Zucchini-Baba-Ganoush

2011-08-08 11-44-39 - Z8080022

Tja, was machste, wenn du noch einige Zucchini rumfliegen hast, die schnellstmöglich verwertet werden müssen, aber weder eine konkrete Idee, noch Lust, sie zu füllen oder sonstigen Aufwand zu betreiben? Just, als dieser Fall eintrat, stieß ich in meiner Blogliste über einen Eintrag bei Bitter Sweet, in welchem die Zucchini als Auberginenersatz im klassischen Baba Ganoush fungieren. Selber habe ich letztgenanntes noch nie verzehrt, hab hier allerdings eine neulich gekaufte Dose rumfliegen. Da ich Sachen mit Tahin, wie Hummus, aber eh toll finde, ließ ich es auf einen Versuch ankommen. Und der hat sich gelohnt, auf jeden Fall. Macht sich hervorragend als Beilage zu irgendwelchen „Fleischersatz“-sachen, aber auch mit gegrilltem Gemüse oder einfach als Brotaufstrich. Und eben sehr einfach zu machen, zumal Zucchini aktuell ja eh ’nichts‘ kosten.

Zutaten

  • 2 mittelgroße Zucchini
  • 2 Knoblachzehen
  • Olivenöl
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1,5 EL Tahin
  • Salz
  • 1 TL Kreuzkümmel

Zubereitung

Die Zucchini in Scheiben schneiden, salzen, mit Olivenöl bepinseln oder -sprühen und zusammen mit dem ungeschälten Knoblauch für 30 Minuten bei 200 Grad rösten. Knoblauch schälen, alles pürieren, mit 2 EL Olivenöl und den restlichen Zutaten würzen, kalt stellen.

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Zucchini-Ricotta-Quiche

2011-08-01 20-13-55 - Z8010198

Quiche ist immer das Gericht, was ich zubereite, wenn mir sonst nix einfällt. Sieht immerhin schön aus, mensch benötigt nicht noch weitere Komponenten und wenn ein Rührgerät zur Verfügung steht, ist auch der Teig nicht mal ‘ne geringe Hürde. Da ich, wie bereits erwöhnt, noch ein paar Zucchini rumfliegen hatte, sollten diese die Hauptzutat bilden. Kurz zuvor las ich erst von diversen Zucchini-Ricotta-Tartes und dank des Tofu-Ricottas aus dem Veganomicon hatte ich dann auch eine Verwendungsmöglichkeit für den Klumpen Tofu, der hier noch rumflog. Reste meines Käses kamen dann auch noch zum Zug, es war quasi ein Restefest.

Zutaten für 4 Portionen

Teig

  • 250g Mehl (halbe-halbe 405er und Dinkel-Vollkorn)
  • 7 EL Wasser
  • 100g Alsan, in Flocken
  • Thymian
  • Salz
  • 1 TL Backpulver

Füllung

  • 300-400g Zucchini (schätzungsweise, es waren 2 mittelgroße)
  • 100g Tomaten
  • 400g Tofu
  • 2 TL Zitronensaft
  • 1 TL Olivenöl
  • 2 EL Hefeflocken
  • Salz, Pfeffer
  • veganer Käse, gerne auch Hefeschmelz; Ich nahm eine Mischung aus Vegourmet Bianco und diesem hier

Zubereitung

Aus Mehl, Wasser, Alsan, Thymian, Salz und Backpulver einen geschmeidigen, nicht zu trockenen, aber auch nicht klebrigen Teig herstellen. Zu einer Kugel formen und für 30 Minuten in den Kühlschrank packen.
Den Tofu in eine Schüssel krümeln, Olivenöl, Hefeflocken, Zitronensaft und Slaz und Pfeffer dazugeben, mit einer Gabel vermengen, und dabei versuchen, größere Brocken zu zerdrücken.
Die Zucchini in dünne Scheiben schneiden, auf ein Brettchen legen, salzen.
Den Herd auf 200 Grad Celsius vorheizen.
Mit dem Teig eine 26cm-Springform auskleiden, dabei einen Rand hochziehen. Zuerst die Tofumischung einfüllen, mit einem Löffel o.ä. glätten. Dann die Zucchinischeiben fächerartig/überlappend in konzentrischen Kreisen hineinlegen. Bei mir waren es letztlich 2 Schichten. Die Tomaten in Scheiben schneiden und ebenfalls nebeneinander hineinlegen. Frisch gemahlenen Pfeffer und Salz darüber streuen. Käse o.ä. oben drauf geben. Im Ofen für 45 Minuten backen, hinausnehmen und 5 Minuten auskühlen lassen, anschneiden.

