Spinat-Brokkoli-Tofu-Quiche mit Semmelknödelboden

Ich hatte mal wieder Lust auf Quiche, aber keine Lust auf dieses Rumgeknete, ja, ich gebs zu, ich bin furchtbar faul, aber kneten fetzt einfach nicht. Unter Anderem auch deshalb, weil Mehl bekanntlich dazu neigt, furchtbar rumzustauben, und da mein Mitbewohner gerade eh Terror von wegen angeblich schmutziger Wohnung macht, wollte ich nicht unbedingt ein fremdverschuldetes Ableben in naher Zukunft riskieren. Und da ich erst vor ein paar Tagen wieder eine beinahe volle Packung Toastbrot würfelte und trocknete (besser, als sie verschimmeln zu lassen), kam mir letzte Nacht die Erleuchtung: Quiche mit Semmelknödelboden! Da ich meistens nicht weit genug denke, um Komplikationen herbeizuahnen, stand dem Vorhaben auch nichts im Weg. Und was soll ich sagen? Zwar nicht wenig Aufwand, aber durchaus empfehlenswert. Wobei der Boden noch das Wenigste war, vom Aufwand her. Da ich vor ein paar Tagen noch einen verbilligten Brokkoli kaufen musste und heute 400 Gramm Tofu für einen Euro ergatterte (weil er nur bis heute haltbar war), mussten auch diese Zutaten Verwendung finden. Tofu macht sich allgemein in Quiches ganz gut, weil er, in Verbindung mit Sojamilch, eine gut stockende Masse ergibt, das, was normalerweise die Funktion der Eier in diversen Quicherezepten ist.

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Zutaten für 4-5 Portionen. Preis pro Portion: 70 Cent-1 Euro

  • 200g trockenes Toastbrot, Brötchen o.ä (20-40 Cent)
  • 650ml Sojamilch (65 Cent)
  • 3EL gefriergetrocknete Zwiebeln
  • 1 EL Petersilie
  • 1 Brokkoli (70 Cent)
  • 400g Tofu (1,50?)
  • 450g Spinat (40 Cent)
  • Salz
  • 1/2 TL Pfeffer
  • 1/2 TL Muskatnuss
  • 1 EL Apfelessig
  • 1 EL roter Balsamico
  • 1 TL Tahini
  • 1 TL Basilikum
  • 1 TL Oregano
  • 1 Spritzer Zitronensaft

Zubereitung

Als allerallererstes lassen wir den Spinat antauen. Danach zerschneiden wir das alte Toastbrot oder was auch immer wir verwenden, in Würfel, nicht zu klein (wegen Arbeitsaufwand), nicht zu grosz (sie sollen die Möglichkeit haben, sich vollständig mit Sojamilch vollzusaugen, damit sie schön weich sind), 1,5 Zentimeter Kantenlänge ist so der Richtwert, geben sie in eine Schüssel und dazu 500ml Sojamilch. Alles schön miteinander vermischen, hin und wieder umrühren. Nun nehmen wir die Hälfte des Tofublocks, quasi 200g, und würfeln ihn so auf einen Zentimeter Kantenlänge. Diese Würfel packen wir auf einen Teller, und zwar so, dass sie einander nicht berühren und trocknen sie 3 Minuten auf höchster Stufe in der Mikrowelle. Das funktioniert bestimmt auch im Herd, dauert aber entsprechend länger. Zwischenzeitlich aus Tahini, Balsamico- und Apfelessig, Basilikum, Oregano und Zitronensaft eine Marinade herstellen, in einen Plastikbeutel giessen und die Tofuwürfel, nachdem sie abgekühlt sind, dazu geben. Die Marinade ein bisschen verteilen, den Beutel zudrehen und im Kühlschrank parken. Richtzeit laut (leicht modifiziertem) Rezept (http://www.thevegancookbook.com/2008/11/vegan-feta.html) 1 Stunde.
Nun zerteilen wir den Brokkoli zuerst in Röschen und würfeln den Rest in Stücke, die nicht gröszer sind als die einzelnen Röschen. Wer einen Dämpfeinsatz hat, kann diesen nun rausholen, in einem Topf 2 Zentimeter Wasser erhitzen, den Dämpfeinsatz reinstellen, den Brokkoli oben ‚ruff und Deckel drauf. Bei mittlerer Hitze so ’ne halbe Stunde dämpfen, soll weich sein. Ohne Dämpfeinsatz den Brokkoli in Wasser plus 1 TL Salz in 20-30 Minuten gar kochen.
Der Spinat muss, wenn er immernoch gefroren ist, natürlich aufgetaut werden, Stichwort Mikrowelle.
Mittlerweile sollten Toast/Brötchen/Brot und Sojamilch ein inniges Verhältnis ein- und ineinander übergegangen sein. Einfach mal durchkneten, ob irgendwo noch harte Brocken sind, diese dann gegebenenfalls zerdrücken. Einen Teelöffel Salz, die getrockneten Zwiebeln und die Petersilie dazu, nochmal alles gut vermischen und die Hälfte der Masse in eine gefettete bzw. mit Backpapier ausgelegte Springform geben und den Boden dieser damit vollständig bedecken. Bei 150 Grad Celsius 10 Minuten backen, bzw. solange, bis die Oberfläche trocken ist.
Währenddessen bröckeln wir die restlichen 200g Tofu in ein hohes Gefäss, geben 150 ml Sojamilch dazu und pürieren das Ganze. Diese Masse kommt zum nun ja aufgetauten (!) Spinat, und das alles würzen wir mit dem Salz, dem Pfeffer und der gemahlenen Muskatnuss. Zuguterletzt rühren wir die Fake-Feta-Würfel aus Tofu hinein. Wenn der Boden fertig gebacken ist, verteilen wir den Brokkoli darauf und geben anschliessend die Spinatmasse darüber, bei 200 Grad 20 Minuten lang in den Ofen, bzw. so lange, bis die Oberfläche des Spinats einigermaszen fest ist, also auf Druck nachgibt, aber nicht mehr flüssig ist. Nun geben wir den Rest der Semmelknödelgeschichte oben drauf, verteilen alles wieder gleichmäszig und lassen die Quiche noch 10 Minuten fertig backen. Nach dem Rausholen am besten noch 10-15 Minuten abkühlen lassen, dadurch wird sie auf jeden Fall fester.

