist. Die oberste Schicht sollte dann wieder aus den Platten bestehen. Nun kippen wir unsere Sauce (die, die wir eben gekocht haben. der oder die ein oder andere erinnert sich vielleicht) oben drauf, verstreichen alles noch ein bisschen, streuen Sonnenblumenkerne drauf und ab in den Ofen, für 40 Minuten mindestens. Allerdings ist mein Herd auch ein bisschen komisch, vielleicht geht es auch schneller. Mit Gabel überprüfen, ob die Platten weich sind!
Den gleichen Topf wie vorhin können wir nun für die Tomatensauce wiederverwenden. Dazu wieder etwas Öl erhitzen und die ebenfalls geschälten und zerschnippelten Zwiebeln andünsten. Wenn ganze Tomaten verwendet werden: vorher bitte klein schneiden. Andernfalls besteht die Gefahr, sich daran zu verschlucken. Die Tomaten samt Saft zu den Zwiebeln geben, aufkochen. Gewürze, Balsamico und Sojamilch dazugeben, weiterkochen. Wenn noch etwas mehr Bindung gewünscht wird: etwas Mehl (1-2 EL, schätz ich) mit dem Schneebesen einrühren, oder Fertigsaucenbinder. Wenn die Lasagne durch ist (also wenn sich eine Gabel von oben durchstechen lässt ohne exzessive Gewalt aufwenden zu müssen) in Stücke schneiden, mit Pfannenwender auf Teller bugsieren, Sauce rübber und fertch!

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Rucolapesto

Rucola fand ich eigentlich immer doof, bis ich neulich bei Aldi ’ne Schale für 49 Cent fand und gezwungen war, das Kraut zu verwenden, bevor es welkt. Zugegeben, ein paar Stängel auf Pizza o.ä. sind ok, aber gröszere Mengen unterzubringen (vielleicht abgesehen von der Rucolasauce von vor ein paar Wochen) fiel mir immer recht schwer, vor Allem, weil dieses Grünzeug sich auch nicht so lang lagern lässt und zeitnah verwendet werden will. Lösung: Rucolapesto! Kann mensch von da an als gewürziges i-Tüpfelchen überall mit ranhauen, ausserdem, das ist jedoch nur eine Vermutung, lässt sich das – analog zum Pesto Genovese – mit ein wenig Nudelwasser verdünnt als Pastasauce verwenden. Ist ausserdem leicht herzustellen und gut haltbar (Glas mit Schraubverschluss bereithalten!).

Zutaten für so circa 200g: Kostenpunkt: irgendwo zwischen 50Cent und ’nem Euro

  • ein Paket Rucola (125g waren es in meinem Fall. Bei 150g ggf die andern Zutaten ein wenig anpassen
  • 100ml Öl; vielleicht einen Teil des Öls durch Olivenöl ersetzen, von wegen andere geschmackliche Facetten und so…
  • eine handvoll Pinienkerne und/oder Sonnenblumenkerne; Pinienkerne sind bekanntlich nicht ganz billig, ich bin mir auch nicht sicher, ob der Geschmack da so rausstrahlt, schlieszlich ist der Rucola recht vordergründig dabei. Wer Sonnenblumenkerne verwendet, kann sie ja vorher ohne Öl in einer Pfanne noch kurz anrösten. Aber Achtung: einmal heiss, brennen die Teile ratzfatz an!
  • 1 EL Zitronensaft (Konservierungszwecke)
  • Salz (auch aus Konservierungszwecken)

