Spinat-Tofu-Cannelloni mit Brokkolisauce

Bei den Crespelle hatte ich mich bei der Grösze der Auflaufform verschätzt, glücklicherweise hatte ich aber auch zu wenig Teig gemacht. Jedenfalls hatte ich noch gut die Hälfte der Spinat-Tofu-Mischung über. Ich hätte sie natürlich einfach über ein paar Nudeln geben können, da es bei Aldi jedoch Ende letzter Woche 2 Brokkoli für insgesamt 40 Cent gab (hier muss ich mal ’ne Lanze für Aldi brechen: die beiden Brokkoli stammten tatsächlich aus einem nicht mal 10 Kilometer von hier gelegenen Kaff!) und ich Angst hatte, dann irgendwas wegwerfen zu müssen, dachte ich mir, versuche ich auch diesen zu verwenden. Ein paar Cannelloni hatte ich auch noch da, die sind aber insgesamt auch nicht so teuer, circa ein Euro für eine Packung mit 250 Gramm, und in einem solchen Gericht isst mensch auch mehr Füllung als Nudeln. Sieht ausserdem auch auf dem Teller ganz nett aus, und – was ja noch wichtiger ist – schmeckt sehr lecker.

Zutaten für 3-4 Portionen. Kosten pro Portion: 60-80 Cent

Cannelloni

  • 1 Brokkoli (70 Cent)
  • 11-12 Cannelloni (50 Cent)
  • 50ml Sojamilch (insgesamt 25 Cent)
  • 100g Tofu (40 Cent)
  • 250g Spinat (25 Cent)
  • Salz, Pfeffer, Knoblauch, Muskat

Sauce

  • 200ml trockener oder halbtrockener Weisswein (20 Cent)
  • 200ml Sojamilch
  • 150ml Wasser
  • 1 TL Brühe
  • 1 TL Mehl

Zubereitung

Wenn TK-Spinat verwendet werden soll, diesen zuerst mal auftauen. Das geht super in einer Schüssel in der Mikrowelle, oder aber auch in einem Sieb im Waschbecken, wobei letzteres ungleich länger dauert. Um das Prozedere zu beschleunigen, kann mensch immer mal heisses Wasser drauf fliessen lassen. Ich geh jetzt einfach mal von der kurz-und-schmervoll-Lösung aus, nämlich der Mikrowellen-Lösung. Idealerweise ist der Spinat hinterher dann noch ziemlich heiss, daher steht das hier am Anfang, schlieszlich wollen wir uns nicht unsere Zarten Pfötchen verbrühen.

Weiter gehts: Den Brokkoli bearbeiten wir wie folgt: wir entfernen erstmal die Blätter und alles was nicht unbedingt essbar daran aussieht. Danach zerlegen wir ihn zuerst in so viele kleine Röschen wie möglich. Alles andere, also den äh „Stamm“ und diese ganzen Verästelungen, zerschnippeln wir in maximal 10mal10 Millimeter grosze Stücke. Diese geben wir in ein Sieb und spülen den möglicherweise vorhandenen Dreck ab. Ein bisschen abtropfen lassen. Nun erhitzen wir in einem Topf (in den der ganze Brokkoli reinpasst!) das Öl und geben die soeben zerschnippelten Brokkolibrocken dazu (nicht die Röschen!) und schwitzen diese an. Die Hitze können wir dann erstmal auf die Hälfte ungefähr reduzieren. Hin und wieder umrühren, 5 Minuten auf dem Herd stehen lassen. Nun können wir auch schonmal die Brokkoliröschen abspülen und ebenfalls abtropfen lassen. Wenn die 5 Minuten vorüber sind, mit dem Wein ablöschen, mit Sojamilch und Wasser aufgiessen, Brühpulver einrühren. Jetzt müssen wir warten, bis der Brokkoli weich genug ist, dass man ihn pürieren kann. Bei mir dauerte das so 20 Minuten. Ist natürlich abhängig davon, wie grosz letztlich die Würfel sind. Im harten Zustand kann das Pürieren schnell mal in ’ne ziemliche Sauerei ausarten. Daher lieber etwas warten. Diese Wartezeit nutzen wir nun wie folgt: Der Spinat sollte mittlerweile aufgetaut und auch nicht mehr heiss sein. Wenn viel Flüssigkeit dabei ist, vorsichtig versuchen, diese abzugieszen, ein Sieb hilft da bisweilen. Den Tofu zu dem Spinat (der sich spätestens jetzt in einer Schüssel befinden sollte) bröckeln, die 50 ml Sojamilch dazu, mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und Muskat würzen. Nun geht’s ans Füllen! Bei meinen ersten Cannelloniversuchen mühte ich mich immer mit Löffeln ab, das gibt aber mehr Sauerei und dauert letztlich auch wesentlich länger. Wir haben ja gewaschene Hände (Wink mit dem Zaunpfahl!), daher nutzen wir sie auch: wir nehmen jeweils einen Cannelono (? oder Cannellonikus? Kurz: einen dieser Teigzylinder), halten ihn senkrecht, verschlieszen dabei mit der einen Hand die untere Öffnung, mit der anderen geben wir in kleinen Portiönchen die Füllung oben rein, immer ein bisschen nachschieben. Wenn diese „Geräte“ einigermassen voll sind, in die Aufflaufform legen. Am besten irgendwie parallel und nicht kreuzundquer. Wenn langsam gearbeitet wird: zwischendurch immer mal schauen, ob der Brokkoli schon schön weich ist. Wenn dies der Fall sein sollte: mal kurz inne halten, den Pürierstab zücken und die Sauce in eine etwas grünere, dickflüssigere Sauce verwandeln. In einer Tasse das Mehl und ein wenig (kaltes!) Wasser vermischen, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Diese Mischung, und die Brokkoliröschen, zu der Sauce geben. Mit Pfeffer abschmecken und aufkochen lassen. Die Herdplatte ausstellen. Wenn die Cannelloni fertig gefüllt sind, geben wir die Sauce darüber. Bei 175 Grad Celsius für 60 Minuten in den Herd schieben (wie vielleicht schonmal erwähnt: mein Herd hier schliesst nicht mehr so gut, alles dauert immer etwas länger. Einfach nach 30 Minuten alle 5 Minuten mit einer Gabel kontrollieren, ob die Cannelloni weich sind).

Mahlzeit.

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