2011-08-01 20-13-32 - Z8010194

Seitan-Gyros

Gyros! Dazu gibt’s nicht viel zu sagen. Eines der wenigen griechischen Gerichte, die ich kenne und mir gleichsam schmeckten. Wenn ich mich selber an einem veganen Pendant versuchte, nahm ich meistens der Einfachheit halber Sojaschnetzel. Wenn ich dann aber mal in irgendeiner Dönerbude zu Gast war, fand ich, dass diese dünn vom Dönerspieß abgeschabten Streifchen einfach auf eine andere Art lecker aussahen. Da ich nun hier wieder etwas mehr Zeit und auch den nötigen Platz hatte, dachte ich mir, mach ich das diesmal auch ‘richtig’. Noch besser wäre es lediglich gelungen, wenn ich einen Mini-Dönerspieß zur Verfügung gehabt hätte, also so richtig mit Hitze von der Seite und Rotation usw. Ich schwöre, sobald ich reich bin und ’ne eigene Bude habe, kommt mir sowas auch in’s Haus, einfach so, weil ich’s kann.
Achja, ich habe, da vom Naan noch Joghurt übrig war, daraus noch versucht, einen Tsatsiki zu zaubern. Das Produkt war Alpro Natur. Nachdem ich irgendwann letztes Jahr in diversen Blogs von einer Rezepturänderung las, ahnte ich schon das schlimmste, aber ich habe hierzulande noch keinen Sojajoghurt einer anderen Firma gesehen. Naja. Die Befürchtungen sind schon so eingetreten, wenn ich vielleicht nicht ganz so krass: unglaublich vanillig und süß, das Ganze. Keine Ahnung, mit wieviel anderen Gewürzen mensch das zuballern müsste, um geschmacklich auf das Niveau eines echten Tsatsikis zu kommen, ich hatte auch keine Lust darauf, dass meine Geschmacksrezeptoren den Generalstreik antreten. Es war und ist essbar, aber das letzte, was in Tstatsiki gehört, ist Vanille. Naja.

Zutaten für 4-5 Portionen

  • 300g Gluten
  • 2 EL Gyros Gewürzmischung
  • 1 EL gekörnte Brühe
  • 350ml Wasser
  • 50ml Olivenöl
  • 1-2 EL Zuckerkuleur
  • 1 EL getrocknete Zwiebeln
  • Salz, Pfeffer
  • 3 Zwiebeln

Zubereitung (90 Minuten Zubereitungszeit (davon 45 Dampfgaren))

Ganz simpel: die trockenen Zutaten grob vermischen, das Gleiche mit den nassen Sachen veranstalten und alles zusammenkippen, durchrühren, verkneten, bis eine nicht mehr klebrige Masse entsteht. In einem Topf mit einem Dämpfeinsatz ein paar Handbreit Wasser erhitzen. Die Glutenmasse zu einer dicken Wurst (wie so ein Dönerteil!) formen, in einem größeren Stück Aluflolie wie ein Bonbon verschnüren und über dem gerade erhitzten Wasser für 60 Minuten mit Deckel dämpfen. Abkühlen lassen, auspacken.

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Am Besten nun die Wurst hochkant auf ein Schneidebrett stellen und mit einem scharfen (!) Messer dünne Streifen von allen Seiten herunterhobeln.

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Das ist jetzt auch das aufwändigste des ganzen Gerichts und dauert vielleicht ein paar Minuten.

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Die Zwiebeln abziehen und in Ringe schneiden. Nun in einer Pfanne Olivenöl erhitzen, die Zwiebeln und die Gyrosstreifen hineingeben und rundherum anbraten. Noch mit etwas Salz und Pfeffer und ggf. Gyrosgewürz abschmecken. Saulecker und schöne Konsistenz. Am besten natürlich mit Fladenbrot und Tstatsiki servieren.

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Naan-Brot

Ich mag indisches Essen sehr sehr gerne, komme leider aber nicht so oft dazu, solches zuzubereiten, u.a. auch, weil mein primärer Essensgast da ein paar Vorbehalte hat. Neulich habe ich dann endlich mal Aloo Gobi zubereitet, das Rezept folgt dann auch (irgendwann). Dummerweise gab es nur schnödes Fladenbrot dazu, dabei stehe ich schon immer total auf Naan-Brot und wollte selbiges auch schon seit Jahren mal selber machen (hatte allerdings auch fast nie Sojajoghurt im Haus). Mit ein paar Wochen Verspätung tat ich es dann auch endlich am vergangenen Wochenende vor nunmehr 2 Wochen, und geschmacklich war es auch wirklich einwandfrei. Die Zubereitung war eigentlich auch ganz einfach (der Brotbackautomat übernahm das Kneten), aber mir fiel wieder ein, warum ich solche Hefegebäcke immer so lange vor mir herschiebe: Teig ausrollen! Das war wirklich ein bisschen nervenaufreibend, immerhin waren es 24 Brote, also 24 Kügelchen formen, 24 mal ausrollen, 48 mal feststellen, dass der Teig am Brett oder am Nudelholz klebt, 48 mal neu einmehlen, usw. usf. Letztlich hat das auch nur ‘ne Stunde gedauert, aber es kam mir weit länger vor. Ich habe schon etliche Male bei Google nach solchen Maschinchen gesucht, mit denen manche Pizzabäcker ihre Teige ausrollen: zwei gegeneinander rotierende Walzen, zwischen die der Teig gegeben wird und innerhalb von Sekunden zu einem dünnen Fladen ausgerollt wird. Leider habe ich sowas noch nicht für den Endverbraucher gesehen. Bisweilen spiele ich auch mit dem Gedanken, meine Pastamaschine dafür zu missbrauchen, aber ich glaube, die ist auch zu klein für sowas, und ja eher für absolut trockene Teige geeignet. Naja. Die neuen Leiden des jungen B. Bzw. F.B.