Zubereitung

Wer einen Mixer hat, ist ganz klar im Vorteil, soviel vorab. Mit Pürierstab gehts bestimmt auch, aber da benötigt mensch auf jeden Fall ein ausreichend groszes Gefäsz, sonst gerät das Ganze zur Schikane. Wer kein Leben hat und Bock auf ’ne Sehnenscheidenentzündung hat, kann auch drauf los mörsern, als obs kein Morgen gäbe. Für den Rest von uns: Wir schnappen uns den/die/das Rucola, waschen und (grob) zerpflücken ihn/sie/es und werfen das Resultat in den Mixer. Die restlichen Zutaten dazu, Deckel drauf und Party hard! Wenn es weniger mixt, als es soll, ausschalten, Deckel wieder runter, und ein bisschen mit Besteck deiner Wahl drin rumstochern und umrühren. Ihr kriegt das schon hin, tschakka! Am Ende sollte eine dickflüssige Pampe übrig sein. Sofern wir sie nicht sofort vollständig verwenden, füllen wir sie in ein verschlieszbares Schraubglas (welches wir idealerweise vorher mal kurz mit heissem – besser: kochendem! – Wasser ausgespült haben) und packen’s in den Kühlschrank.

Das war einfach, nech?!

Ofengemüse mit mediterranem Touch

Toooootal simpler Shit, ich weiss, aber manchmal braucht mensch ja auch nur die Anregung. Ich für meinen Teil bspw. kann mich nicht entsinnen, wann ich das letzte Mal Ofengemüse gemacht haben soll. Da mich die Containerfee und Muddis Garten jedoch in jüngster Zeit mit kiloweise Grünzeug bedachten, ich jedoch aufgrund universitärer Verpflichtungen momentan weder die Zeit, noch die Lust habe, mir spektakuläre Ideen aus den Fingern zu saugen, war es ganz praktisch, dass mir der Ideenzwerg just dieses Mahl in den Schädel hämmerte. Wie gesagt: simpler Shit, aber gerade im Sommer total dickderbtighter shit, alden.

Zutaten für eine x-beliebige Zahl Esser und Esserinnen. Daher auch ohne Mengenangaben. Immerhin liste ich das verwendete Gemüse auf! Kosten pro Portion: 1 Euro sollte eigentlich reichen

Gemüse

  • Kartoffeln (0,50-1 Euro/Kilo)
  • Tomaten (Cherries funktionieren prächtig. Fleischtomaten halte ich für nicht ganz so doll, zu Gross, zu suppig. Mehr so in Richtung zwergenfaustgrosze Rispentomaten) (2-4 Euro/Kilo)
  • Zucchini(s?) (0,7-1 Euro/Kilo)
  • falls mensch noch andere Gemüsen am Start hat, gerne ausprobieren. Paprika in Streifen geschnitten sind bestimmt superb. Abraten würde ich bspw. von Radieschen oder Gurken. Ich bin fest davon überzeugt, dass sowas nach längerem Ofenaufenthalt wie Fusz schmeckt.

Marinade

  • Olivenöl
  • Standardöl
  • weisses Balsamico-Essig
  • Salz, Oregano, Thymian, Basilikum; ich nahm noch Minze, war auch ganz gut. Kann mensch ganz praktisch und günstig aus Pfeffi-Teebeuteln extrahieren…)
  • für den grill-esken Touch: ein wenig Flüssigrauch. Ist meines Wissens nach weder gesundheitsgefährend noch aus purer Chemie bestehend, und nach dem Erwerb einer 1 Liter Flasche hat mensch auch für ein halbes Leben ausgesorgt

Dazu passt

  • Aioli; im Veganomicon steht ein sehr schönes Rezept für White-Bean-Aioli. mensch kann auch einfach ’ne vegane Mayo nehmen, bzw besser, selber machen, und ordentlich Knoblauch reinballern
  • alle möglichen Grillsaucen. Mitterweile soll’s ja selbst bei Aldi ’ne Handvoll veganer Varianten geben (selber noch nicht geguckt), zur Not tuts auch einfacher Ketchup

