Pilzburger mit Monkey-Anleihen

2011-05-17 18-28-00 - Z5170004

Seit Erscheinen des Rezepts der Monkey-Burger beim wunderhübschen Blog Vegan Guerilla spukt mir selbiges durch den Kopf. Problem: die Menschen, die ich normalerweise verköstige, mögen entweder die Kombination süß/herzhaft so gar nicht, oder hassen Bananen. Die akut dem Verfallsprozess entgegenblickenden Champignons vom Wochenende mussten allerdings sowieso erstmal in Essen umgewandelt werden, daher beließ ich es (diesmal!) dabei, mich inspirieren zu lassen. Aber bald, Monkey-Burger, wirst du die Augen der Ungläubigen zum Leuchten bringen, ich kann es beinahe fühlen! Zwar schrieb Sarah auf ihrem Blog auch, dass die Burger sehr behutsamer Handhabung bedürften, ich glaube, bei mir war es noch schlimmer. Ich habe schon extra etwas Mehl dazugegeben, aber die Banane allein reichte bei mir nicht, um eine ordentliche Bindung hinzubekommen. Die Burger sind mir zwar nicht in der Pfanne zerfallen, aber es war wirklich sehr sehr spannend am Herd, die Angst war mein ständiger Begleiter. Bei dem Exemplar ganz oben hatte ich den Burger vor dem Braten noch in Semmelbrösel gewendet, aber geholfen hat es auch nicht, im Gegenteil, das Panieren war mindestens genauso aufregend wie das Braten. Wenn mensch es jedoch geschafft hat, alles einmal zu wenden und schlussendlich am Stück aus der Pfanne herauszumanövrieren, stellt sich nach dem Abkühlen eine deutliche Verbesserung der Konsistenz ein. Beim nächsten Mal (und das wird es bestimmt geben!) werde ich noch ein bisschen mit Ei-Ersatz, Sojamehl bspw., experimentieren bzw. herumprobieren, und ggf. das Rezept aktualisieren.
Die Zubereitungszeit für die Burger-Patties allein belief sich auf ziemlich genau eine Stunde, wobei das Putzen der Champignons allein schon (gefühlt) die Hälfte der Zeit in Anspruch nahm, denn es waren sehr sehr viele sehr sehr kleine Exemplare. Für die Herstellung der Burger selbst würde ich nochmal 10 bis 15 Minuten einplanen.

Zutaten für 6 Burger:

  • 300g Champignons
  • 2 Zwiebeln
  • 175g Räuchertofu
  • 2 Zehen Knoblauch
  • Petersilie
  • 1 Banane
  • 1 Schuss Zitronensaft
  • Salz
  • Pfeffer

desweiteren:

  • Hamburgerbrötchen (k.A., ob die alle vegan sind, aber es gibt
  • zumindest welche, auch für günstig)
  • Saure Gürkchen
  • Ein paar Blätter Eisbergsalat
  • Ketchup
  • wer mag und hat: veganer Käse
  • plus was sich sonst noch findet und nach Ansicht der verzehrenden Person unbedingt draufgehört: Zwiebeln, Schmiebeln, öh keine Ahnung

Zubereitung

Zuerst die Champignons putzen, also mit Küchenpapier etwaigen Schmutz wegrubbeln, das untere Ende vom Stiel abschneiden. Champignons im Anschluss grob würfeln. Die Zwiebeln abziehen, ebenfalls würfeln. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und die Champignons dazugeben, bei mittlerer Hitze ziehen lassen. DIe Pilze lassen erstmal ordentlich Wasser, wenn dieses verdampft ist, noch etwas Öl dazu sowie die Zwiebeln, umrühren und aufpassen, dass nix anbrennt. Den Tofu mit den Händen möglichst fein zerbröseln. Ebenfalls in die Pfanne geben und kurz mit anbraten. Herd abschalten und die Pilzmische etwas abkühlen lassen. Derweil die (geschälte) Banane in eine Schüssel geben, mit einer Gabel zerdrücken. Einen Spritzer Zitronensaft dazu, das sollte gegen Oxidationserscheinungen, wie das Braunwerden, helfen. Den Knoblauch hineinpressen, die Pilzmischung dazu und alles kräftig miteinander verrühren. Petersilie dazugeben (ich nahm gefriergetrocknete, so ca. 2 EL), mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluss noch das Mehl dazu und alles nochmal mischen. Wieder etwas Öl in der Pfanne erhitzen, aber nicht zu heiß werden lassen, so auf mittlerer Stufe passt ganz gut. Aus der Pilzmasse mit den Händen etwas entnehmen, zu einer Kugel formen, etwas platt drücken und ins heiße Öl geben. Mi dem Pfannenwender noch etwas plätten. Mit dem Rest der Masse genau so verfahren.

2011-05-18 14-57-58 - Z5180003

Die Burger aber auf jeden Fall mindestens 5 Minuten pro Seite braten, sonst zerfallen sie erst recht. Beim Wenden behutsam vorgehen. Wenn die Burger von beiden Seiten gebräunt sind, auf Küchenpapier geben, damit es keine gar so fettige Veranstaltung wird.

Wie gehabt die Brötchen aufschneiden und aufbacken, mit Ketchup bestreichen, belegen usw.

Schmeckenlassen!

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