Zutaten für 24 Stück

  • 500g Mehl
  • 2 TL Zucker
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 1 TL Salz
  • 2 EL Olivenöl
  • halber Becher Sojajoghurt
  • 1,5 TL Backpulver

Zubereitung

Aus den genannten Zutaten einen Hefeteig herstellen und diesen in einer eingegölten Schüssel 2 Stunden gehen lassen. Im Anschluss noch einmal kurz durchkneten.
Den Teig in 24 Portionen aufteilen (halbieren, halbieren, halbieren und dritteln), zu Kügelchen formen, ausrollen und ohne Öl in heißer Pfanne je 2-3 Minuten pro Seite backen. Warm servieren! Lässt sich auch gut aufbacken, 3 Minuten bei 150 Grad reichen normalerweise schon.

2011-07-31 17-57-17 - Z7310115

Gefüllte Riesenchampignons

2011-07-30 19-53-53 - Z7300090

Es ist Samstag Nachmittag, verschiedene Lebensmittelgeschäfte hauen ihr Sortiment raus und ich kann beim Anblick von roten Preisschildchen kaum an mich halten und gehe, obwohl sich daheim die Vorräte stapeln, erneut mit irgendwelchem Gemüse heim, was ich eigentlich gar nicht brauche und nicht weiß, was ich damit anfangen soll. Diesmal gab es wenigstens Riesenchampignons, die ich schon immer mal haben wollte, da die sich so gut füllen lassen. Dazu noch ein paar Zucchini und Cherrytomaten, die ich sowieso immer gut finde. Käse war ja auch noch da und das Gericht damit quasi komplett. Um es noch ein bisschen ‘aufzupeppen’, entschied ich mich, die Tomaten erst anzurösten und im Anschluss zu trocknen, damit ein bisschen mehr Aroma dran kommt. Daher sind auch nicht viele Gewürze vonnöten, der Geschmack des Gemüses steht im Vordergrund und wird nur ein bisschen durch die Standardgewürze hervorgekitzelt.

Zutaten für 3-4 Portionen

  • 500g Riesenchampignons
  • ca 400g Zucchini
  • 125g Cherrytomaten
  • 50g veganer Käse (diesen hier)
  • Salz, Pfeffer
  • Olivenöl

Zubereitung

Die Zucchini in eine Schüssel raspeln, salzen, durchrühren. 5 Minuten stehen lassen, in ein Sieb geben, damit das Wasser, welches die Zucchini abgeben, abfließen kann. Die Tomaten halbieren. Ofen auf 130 Grad Celsius vorheizen. In einer Pfanne mit Deckel einen Schwapp Olivenöl stark erhitzen. Wenn sich Bläschen bilden, sobald mensch einen Kochlöffel in’s Öl hält, ist die benötigte Temperatur erreicht. Die Tomaten hineingeben (Vorsicht: Spritzt!) und sofort den Deckel auf die Pfanne geben. 1-2 Minütchen rösten, zwischendurch mal durchschwenken. Zwischenzeitlich die Zucchini ein bisschen auspressen. Die Hitze in der Pfanne reduzieren und die Tomaten noch 2, 3 Minuten garen. In eine feuerfeste Form geben und für 30-40 Minuten in den Ofen, zur Trocknung. Die Pfanne erneut erhitzen und die Zucchinstreifen hineingeben. Da jetzt kein Öl mehr vorhanden sein sollte, dürfte auch nichts spritzen. Die Hitze reduzieren und die Zucchinistreifchen 5 Minuten rösten. In eine Schüssel geben. Den Käse hineinraspeln und, nach Ablauf der o.g. 30-40 Minuten, auch die Tomaten dazugeben, alles miteinander verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Herd nun auf 200 Grad Celsius heizen. Die Stiele aus den Champignons herausdrehen und letztere mit der Masse füllen. In eine Auflaufform nebeneinander legen (mit der offenen Seite nach oben, ist klar), und in den Ofen geben, für 30 Minuten. Ich hatte noch Reste einer Tomatensauce, die hab’ ich dann einfach mit in die Auflaufform gegeben. Aber die Champignons verlieren selber genug Flüssigkeit, dass da nix anbrennt.

2011-07-30 19-53-10 - Z7300084