Käsekuchenmuffins, 2 Variationen, alles nur provisorisch

Nun, nach dem Erwerb einer kleinen Gefriereinrichtung, mit der sich frisch zubereitetes auf Dauer konservieren und auch in stressigen Zeiten mal eben schnell aufgetaut eine zeitsparende Mahlzeit auf den Tisch bringen lässt, lässt sich auch ein alter Kindheitstraum von mir in die Wirklichkeit transformieren: Muffins! Als nur-in-kleinen-Portionen-Süßmaul fand ich die, seitdem der US-amerikanische Kulturimperialismus (und das ist keinesfalls negativ gemeint) sie auch bis nach Deutschland spülte, schon immer hinreißend und nachbauenswert, meine erste Muffinform stammt aus dem Jahr 2003 oder so. Nur: was will ich mit 12 oder bestenfalls 6 so kleinen Teilchen, wenn mein Süßgebäckhunger weder festen Zyklen gehorcht, noch ein Abebben innerhalb von Minuten unwahrscheinlich ist? Daher fristete die Muffinform in den letzten Jahren meist ein sehr einsames, unnützes Dasein. Aber das ist nun vorbei, jajaja. Achja, gleichzeitig möchte ich meine 1-2 Leser noch auf einen netten Blog aus dem näheren Umfeld aufmerksam machen: Moni Monacos Zauberofen, der Blog einer jungen Society-Dame aus der Jenaer Upperclass, welche zwischen Charity und Jetset tatsächlich noch Muße findet, ihre Umwelt mit Backwaren zu beglücken. Übrigens auch ausschlaggebend für mich, mal wieder das Thema “Kleingebäck” auf’s Tapet zu bringen.
Nunja, vor ein paar Tagen schlenderte ich so durch die städtische Mall, und verliebte mich unsterblich in ein farbenfrohes 12er Set Silikonmuffinförmchen, ich musste an die dicke, schwere, ungemütliche und farbarme olle Aluform daheim denken und schlagartig wurde mir bewusst, dass wir zwei keine gemeinsame Zukunft haben werden, zumindest keine solche, wie ich sie mir mit den neuen, bunten Dingern ausmalte.
Ich dokumentiere hier also mein erstes Wochenende mit “den Neuen”, ich muss mich da erst noch dran gewöhnen und an die Zubereitung von Muffins sowieso, daher, wie die Überschrift schon unmissverständlich klarmacht: als Provisorium.
Da Käse- bzw. Quarkkuchen meine (un)heimliche Leidenschaft hinsichtlich Süßgebäcks darstellt, sollte es auch diesmal sowas in der Art sein. Fündig wurde ich hier, auf dem Blog gibt es auch abertausend andere tolle Sachen, die ich am liebsten im Akkord nachbauen würde, allein, es fehlt die Zeit.
Aufgrund einer Verkettung unglücklicher Umstände aber auch wieder nur in abgewandelter, dafür doppelter Form.

Version 1: Käsekuchenmuffins mit Mürbeteig
Zutaten für 12 Stück

Teig

  • 4 gehäufte EL Dinkelvollkornmehl, mit anderem klappt es zwar auch, aber da muss mensch die Menge anpassen, fürchte ich.
  • 2 EL Wasser
  • 1-2 EL weiche Alsan
  • eine Prise Salz
  • 2 EL Roh-Rohrzucker
  • 1 EL Haferflocken
  • ein klein wenig Backpulver
  • 1-2 TL Kakao

Füllung

  • 500g Sojajoghurt
  • 3 EL Rohrohrzucker
  • 50g Alsan, geschmolzen
  • 1 Päckchen Puddingpulver Vanillegeschmack
  • 1 Päckchen Vanillezucker

Zubereitung

Aus den Teigzutaten einen Mürbeteig herstellen. Ich habe einst von meiner Frau Mama ein olles DDR-Rührgerät bekommen, und probierte jüngst zum ersten Mal mit den dazugehörigen Knethaken den Mürbeteig zuzubereiten. Ein Traum! Ich hasse es normalerweise sehr, Teig zuzubereiten, abgesehen von Rührteig, weil immer ungewiss ist, wie lange es dauern wird, bis das ganze irgendwie einigermaßen homogen ist, und dann ists entweder zu bröselig oder zu klebrig oder oder oder. Ich verneige mich jedoch vor dem Rührgerät: große Klasse!
Zu einer Kugel rollen und für eine Stunde in den Kühlschrank.
Die Füllung geht fix: Alles zusammenrühren, ggf. mit Schneebesen Klümpchen beseitigen.
Den Teig zu einer Rolle formen, in 12 gleich große Stücke schneiden (also erst halbieren, dann vierteln, dann jedes Viertel in 3 Teile schneiden), zu kleinen Kugeln formen, ausrollen, die Förmchen damit auskleiden, mit der Füllung füllen und für 30 Minuten bei 200 Grad in den Ofen => Tada!

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Version 2: Käsekuchenmuffins ohne Teig (“Crustless”), dafür mit Kirsche drinne
Zutaten für 12 Stück

  • 500g Sojajoghurt
  • 1 Päckchen Puddingpulver Vanillegeschmack
  • 3 EL Rohrohrzucker
  • 50g Alsan, geschmolzen
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 12 Kirschen, entsteint

Zubereitung

Nunja, dem bzw. der aufmerksamen Beobachter_in wird die inhaltliche Nähe zur ersten Variante auffallen. Die Zubereitung ist auch so ähnlich: alles verrühren, in die Förmchen kippen, jeweils eine Kirsche hineindrücken, bei 200 Grad 30 Minuten in den Ofen, gut ist.

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PS: Die Verkettung der unglücklichen Umstände geht übrigens folgendermaßen: Zu faul, die Silikonteile erst einzufetten (laut Verpackung: vor dem ersten Gebrauch solle mensch dies tun), daher extra nochmal so Papierteile verwendet. Dem Irrglauben angehangen, die Muffinformen dürften nicht bis zum Rand gefüllt werden, daher den Teig nicht groß genug ausgerollt. Die Kombination davon führte zu einem viel zu niedrigen Rand innerhalb der Förmchen. Daher passte auch die Füllung nicht komplett hinein, für die eigentlich von Anfang an vorgesehene Kirsche war auch kein Platz. Also Muffins gebacken, diese sind jedoch eine ganze Ecke zu klein (aber lecker!). Mit der übrig gebliebenen Füllung 5 Förmchen gefüllt, Kirschen dazu, sah nett aus und schmeckte auch schön. Folgerung: Alles ganz schnell aufessen, wobald wie möglich das Ganze nochmal in RICHTIG GUT nachbauen, fotografieren und für perfekt befinden. Yay.

2 Gedanken zu “Käsekuchenmuffins, 2 Variationen, alles nur provisorisch

  1. Danke, ich fühle mich ehrlich geschmeichelt! Geschmacklich auch wirklich gut, und wenn mans noch hinkriegt, dass es schön aussieht…

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