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Karotten-Paprika-Sauce

Jaja, und der dritte Eintrag in Folge ohne Bild. Fruchtbar, furchtbar dieser ‚Mensch‘. Ich werd bei Gelegenheit Fotos nachreichen, aber hierbei handelt es sich schlicht und ergreifend um eine Sauce, welche übrigens eher in warmen Farbtönen gehalten ist, ausserdem schwimmen Brocken drin rum. Na, funktioniert die Fantasie?

Seitdem ich festgestellt habe, dass Karotten so unglaublich billig sind, dass ich sogar schon am Überlegen bin, ob sich daraus Alkohol herstellen lässt, welcher noch billiger ist als das Bier aus’m Netto (50 Cent/Liter!), kauf ich recht häufig ein Kilo davon, die halten sich ja auch Ewigkeiten und lassen sich ganz gut mit anderen Gemüsen kombinieren. Eigentlich hasse ich Möhren ja sehr, allerdings nur in der Form, wie sie einem im Mischgemüse angedreht wird: Matschig und bäh! Mit etwas Biss hingegen auch gut für Lasagne geeignet (Rezept folgt) und insgesamt eine wesentlich delikatere Angelegenheit. Oder eben, wie in diesem Fall, püriert. Schmackofatz!

Paprika-Karotten-Sauce für ?? Portionen. Sorry, ist schon ein paar Wochen her. Kosten insgesamt jedenfalls knapp über’n Euro.

  • 1 EL Margarine
  • 1 Zwiebel
  • 2 rote Paprika (60 Cent)
  • 1 grosse rote Möhre (5 Cent?)
  • 200ml Sojamilch (20 Cent)
  • 100ml Öl (10 Cent)
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 1TL Gemüsebrühe
  • 100ml Rotwein (10 Cent. Ja, der richtig Gute!)
  • Salz
  • Pfeffer
  • Oregano
  • Rosmarin
  • Zitronensaft
  • 100 g Tomaten, Cherry oder so. (30 Cent)