Zubereitung

Aus den Marinaden-Zutaten stellen wir eine ebensolche her, und zwar in einer Schüssel, welche im Idealfall mit Deckel daherkommt. Nicht zu viel Öl verwenden, kostet schlieszlich alles Geld. Ausserdem isses ja doof, wenn dann die Hälfte im Klo landet oder so… Da die Marinade auf dem Gemüse verteilt wird, und selbiges nicht darin zu schwimmen hat, muss es wirklich nicht so viel sein. Bei mir hatte die ganze Suppe ein Volumen von circa 50 ml, und von dem darin eingelegten Gemüse wurde ich 4 mal gut satt! Was nicht bedeuten soll, dass die gleiche Flüssigkeitsmenge nicht auch für die doppelte Portion reichen könnte!
Beim Gemüse ging ich folgendermassen vor: die Tomaten wusch ich, und ritzte sie mehrfach ein. Damit kann die Marinade ins Innere dringen, sicherlich auch nicht ganz doof, wa?! Die Zucchini(s?) wusch ich ebenfalls, entfernte die beiden Enden und hatte nach kurzer Messerartistik lauter nullkommafünf Zentimeter breite Scheibchen auf dem Schneidbrett. Kapiche? Die Kartoffeln wurden von mir geschält und im nächsten Schritt in nicht zu grosze Stücke geschnitten. Soll heissen: wenn die eine Seite des Stücks drei Zentimeter lang war, dann durfte die Dicke nur so nen Zentimeter betragen. Sonst brauchen sie im Ofen so lang. Wenn mensch allerdings Zeit hat… Falls andere Gemüsesorten zur Verfügung stehen: je nachdem, wie fest dieses ist, bzw wie lange es dauern würde, es gar zu bekommen, um so kleiner müssen die Stückchen ausfallen. Paprika beispielsweise kann ruhig in gröszeren Stücken verwendet werden, zumal das Fruchtfleisch ja eh nur recht dünn ist.
Wenn wir damit fertig sind, werfen wir alles zur Marinade in die Schüssel, Deckel drauf und ein bisschen rütteln und schütteln, damit unsere Ölsuppe auch die Chance hat, alles Grünzeug zu benetzen. Nun alles fein in den Kühlschrank für sagen wir 2 Stunden, alle halbe Stunde kann ja auch gerne nochmal rumgerüttelt werden. Das macht Spass, regt den Kreislauf und beeeestimmt auch die Verdauung an, verbrennt Kalorien, und macht grosz und stark. Wow. Wenn denn genug Zeit ins Land gezogen ist, heizen wir den Ofen auf 200 Grad Celsius vor, belegen ein Backblech mit Backpapier (es gibt da welches aus so Folie, glaube ich, das kann mehr oder weniger beliebig oft verwendet werden. Dieses böte sich hier an, denn durch das Öl, welches auch durch das Backpapier dringt, wird die ganze Chose schon recht äh fettig, und eingebranntes Fett von Backblechen schrubben ist nicht gaaaanz so super. Achja, Alufolie tut es sicherlich auch!) und werfen unser Gemüse in einer Lage da drauf. Alles in den Ofen schieben, nach 20-30 Minuten mit einem Pfannenwender alles mal ganz grob wenden. Nach weiteren 10-20 Minuten rausholen, auf die Teller werfen, Sauce dazu oder auch nicht und Sommerfeeling in Herz und Hose lassen.

party off.

