Chow Mein – Chinesische Nudelpfanne

Ein wenig ruhig wurde es die letzten Tage auf dieser hübschen Selbstdarstellungsseite. Das lag weniger an Unlust oder Einigelung, sondern vielmehr daran, dass die Universität, bzw. deren Vertreter ihren Tribut in Form von ein paar geopferten Jungfrauen und ’ner Hausarbeit forderten. In der Zwischenzeit konnte ich mich trotzdem nicht aufs Abmagern konzentrieren, sondern war gezwungen, die wenige mir zur Verfügung stehende Zeit zu groszen Teilen mit studiumsfernen Dingen wie der Zubereitung mal mehr, mal weniger exotischer Speisen zu verschwenden. Genug mit dem Prolog. Achja, in diesem Rezept hab ich auch mit einem Dogma gebrochen, nämlich dem, keine „fertigen“ Zutaten zu verwenden. Dieses Glas Chinagemüs‘ ist aber sicher kein Weltuntergang, denn bspw. Sprossen kriegt man hierzulande wohl kaum in anderer Darreichungsform als dieser. Ausserdem hab ich ja auch noch anderes frisches Zeug verarbeitet. Zuguterletzt nehme ich diesen Beitrag zum Anlass, ein länger (wenn man das bei einem gerade einen Monat alten Blog so sagen kann) geplantes Vorhaben in die Tat umzusetzen: die Aufschlüsselung der Preise für die Zutaten und damit die Kosten für eine Portion des jeweiligen Gerichts. Dient einerseits dazu, dem/der notorischen Pleitegeier/in einen Orientierungspunkt zu geben, wenn das Ende des Monats naht und sich im Portemonnaie nur noch Überreste längst vergangener Zivilisationen oder auch alte Kaugummis finden. Anderseits möchte ich damit zeigen, dass ich mit meiner Behauptung, dass einigermassen gutes Essen auch preiswert (bzw. BILLIG) zu haben ist, Recht behalte, und ich steh so derbe drauf, mir vor’m Spiegel einen runter zu holen, das glaubt ihr nicht! Ernst beiseite, et voilá: Lecker Chinafutter!

Zutaten für 4-5 Portionen; Kosten pro Portion: circa 80 Cent

  • 100g Sojaschnetzel (sieht aus wie Geschnetzeltes, also weniger brockig als Sojabrocken, aber auch keine Schnitzel, sondern quasi sowas wie in Scheiben geschnittene Schnitzel (bspw Sojasteakli)) (ca. 1 Euro)
  • 2 TL Brühpulver
  • 2 Möhren (in diesem Fall so 150g) (0,22)
  • 200g Lauch (circa 0,40)
  • 2 gelbe Spitzpaprika (circa 0,3)
  • 1 Glas Chinagemüse (0,69)
  • 200g Ananas (keine Ahnung, da gefunden; rechnen wir einfach mal mit 0,50)
  • 2TL Fünfgewürz
  • 4TL Sojasauce
  • 2 EL Essig
  • 260g Mie-Nudeln (< 1 Euro); gibt es häufig mal bei diversen Discountern, ansonsten im Asialaden nachschauen

Zubereitung

In eine Schüssel die Sojaschnetzel geben, 2 EL Brühpulver dazu und mit heissem Wasser übergiessen, so, dass das Wasser etwa einen Zentimeter höher als die Schnetzel steht. Umrühren. Die Möhren schälen, in Scheibchen schneiden. Den Lauch in etwa 1-2 Zentimeter breite Ringe schneiden. Die beiden Paprika von ihren Kerngehäusen befreien, waschen und in schmale Scheiben (so 3-5 Milimeter Breite vielleicht) schneiden. Je nachdem, ob mensch frische oder eingedoste, in letzterem Fall ob in Scheiben oder in Stücken, nimmt, muss nun unterschiedlich verfahren werden. Am Ende sollten jedenfalls lauter kleine Ananaswürfel mit circa 1 Zentimeter Kantenlänge auf dem Schneidbrett liegen. Die Nudeln können wir auch schonmal vorbereiten: Entweder nach Packungsbeilage verfahren oder sie in eine Schüssel geben, mit kochendem Wasser übergieszen und – falls sie dadurch nicht komplett weich werden – am Ende mit dem Wasser zusammen zu den restlichen Zutaten in den Wok geben und solange weiterköcheln, bis das Wasser verdunstet ist. Aber: Alles weitere dann unten.
Nun probieren wir mal, ob die Sojaschnetzelchen schon gut sind. Wenn ja, kippen wir das Wasser weg und erhitzen das Öl im Wok. Wir geben die Sojaschnetzel dazu und braten sie auf groszer Hitze schön scharf an. Sojasauce dazu geben, weiterrühren und rühren. Die Möhrchen dazu, und ebenfalls anbraten. Nach und Nach den Lauch, die Spitzpaprika und das Chinagemüse dazu, immer schön rühren, damit nichts anbrennt. Lecker Duft sollte eure Nasen umfloren! Wenn die Gemüsen alle ihre Flüssigkeiten eingebüszt haben, geben wir das Fünfgewürzpulver dazu, rühren nochmal kräftig und geben schlieszlich noch den Essig hinzu, ich hab‘ Apfelessig genommen, funktionierte super. Nun geben wir die entweder schön weichen, abgetropften Nudeln dazu oder aber die noch ziemlich fest zusammenklebenden Exemplare, in diesem Fall aber noch mit dem Einweichwasser. In ersterem Fall sind wir gleich fertig, es fehlt nur noch die Ananas, welche wir dazu geben und alles schön vermischen. Im anderen Falle müssen wir erst noch das Wasser komplett verkochen lassen, bevor wir die Ananas dazuwerfen. In jedem Fall: Herd aus, den Wok-Inhalt auf eine Anzahl von Tellern geben, die der Anzahl der essenden Personen oder Tiere entspricht (beachte: gröszere Tiere essen meist mehr als kleine! vgl.: Stoffwechsel), Löffel oder Gabel daneben legen, bei den Händen fassen und „Piep piep piep, recht guten Appetit“ grölen.
Anmerkung: Zum Aufwärmen des Gerichts bietet es sich an, ein wenig Öl in einer Pfanne zu erhitzen und den Nudel-Stuff dann noch mal schön anzubraten. Falls mensch da keinen Bock drauf hat: Mikrowelle funktioniert hier auch super.
Tschakka!
f

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