Zubereitung

Wir schni-schna-schnappen uns die Zwiebel und würfeln oder hacken sie. Ähnlich verfahren wir mit den beiden Paprikaschoten, welche wir selbstverständlich von Strunk und Kerngehäuse befreien, wobei wir eine nur in Streifen schneiden, die andere hingegen gewürfelt wird. Die Möhre können wir schälen, können es aber auch lassen und stattdessen einfach abwaschen und vielleicht mit einer Bürste (Klo-, Aufwasch- oder Zahnbürste weniger geeignet, siehe Haushaltswarenladen oder so) den SChmutz entfernen, danach in Scheiben schneiden. Vorbereitung over. Wir werfen die Zwiebel zusammen mit der Margarine in einen Topf und dünsten so lange an ihr rum, bis sie so gläsern wirkt wie Aschenputtels Schuh (Poesie), geben die gewürfelte Karotte und die gewürfelte (!) Paprika dazu, weiter andünsten, mit 200ml Wasser ablöschen, köcheln. Und zwar solange, bis die Karotte weich ist, und mit weich meine ich, dass eine Gabel problemlos hineingleiten kann. Wir ziehen den Topf kurz vorm Herd und pürieren „the hell out of it“, sprich solange, bis die Sauce ein brockenfreies Dasein fristen kann. Den Pürierstab wischen wir kurz sauber, geben in ein hohes Gefäsz die Sojamilch, das Öl und den Zitronensaft und halten den Pürierstab auch hier mal kurz rein, bis die drei Zutaten eine Verbindung called „Sojasahne“ eingehen, was nach ein paar Sekunden der Fall sein sollte. Diese fröhliche Mischung geben wir zu dem eben Pürierten in den Topf, welcher mittlerweile wieder auf der (auf eine niedrige Stufe gestellte) Herdplatte Platz genommen haben sollte. Wir geben noch schnell die Gemüsebrühe und den Rotwein dazu und schmecken das alles mit Salz, Pfeffer, Oregano, Rosmarin und Zitronensaft ab. Wir nähern uns der Ziellinie! Die Tomaten vierteln wir und entnehmen die Matschepampe (wie wir im Osten sagen). Falls es Cherry- oder andere _kleine_ Tomaten sind, ist es ok, wenn sie „nur“ geviertelt werden, andernfalls etwas kleiner würfeln. Die Tomatenstücke und die Paprikastreifen zur Sauce geben, noch einmal aufkochen und ein paar Minuten ziehen lassen. Die Dauer hängt primär davon ab, wie fest die Paprikastreifen sein sollen.

Perfekt für Nudeln, aber mit Reis besitmmt auch ganz gut!

Zwiebelgeschnetzeltes

Gut, den Prolog überspringe ich, seit dem letzten Rezept (circa eine halbe Stunde zuvor) hat sich nicht viel geändert, mein Leben ist ein Hort der Stabilität.

Zwiebelgeschnetzeltes! Mein Erstgeborener möge diesen Namen tragen. Keine Ahnung, ob ich das in Fleischversion schon gut fand, aber die vegetarische bzw. vegane Variante, erstere hin- und wieder von meiner Frau Mama kredenzt, fand ich immer spitze. Zwiebeln sind schliesslich gesund, und wenn ich noch zur Schule gehen würde, hätte ich vermutlich jeden Tag in meiner Brotbüchse ’ne Zwiebel als Pausenobst, Äpfel kann jeder. Einfach mal probieren, roh sind Zwiebeln ja eher ’speziell‘, aber gekocht nunmal – und das ist ist eine der wenigen, absolut objektiven Wahrheiten – eine wundervolle Angelegenheit.
Also, hopp hopp. Wir brauchen:

Zutaten für 3 Portionen. Preis pro Portion: 60-70 Cent?

  • Schwapper Öl
  • 400g Seitan oder 100g Sojaschnetzel/-Schnitzel (40Cent – 1 Euro?)
  • 2 große Zwiebeln (30 Cent (geraten))
  • 100g Champignons (40 Cent)
  • 150ml Weisswein (15 Cent)
  • 150ml Sojamilch + 50ml Öl (20 Cent)
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 1TL Brühe
  • Knoblauch; Granulat nach Gefühl, frisch vielleicht so 1 Zehe
  • Pfeffer
  • Paprikapulver

Zubereitung

Geesetzt den Fall, wir haben Seitan, dann zerwürfeln wir ihn in eine Schnetzelform. Sojaschnitzel (die aus dem Reformhaus) oder Sojageschnetzeltes jeweils in ausreichend Gemüsebrühe weichkochen und ausdrücken, die Schnitzel dann in Streifen schneiden. Die Zwiebel können wir auch schonmal würfeln bzw. hacken.