Diesmal kein Bild, sorry

Chow Mein – Chinesische Nudelpfanne

Ein wenig ruhig wurde es die letzten Tage auf dieser hübschen Selbstdarstellungsseite. Das lag weniger an Unlust oder Einigelung, sondern vielmehr daran, dass die Universität, bzw. deren Vertreter ihren Tribut in Form von ein paar geopferten Jungfrauen und ’ner Hausarbeit forderten. In der Zwischenzeit konnte ich mich trotzdem nicht aufs Abmagern konzentrieren, sondern war gezwungen, die wenige mir zur Verfügung stehende Zeit zu groszen Teilen mit studiumsfernen Dingen wie der Zubereitung mal mehr, mal weniger exotischer Speisen zu verschwenden. Genug mit dem Prolog. Achja, in diesem Rezept hab ich auch mit einem Dogma gebrochen, nämlich dem, keine „fertigen“ Zutaten zu verwenden. Dieses Glas Chinagemüs‘ ist aber sicher kein Weltuntergang, denn bspw. Sprossen kriegt man hierzulande wohl kaum in anderer Darreichungsform als dieser. Ausserdem hab ich ja auch noch anderes frisches Zeug verarbeitet. Zuguterletzt nehme ich diesen Beitrag zum Anlass, ein länger (wenn man das bei einem gerade einen Monat alten Blog so sagen kann) geplantes Vorhaben in die Tat umzusetzen: die Aufschlüsselung der Preise für die Zutaten und damit die Kosten für eine Portion des jeweiligen Gerichts. Dient einerseits dazu, dem/der notorischen Pleitegeier/in einen Orientierungspunkt zu geben, wenn das Ende des Monats naht und sich im Portemonnaie nur noch Überreste längst vergangener Zivilisationen oder auch alte Kaugummis finden. Anderseits möchte ich damit zeigen, dass ich mit meiner Behauptung, dass einigermassen gutes Essen auch preiswert (bzw. BILLIG) zu haben ist, Recht behalte, und ich steh so derbe drauf, mir vor’m Spiegel einen runter zu holen, das glaubt ihr nicht! Ernst beiseite, et voilá: Lecker Chinafutter!

Zutaten für 4-5 Portionen; Kosten pro Portion: circa 80 Cent

  • 100g Sojaschnetzel (sieht aus wie Geschnetzeltes, also weniger brockig als Sojabrocken, aber auch keine Schnitzel, sondern quasi sowas wie in Scheiben geschnittene Schnitzel (bspw Sojasteakli)) (ca. 1 Euro)
  • 2 TL Brühpulver
  • 2 Möhren (in diesem Fall so 150g) (0,22)
  • 200g Lauch (circa 0,40)
  • 2 gelbe Spitzpaprika (circa 0,3)
  • 1 Glas Chinagemüse (0,69)
  • 200g Ananas (keine Ahnung, da gefunden; rechnen wir einfach mal mit 0,50)
  • 2TL Fünfgewürz
  • 4TL Sojasauce
  • 2 EL Essig
  • 260g Mie-Nudeln (< 1 Euro); gibt es häufig mal bei diversen Discountern, ansonsten im Asialaden nachschauen

Zubereitung

In eine Schüssel die Sojaschnetzel geben, 2 EL Brühpulver dazu und mit heissem Wasser übergiessen, so, dass das Wasser etwa einen Zentimeter höher als die Schnetzel steht. Umrühren. Die Möhren schälen, in Scheibchen schneiden. Den Lauch in etwa 1-2 Zentimeter breite Ringe schneiden. Die beiden Paprika von ihren Kerngehäusen befreien, waschen und in schmale Scheiben (so 3-5 Milimeter Breite vielleicht) schneiden. Je nachdem, ob mensch frische oder eingedoste, in letzterem Fall ob in Scheiben oder in Stücken, nimmt, muss nun unterschiedlich verfahren werden. Am Ende sollten jedenfalls lauter kleine Ananaswürfel mit circa 1 Zentimeter Kantenlänge auf dem Schneidbrett liegen. Die Nudeln können wir auch schonmal vorbereiten: Entweder nach Packungsbeilage verfahren oder sie in eine Schüssel geben, mit kochendem Wasser übergieszen und – falls sie dadurch nicht komplett weich werden – am Ende mit dem Wasser zusammen zu den restlichen Zutaten in den Wok geben und solange weiterköcheln, bis das Wasser verdunstet ist. Aber: Alles weitere dann unten.
Nun probieren wir mal, ob die Sojaschnetzelchen schon gut sind. Wenn ja, kippen wir das Wasser weg und erhitzen das Öl im Wok. Wir geben die Sojaschnetzel dazu und braten sie auf groszer Hitze schön scharf an. Sojasauce dazu geben, weiterrühren und rühren. Die Möhrchen dazu, und ebenfalls anbraten. Nach und Nach den Lauch, die Spitzpaprika und das Chinagemüse dazu, immer schön rühren, damit nichts anbrennt. Lecker Duft sollte eure Nasen umfloren! Wenn die Gemüsen alle ihre Flüssigkeiten eingebüszt haben, geben wir das Fünfgewürzpulver dazu, rühren nochmal kräftig und geben schlieszlich noch den Essig hinzu, ich hab‘ Apfelessig genommen, funktionierte super. Nun geben wir die entweder schön weichen, abgetropften Nudeln dazu oder aber die noch ziemlich fest zusammenklebenden Exemplare, in diesem Fall aber noch mit dem Einweichwasser. In ersterem Fall sind wir gleich fertig, es fehlt nur noch die Ananas, welche wir dazu geben und alles schön vermischen. Im anderen Falle müssen wir erst noch das Wasser komplett verkochen lassen, bevor wir die Ananas dazuwerfen. In jedem Fall: Herd aus, den Wok-Inhalt auf eine Anzahl von Tellern geben, die der Anzahl der essenden Personen oder Tiere entspricht (beachte: gröszere Tiere essen meist mehr als kleine! vgl.: Stoffwechsel), Löffel oder Gabel daneben legen, bei den Händen fassen und „Piep piep piep, recht guten Appetit“ grölen.
Anmerkung: Zum Aufwärmen des Gerichts bietet es sich an, ein wenig Öl in einer Pfanne zu erhitzen und den Nudel-Stuff dann noch mal schön anzubraten. Falls mensch da keinen Bock drauf hat: Mikrowelle funktioniert hier auch super.
Tschakka!
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Tofu-Rührei mit Rucola

