Crespelle Fiorentine con Salsa di Funghi

Ja, ich spreche KEIN italienisch. Aber ein Versuch war’s wert. Diesmal jedenfalls was aussergewöhnliches, womit mensch einen romantischen Abend mit Teelichtern, Räucherstäbchen und hormonschwangerem Gesäusel viel zu alter Männer mit scheinbar niemals erlöschendem Sexualtrieb einläuten kann. Dazu ein Gläschen Weisswein (nicht unbedingt den Rest des Tetrapacks nehmen, dessen Inhalt Teil der Sauce darstellt) und einem Abend voller good clean fun steht nüschts mehr im Weg! Let’s start:

Zubereitungszeit: circa 2 Stunden (45 Minuten davon Garzeit)

Zutaten für 2 Portionen. Kosten pro Portion: 1,15 Euro

Crespelle

  • 1 Tasse Sojamilch (insgesamt: 50 Cent)
  • 1/4 Tasse Wasser
  • 4 geh. EL Mehl
  • 1 EL Kichererbsenmehl
  • Salz
  • wenig Öl

Füllung

  • 100g Tofu (40 Cent)
  • 200g TK-Spinat (20 Cent); frischer ist sicherlich besser, dann sollte es allerdings etwas mehr sein
  • 50ml Sojamilch
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskat
  • Knoblauch

Sauce

  • 100g – 150g Champignons, geputzt und in Scheiben geschnitten (im Glas: 1 Euro)
  • 200ml Sojamilch
  • 200ml trockener oder halbtrockener Weisswein (20 Cent, wenn mensch zum Tetrapackprodukt greift. „Echte“ KöchInnen würden das zwar niemals tun, aber die verdienen schlieszlich auch Geld mit dem, was sie tun)
  • 1TL Brühe
  • 1 EL Margarine
  • 1 EL Mehl
  • Pfeffer

Geschirr

  • Messer
  • kleiner Topf
  • Aufflaufform
  • 1-2 Schüsseln
  • ggf: Schneidbrett, Sieb (wenn frische Champignons verwendet werden)

Zubereitung

Auch wenn die eigentliche Zubereitungszeit gar nicht so lange ist, möge mensch bedenken, dass der Teig ’ne Stunde oder so ruhen soll. Keine Ahnung, warum das so ist, ich las das jedenfalls in mehreren Crepes-Rezepten, daher halt ich mich diesmal dran. Kochmythen zu demaskieren ist mir nicht wichtiger, als am Ende mit einem essbaren Gericht da zu stehen anstatt dem Kompost wieder neues Futter zu geben. Also: wir schnappen uns eine Schüssel und geben die Crespelle-Zutaten da hinein und rühren kräftig und solang mit einem Schneebesen, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Kicherebsenmehl (zumindest jenes, mit dem ich zu arbeiten gezwungen bin) ist bisweilen etwas widerborstig und klumpt wie Hölle. Hierbei hilft es ein bisschen, mit einem Löffel die Klumpen an der Schüsselwand zu zerdrücken und anschliezsend weiter mit dem Schneebesen zu arbeiten. Könnte also so 5-10 Minuten dauern, bis der Teig einigermassen ordentliche Konsistenz hat. Wenn fertig: für ne Stunde in den Kühlschrank stellen.

Wenn die Zeit nicht drängt und/oder keine weitere Schüssel verfügbar scheint, kann mensch auch ERST die Crespelles ausbacken und danach erst die Füllung zubereiten. Im anderen Fall: folgendermassen vorgehen: den Tofu in eine weitere Schüssel bröseln, mit einer Gabel so gut es geht zerdrücken und die Sojamilch dazugeben und alles schön miteinander vermengen. Falls frischer Spinat verwendet wird: bei google „zubereitung spinat“ eingeben, ein Ergebnis rauspicken, so verfahren. Falls TK-Spinat verwendet wird: auftauen, in der Mikrowelle, auf der Heizung oder im Ofen. Aber bitte immer vorher in ein Gefäss geben, das suppt nämlich ganz schön. Es gibt auch Glas Spinat, mit dem muss mensch nicht mehr viel machen. Egal welche Art Spinat auch Verwendung findet: zu der Tofupampe geben, alles miteinander vermengen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss mischen, eine Knoblauchzehe reinpressen.

Nun zur Sauce: In einem kleinen Topf die Margarine erhitzen, bis sie geschmolzen ist. Die Champignons dazugeben und anbraten. Hin und wieder umrühren. Das Mehl dazu, weiter rühren, bis es das gesamte Fett aufgenommen hat. Die Sojamilch dazugeben und mit dem Schneebesen munter rumrühren, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Weisswein und Brühpulver dazu, mit Pfeffer abschmecken. Bei mittlerer Hitze für 15 Minuten weiterköcheln (oder: bis die Crespelles fertig ausgebacken sind. s.u.).