Nun eine grosze Pfanne nehmen, das Öl darin erhitzen, und die Seitan- oder Sojastücke darin rundherum anbraten. Wenn wir damit fertig sind, löffeln oder gabeln wir sie aus der Pfanne und parken sie zwecks Fettreduktion auf Küchenpapier, meinetwegen aber auch nur auf einem Teller, dann wird’s halt etwas äh ‚deftiger‘. Im hoffentlich weiterhin heissen Öl braten wir nun die Zwiebeln und die Champginons an, bis erstere glasig werden und löschen all das mit dem Weisswein ab. Die Hitze kann nun reduziert werden, damit der Wein noch ein bisschen vor sich hinblubbern kann. Wir nehmen uns ein hohes Gefäsz, geben die 100ml Sojamilch, das Öl und den Spritzer Zitronensaft hinein, und schreddern mit dem Pürierstab da mal eine Runde durch, und hoppla, haben wir Sojasahne, ohne Zusatzstoffe und mit immerhin 25 Prozent Fett (plus evtl noch das Fett aus der Sojamilch, aber psssst). Diese geben wir nun zu der vor sich hinköchelnden Sache in der Pfanne, und würzen mit der Brühe, dem granulierten oder durch eine Knoblauchpresse gejagten bzw. gehackten Knoblauch, dem Pfeffer und dem Paprikapulver, und lassen das alles noch so 15 Minuten köcheln, dickt ja dann auch ein. Wenn es an’s Servieren gehen soll, das Geschnetzelte wieder dazugeben und nochmal 5 Minuten mit erwärmen. Ta da!

Passt gut zu Reis, Kartoffeln oder Semmelknödeln (Verlinkung folgt. Jedenfalls hier auf dem Blog schonmal dagewesen.).

Cheeseburgersuppe

Verdammte Faulheit… Ja, ja, ja, wenn mensch eigentlich wichtiges a la Unistuff zu tun hätte, erscheinen Aufgaben wie das Fotografieren von Essen bzw das Verschriftlichen der dazugehörigen Rezepte bisweilen als nicht zu bewältigen, das hat tatsächlich etwas mit schlechtem Gewissen zu tun! Wenn ich hingegen einfach nebenher am Computer rum“dallere“, dann sind das quasi Verkettungen vieler einzelner 5-Minuten-Sitzungen, die mensch sich ja erlauben darf, wohingegen das Schreiben eines Rezeptes ja meist irgendwas zwischen 10 und 30 Minuten verschlingt und daher auf der Seite der Tätigkeiten steht, für die jetzt „keine Zeit“ zur Verfügung steht. Naja. Das nur erstmal als Entschuldigung.

Seitdem ich ausschliesslich vegan koche, habe ich mich erfolgreich darum gedrückt, eine meiner Lieblingsspeisen, bzw sogar meine allerliebste Lieblingshalbflüssigspeise zuzubereiten. Nachdem ich mir jedoch letztens ein Kilo Porree/Lauch ins Haus holte, war das Grund genug, mich endlich mal an eine vegane Version zu machen: Die Allseitsbeliebte Hack-Lauch-Käse-Suppe, bzw. auch „Cheeseburgersuppe“, wie sie in der Familie meiner Ex-Freundin genannt wurde. Als Vegetarier war das kein Problem, die Geschmacksnerven waren zu dem Zeitpunkt, als ich mich erstmals daran machte, eh schon total entwöhnt von „echtem“ geschredderten Kadaver (sorry), und Sojahack ist schliesslich ein absolut hinreichendes Surrogat. Aber dieser Schmelzkäse, zartglänzendes Geschenk der Industriegötter mit ihren Schmelzsalzen und dem anderen Hokuspokus. Whatever, ich hatte noch Tofu da, und püriert mit Sojamilch ergibt das zumindest ’ne gut dickflüssige Angelegenheit, die mit diverser Würzerei auch geschmacklich auf Kurs gebracht werden kann. Ich gehe nicht davon aus, dass es tatsächlich schmeckt wie el Originale, aber das ist ja auch total boogie, denn erstens schmeckt es wirklich gut, zweitens macht es pappsatt und drittens ist es tierfrei, und dabei wieder mal auch keinen Cent teurer als die Version mit den zerlegten Bambis, Lassies, Flippers und äh ETs. Naja, vielleicht 5 Cent mehr, aber dafür klauen wir einfach mal ne leere Flasche auf Disko und haben das wieder drin. GentleWomen, start yo‘ engines.

Zutaten (3-4 Portionen). Pro Portion: 70-80 Cent.

