Gemüselasagne

Ich hatte hier eigentlich keine genauen Mengenangaben, weil ich mehr nach Gefühl bzw. blindem Zusammenkippen ‘gearbeitet’ habe. Nichtsdestotrotz mochte ich die Kombination sehr, und dieses Rösten des Brokkoli hat mir auch viel Freude bereitet, also so um die Geschmacksknospen rum. Ich versuche, einigermaßen genaue Angaben zu machen, ich schwör! Außerdem, Asche über mein Haupt, gab es hier leider keine Dosentomaten mehr, daher griff ich zu einer fertigen Pastasauce, Napolitana oder so.

Zutaten für 4-6 Portionen (ich aß zusammen mit meinen Eltern exakt die Hälfte, aber wenn der Hunger vielleicht noch etwas größer ist…)

  • 250g TK Brokkoli, frisch funktioniert natürlich auch, muss allerdings erst geputzt und in Röschen zerteilt werden
  • 200g Champignons, geputzt und in Scheiben geschnitten
  • 2 rote Paprika, geputzt und gewürfelt
  • 10-15 Cherrytomaten, geviertelt und das Kernzeugs entfernt
  • etwas Lauch (hatte noch circa eine Drittel Stange von einem anderen Essen übrig)
  • 1 Zucchino, in Halbmonde geschnitten
  • 1 Päckchen passierte Tomaten, welche nach gusto mit Gewürzen zu einer Sauce verarbeitet werden
  • 50g Alsan
  • 3 EL Mehl
  • Olivenöl
  • 1 TL Senf
  • 3 EL Hefeflocken
  • 300ml Sojamilch
  • 100ml Brühe
  • Salz, Pfeffer
  • Lasagneblätter

Zubereitung (Dauer insgesamt 2-2,5 Stunden)

Also das eigentlich Tolle an dieser Lasagne ist das Röstgemüse. In einer Pfanne, zu der auch zwingend ein Deckel verfügbar ist, Olivenöl erhitzen, und zwar richtig heiß, bis es anfängt, sanft zu qualmen. sofort den Brokkoli dazu, Deckel drauf, und 3 Minuten anrösten. Hitze etwas reduzieren, von voll auf dreiviertel. Pfanne kurz von der Platte nehmen, mit einem Pfannenwender den Brokkoli ein bisschen umdrehen, zurück auf die Platte, mit Deckel weitere 3 Minuten anrösten. Mit dem Pfannenwender den Brokkoli in eine Schüssel geben und das gleiche Spiel mit den anderen Gemüsen spielen. Natürlich muss dann nicht für jedes Gemüse die Prozedur gesondert durchgezogen werden, ich nahm im zweiten Rutsch Champignons, Tomaten, Zucchino und Lauch und im dritten dann (zugegeben: ich hatte vorher die Paprika vergessen gehabt, aber von der Menge her hat das genau gepasst) die Paprikawürfel. Alles beiseite stellen.
In einem Topf die Alsan schmelzen, die Hefeflocken und das Mehl dazugeben, umrühren, weiter erhitzen, bis es blubbert. Mit der Brühe ablöschen, die Sojamilch dazugeben und aufkochen, Senf dazu, mit Salz und Pfeffer abschmecken, also es schmeckt im Idealfall etwas käsig. (Nachtrag: Wie Zitrone anmerkte, zwecks Vitaminerhalt der Hefeflocken diese erst zum Schluss zugeben.)
Nun in einer Auflauf- bzw Lasagneform das ganze Zeugs reinschichten. Ich hatte insgesamt nur 3 Schichten, nämlich als unterste das ganze Gemüse mitsamt der Tomatensauce, dann darüber eine dünne Schicht mit der käsigen Bechamelsauce und letzteres nochmal oben drauf, als Käseersatz. Aber macht nur, wie ihr wollt, meine Eltern fanden es jedenfalls super, meinem Vater entfleuchte sogar ein “sehr gut”.

2011-06-10 11-48-46 - Z6100221

6 Gedanken zu “Gemüselasagne

  1. ich meine mal gelesen zu haben, dass die hefeflocken am besten als letztes zu etwaigen gerichtskomponenten wie käseersatz hinzugefügt werden und nicht gekocht werden sollen, um die vitamine (besonders b12) zu schonen. was sagen sie dazu?

  2. Öh, also dass Hefeflocken normalerweise B12 enthalten, war ja m.W. nach nur ein Gerücht, außer, man kauft welche, wo es gesondert zugesetzt wurde. Wie es sich mit der Vitaminzersetzung verhält, kann ich nicht sagen, gebe dir aber erstmal recht, das klingt logisch so. So gesehen ist es natürlich eh Jacke wie Hose, wann mensch die Hefeflocken dazugibt, und wenn mensch eben die Vitamine schonen will, dann gerne erst zum Schluss. Aber das sind Dinge, über die ich mir eigentlich nie Sorgen mache, was vielleciht auch doof ist, aber ich geh einfach instinktiv davon aus, dass ich genug Vitamine aufnehme, wenn ich mich eeeeinigermaßen ausgewogen ernähre. Aber guter Hinweis, nichtsdestotrotz. Ich nehme es mal mit auf.

  3. Bin ja immer bisschen geizig mit meiner Zeit, und Ist ja schon ne Prozedur mit Broccoli extra schmoren und so…
    Wenn ich das Gericht am Schluss sowiso ungefähr 40 min. in den Ofen schiebe, kann ich dann das Gemüse auch ohne Vorkochen, also roh und ganz klein gehäckselt reintun? Müsste doch nach der Backzeit auch gar sein!
    LG

    • Hey, ich bin grad ein bisschen verwirrt, Also so gesehen ist das meiste Gemüse ja noch ziemlich roh, wird ja lediglich kurz geröstet. Also kochen musst du da jetzt eh nix, abgesehen von der Sauce. Wenn du das Rösten weglässt, gehen halt die immer wieder gern herangezogenen Röstaromen flöten, aber funktionieren tut das prinzipiell auch.
      Liebe Grüße

  4. beim rösten von gemüse nicht vergessen die röstaromen auch mit wein oder weinbrand (portwein rockt)rauszulöschen. Sonst habt ihr nen extrem leckeren pfannenboden, aber leider nix im essen😉

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