Zwiebelvurst

2011-07-25 13-44-31 - Z7250043

Brotbelag, der: absolut notwendig für all jene, denen handelsüblicher Aufstrich beim Hineinbeißen zu wenig Bisswiderstand entgegenbringt. Ich habe schon ungefähr tausend Mal diese kleinen Gläschen und Aludöschen heimgeschleppt, um dann beim ersten Probieren festzustellen, dass sie mich zwar geschmacklich bisweilen wirklich erfreuen können, ich es aber öde finde, wenn da nur diese viskose Masse und nix mit Knack und Biss zwischen meinen beiden Brötchenhälften liegt. Bei der letzten Vegan Wonderland Bestellung lag daher auch eine Onion-Cold-Cut-Roll (ne dicke Wurst mit Zwiebelgeschmack) im Paket, und ich fand die eeeecht großartig. Preislich auch soweit ok. Aber erstens _muss_ ich einfach irgendwie mal alles selber machen (und das wird dann meist auch teurer, als wenn ich’s gleich ‚fertig‘ kaufen würde), und zweitens kann ich mir auch nicht ständig so ‘ne Bestellung leisten. Und da die Alternativen der letzten Wochen (diverse Salate im Glas, bspw.) nun zur Neige gingen, mal wieder ein Versuch. Ganz zufrieden bin ich noch nicht damit, aber es geht in die richtige Richtung, es schmeckt ein bisschen schinkig, beim nächsten Mal werde ich die Zwiebelmenge verdoppeln, bzw. vielleicht mit so Zwiebelsaft arbeiten. Gleich im Anschluss versuche ich mich erneut an veganem Käseersatz, mal gucken, was dabei rauskommt. Naja, zuerst mal jetzt die Vurst:

2011-07-25 13-17-23 - Z7250022

Zutaten für 800g Vurst

  • 6 kleinere Zwiebeln
  • auf 400ml mit Wasser auffüllen (+ evtl. 1-2 EL Wasser)
  • 3 EL flüssiger Rauch
  • 1 EL Agavendicksaft
  • 1 gehäufter EL Senf
  • 1 EL Bohnenkraut
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 EL Salz
  • Pfeffer
  • 400g Gluten

2011-07-25 13-24-34 - Z7250034

Zubereitung

Zwiebeln schälen und vierteln, in einen Messbecher geben und mit Wasser auf 400ml aufgießen. Mit dem Pürierstab zermusen. Die flüssigen und halbflüssigen Zutaten dazugeben. In einer Schüssel das Glutenmehl mit Salz, Pfeffer und Bohnenkraut würzen (ruhig ordentlich dran kippen, denn es werden ja schließlich auch 800g Vurst!). Gut vermischen und die Zwiebelflüssigkeit einrühren und alles miteinander verkneten. Falls es auch nach längerem Kneten noch zu trocken sein sollte (so dass noch Gluten in der Schüssel bleibt), noch 1-2 EL Wasser dazugeben und weiter verkneten. Zu einer Wurst formen, in Alupapier einrollen, die Enden wie bei einem Bonbon verdrehen. In einem relativ weiten Topf (weit genug, dass die Vurst reinpasst) Wasser zum Kochen bringen und die Wurst auf einem Dämpf-Einsatz für 45-60 Minuten mit Deckel garen.

2011-07-25 13-44-48 - Z7250045

5 Gedanken zu “Zwiebelvurst

  1. Hallo,
    vielen Dank für das Kompliment! Flüssigen Rauch kriegst du glaube ich nur im Internet, ich hatte das damals bei Mex-al.de bestellt, die 1,89-Liter-Flasche kostet da 10 Euro und hält praktisch ewig. Ist ganz gut, wenn mensch ein rauchiges Aroma an seine Speisen bringen will, ohne selbige räuchern zu müssen. Ggf. tut’s auch Rauchsalz, das gibt’s angeblich in größeren Supermärkten, ich hab das bisher jedoch noch nirgends (bewusst) gesehen. Das Rezept ist sowieso nur ein ‚Vorschlag‘, also wenn kein Rauchzeugs zur Verfügung steht, dann gerne halt mit viel Pfeffer als Pfeffervurst, oder mit xyz als xyz-Vurst.🙂 So, ich hoffe, ich konnte helfen!
    Beste Grüße
    f

  2. hey, also die inhaltsstoffe sind: wasser, natürliches hickory-aroma, branntweinessig, emulgator e433. Wie eine kurze Recherche ergab, ist der letztgenannte Emulgator möglicherweise tierischen Ursprungs, beim Branntweinessig ist es ja ebenfalls nicht ganz klar, ob mit Gelatine geklärt oder nicht. Hm, blöd. Hab‘ mir da bisher auch nie Gedanken ddrüber gemacht, zumal „Liquid Smoke“ mir nicht nur einmal bei veganen Rezepten über den Weg lief. Du kannst höchstens mal bei diversen Veganversänden nachschauen, ob du dort sowas findest, oder eben drauf verzichten.
    Hoffe, das hilft dir ein bisschen.
    Bye
    f

  3. Sooo….ich hab die Vurst nachgemacht.
    Geschmacklich in Ordnung, mir persönlich fehlte etwas Salz und noch irgendwas, was ich nicht genau benennen kann.
    Die Konsistenz hingegen ging gar nicht, sie erinnerte fatal an Schweineschwabbel. Ich vermute, daß ich entweder etwas zu viel Wasser verwendet habe oder Du den Aufschnitt extrem dünn geschnitten hast, so daß das nicht ins Gewicht fiel.
    Aber ich bin ja nicht zum Meckern hergekommen, sondern um ein dennoch positives Fazit abzugeben:
    in viel Fett knusprig angebraten ist die Vurst echt klasse und gibt ein 1a Burger-Patty ab, vor allem da durch das Braten ein Röstzwiebelaroma entsteht.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s