Zu guter Letzt die Crespelle: Am besten mit einer beschichteten Pfanne arbeiten! Darin einen TL Öl erhitzen. Es gibt da so Sprüh-Teile (wie die, in denen Fensterputzmittel drin ist), mit denen kann mensch dünne Öl-Filme sprühen. Sowas wäre hier ganz gut. Möglichkeit 2: mit einem Back- oder Öl-Pinsel (nicht für Ölfarbe, Dummerchen), die Teile gibt es für 1-2 Euro bspw. bei Xenos, das Öl in der Pfanne verstreichen. Dabei auch den unteren Rand ein wenig bepinseln. Wenn das Öl richtig schön heisz ist (ich glaube, wenn mensch einen Holzlöffel reinhält, dann sollten sich kleine Bläschen drumherum bilden) mit einer Schöpfkelle so circa ein fünftel (müssten so 50ml sein; nach Gefühl arbeiten) der Crepesmasse in die Pfanne geben, selbige schwenken, sodass sich der Inhalt in der Pfanne verteilt. Ist nicht so schlimm, wenn es nicht so gleichmässig wird, da sie am Ende eh zusammengerollt werden, und das dann nicht mehr auffällt. Nach 1-2 Minuten sollte dann auch die Oberseite der Crespelle nicht mehr so feuch-glänzend aussehen. Mit einem Pfannenwender (oder: viel Geschick!) die Crespelle wenden und nochmal so ’ne halbe Minute ausbacken. Auf einen Teller geben und mit dem Rest des Teigs genauso verfahren.

Nun schnappen wir uns nacheinander diese kleinen eierkuchenartigen Teile, geben etwas Füllung (konkret: auch hier circa ein Fünftel der gesamten Masse) darauf (und zwar auf auf die gesamte Breite, sollen schlieszlich gleichmäszig gefüllt sein), rollen sie zusammen und geben sie in eine (nicht zu grosze!) Aufflaufform. Nicht zu grosz heisst: die 5 gerollten Würste sollten bequem nebeneinander passen, aber auch keinen groszen Platz mehr übrig lassen (kein Beispiel an mir nehmen!). Wenn wir damit fertig sind, geben wir circa die Hälfte der Sauce darüber (so, dass alle Crespelles bedeckt sind, damit sie nicht austrocknen) und schieben das bei 175 Grad Celsius in den Ofen, und zwar für 45 Minuten. Kurz vor Ende der Garzeit erhitzen wir nochmal die restliche Sauce. Danach holen wir die Auflaufform aus dem Ofen und richten die Crespelles mit der Sauce auf 2 Tellern an.

Prost und Mahlzeit.

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3 Gedanken zu “Crespelle Fiorentine con Salsa di Funghi

  1. Hallo,

    > Ja, ich spreche KEIN italienisch.

    hmm, offensichtlich auch kein deutsch. Das muß heißen, EINEN Versuch war’s wert (Akkusativ, wen oder was? …) Naja, heutzutage gilt das wohl schon als deutsch.
    Aber nen Versuch war’s wert.
    Beste Grüße
    Stephan

  2. Na, wenn das mal keine ausführliche Auseinandersetzung mit dem Inhalt war! Aufmerksame Leser werden feststellen, dass es tatsächlich mehrere Einträge hier gibt, die von (oder vor?) umgangssprachlichen Formulierungen, Flüchtigkeitsfehlern hinsichtlich Rechtschreibung undoder Grammatik (Akkusativ, 4. Fall, ich weiss schon. Ein „en“ zu vergessen würde ich jedoch nicht als Kampfansage an die deutsche Sprache missinterpretieren) nur so wimmeln. Was erstens daran liegen mag, dass die Intention dieses Blogs ist, Rezepte bereitzustellen und nicht irgendwelche Vorschulkids in die Geheimnisse der deutschen Sprache einzuweihen. Aus diesem Grund isses mir auch relativ boogie, wenn ich beim nochmaligen Durchlesen einen Fehler der sprachlichen und nicht inhaltlichen Dimension entdecke. Zweitens isses schon lange her, dass ich mir auf mein Artikulationsvermögen einen runtergeholt hab (ich glaube, in der 11. oder 12. Klasse, ergo 8 oder 9 Jahre), und ich möchte nicht wieder damit anfangen, denn es gibt so viel schöneres auf der Welt. Wenn mensch es jedoch ergötzend findet, den Verfall der deutschen Sprache in vivo zu beobachten, empfehle ich den Besuch von StudiVZ- und MySpace-Pinnwänden sowie Foren, deren Themengebiete vielleicht nicht unbedingt um die Änderungen im neuen Duden kreisen.
    Aber danke trotzdem. Ich steh auf Kommentare. Gar sehr!
    MfG
    Einer der Auszog, die Wunden der Welt zu heilen.
    PS: Und nein, ich werde keinen weiteren Artikel voranschicken, in welchem ich um Toleranz gegenüber der sprachlichen Gegebenheiten bitte. Oben steht schlieszlich schon was von Titten und Drogen, allzu empfindesame Gemüter sollte allein dies schon vom weiteren Stöbern in den Untiefen dieses Weblogs abhalten.
    PPS: Und wenn der freundliche Kommentator tatsächlich auf seine Agenda gesetzt haben sollte, jeden „Blogger“, „Poster“ etc. auf sprachliche Defizitite hinzuweisen, glaube ich, wird das ’ne verdammt weite, verdammt zeitaufwendige (jaja, alte RS) Reise werden.

  3. Pingback: Spinat-Tofu-Cannelloni mit Brokkolisauce « Hail Seitan! or Can't believe it's not that good guy!

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