  • 100g Sojahack (1 Euro)
  • 1 1/2 TL Gemüsebrühe
  • 400ml kochendes Wasser
  • 1 Schwapper Öl
  • 1 Zwiebel
  • 100g Champignons (30 Cent (frisch!))
  • 600-700g Porree (2 Stangen) (70 Cent)
  • 200g Tofu (70 Cent)
  • 150ml Sojamilch (20 Cent)
  • 3EL Hefeflocken
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 300ml Wasser
  • 1TL Gemüsebrühe
  • 1/2 TL Pfeffer
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Paprika
  • 1/2 TL Muskatnuss
  • 1 TL Senf
  • 1/4 TL Cayennepfeffer

Zubereitung

Aaaalso: Wir schnappen uns eine Schüssel, die einigermassen grosz ist und keine Löcher bekommt, wenn mensch heisses Wasser reingieszt. Da werfen wir das Sojahack rein, die Gemüsebrühe, kippen das kochende Wasser hinterher und rühren ein bisschen um. So 15-30 Minuten sollte mensch das Quellen lassen, wir können aber schonmal weiter machen. Die Zwiebel würfeln, quadern oder äh trapezen wir, die Champignons waschen wir kurz und rubbeln den gröbsten Schmutz ab, schneiden, falls der Stiel unten holzig aussehen sollte, dieses Holzartige ab, falls Biber mitlesen sollten, so können sie das auch dran lassen. Anschliessend erst in Scheiben schneiden und diese dann noch halbieren, vierteln und so. Den Porree befreien wir von seinen Wurzelhaaren und schneiden ihn in so Ringe, schräg z.B. MancheineR nimmt da ja nur das weisse, was ich jedoch nicht verstehe, denn dann ist die Hälfte des Porrees ja Abfall. Also: soviel wie möglich verwenden, zum Ende hin müssen natürlich immer mehr von den äusseren Blättern (?) aussortiert werden. Naja, ihr kommt schon klar! Teil 1 der Vorbereitung beendet! Nun das Öl erhitzen, die Zwiebel und die Champignons dazu, schön anbraten, aber nicht abfackeln. Die Zwiebelns sollten glasig sein, die Pilze etwas eingeschrumpelt. Danach das Hack (falls noch Flüssigkeit dabei sein sollte, ebenfalls dazugeben, sie verkocht und Würzsachen bleiben im Topf) dazu, und häufiger mal rühren, weil das bäckt ganz gut an. Solange anbraten (und umrühren), bis kein Wasser mehr dazwischen rumblubbert. Den Lauch Schrägstrich Porree dazu, Hitze reduzieren, Deckel drauf und ’ne Viertelstunde bei gelegentlichem Umrühren weiterköcheln lassen, der Lauch enthält ordentlich Wasser und wir kochen ihn quasi im eigenen Saft weich, jaja. Wir schnappen uns ein hohes Gefäsz, bröckeln den Tofu da hinein, geben die Sojamilch dazu und pürieren bis wir schwarz werden und eine cremige Tofuschmiersache bekommen. Geht ja fix. Die Hefeflocken und den Kurkuma (der Farbe wegen) dazu. Also die Reihenfolge, ob wir die Gewürze jetzt zum Tofu oder zum Wasser geben, ist natürlich vollkommen irrelevant, aber es soll ja alles idiotensicher sein, möchte nicht für seelische Deformationen aufkommen müssen, weil jemand damit nicht klarkam. Daher: wenn die viertel Stunde (die von eben) rum ist, giessen wir die 300ml Wasser zum Lauch-Hack-Pilz-Zwiebel-Gemüsebrühe-Potpourrie, werfen danach den weiteren Teelöffel GEmüsebrühe, den Pfeffer, das Salz, das Paprikagewürz, die gemahlene Muskatnuss, den Senf und den Cayennepfeffer hinzu und giessen zuletzt unseren in Gestalt der Tofumatsche dahergehenden Käseersatz dazu, rühren alles kräääftig rum, tun den Deckel wieder drauf und lassen alles noch so ’ne halbe Stunde köcheln, damit der Lauch nicht mehr soviel Bisswiderstand leistet.

Bild gibt’s vielleicht morgen, aber dieses Gericht ist wiedermal ein solches, welches, in Menschengestalt, nur ’ne Frau abbekäme, wenn es nebenher genug Geld anhäufen könnte. Ich weiss, das war sexistisch, aber das Gericht ist nunmal hässlich wie die Nacht in Mecklenburg, so.

Straft mich ab!