Hier mal was toooootal einfaches und schnelles: das den meisten Veganern sicherlich bekannte Tofu-‚Rührei‘, in diesem Fall noch ein bisschen aufgepeppt mit Rucola, der vom letzten Rezept übrig war. Ideal als Frühstück, aber auch super, um Gerichte wie ‚Spinat mit Rührei“ zu veganisieren. Zugegeben, die Zugabe von Rucola erfordert nicht wirklich, dass ich dieses Rezept hier reinstelle, aber mein Vorhaben ist es, eine möglichst umfangreiche Rezeptsammlung zu erstellen. Da nicht von jedem erwartet werden kann, sich auf unzähligen Blogs und Boards rumzutreiben, denke ich, ist das okay. Zumal Tofurührei ja nunmal wirklich hammer ist: total simpel, lecker und perfekter ‚Ersatz‘ für das Original.

Zutaten für eine Portion. Kosten: 50 Cent

  • etwas Öl
  • 100g Tofu (0,35)
  • 50-100ml Sojamilch (0,05-0,10)
  • Salz
  • Kurkuma
  • 3 Spritzer Sojasauce
  • 4-5 Stengel Rucola

Gaaaaaanz einfach: wir erhitzen das Öl in der Pfanne und bröseln den Tofu rein. Ein bisschen rumrühren, die Hitze reduzieren und Sojamilch hinzufügen, je nachdem, wie flüssig oder trocken mensch es mag. Da ein Teil aber sowieso verkocht, kann zu Beginn ruhig etwas mehr hinzugegeben werden. Etwas Kurkuma (ich denke, ein viertel bis ein halber Teelöffel voll sollte genügen) dazu, weiter rühren. Die Sojasauce hinzu und auch das Salz. Zum Schluss nehmen wir die Rucolastengelchen, waschen sie kurz und werfen sie in zerzupftem Zustand zu dem ‚Rührei‘, nochmal umrühren, und fertig!
Nachbemerkung: je nach Bedarf kann hier alles mögliche Gemüse Verwendung finden, sodass es sich zu einem lang sättigenden Frühstück ausbauen lässt. Gerade kam mir die Idee, vielleicht mal Bauernfrühstück damit auszuprobieren, idealerweise bräuchte mensch da aber noch etwas „bindendes“, sonst wird es nur Bratkartoffeln mit Rührei gemixt. Ich werde ausprobieren und berichten!
Buon appetito. Ach halt, das hatte ich schonmal.

 

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