Gegrillte Aubergine mit schwarzen Linsen

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Da ich nicht weiß, wie ich diesmal den Artikel einleiten soll, möchte ich kurz erwähnen, dass sich die seit 2 Monaten hier wohnende Miezekatze und ich langsam einander annähern. Geschlagene 8 Wochen dauerte es, bis sie zum ersten Mal, während ich im Zimmer war, aus ihrem Versteck hervorgekrochen kam, um zu fressen. 3 oder 4 Tage darauf saß sie dann bereits abends keinen halben Meter von mir entfernt und beobachtete mich beim Bewegtbilderkonsum (das macht sie seit Anfang der Woche). Berührung scheut sie noch sehr, aber sie ist unglaublichlich fasziniert von mir, das ist toll.

So, weiter im Text. Momentan verzehre ich so gut wie keine frischen Lebensmittel, und ich weiß, dass das wirklich nicht gesund ist. Aber das liegt wahrscheinlich daran, dass noch so viele Dosen und Büchsen und Gläser mit verschiedenen Dingen rumstehen und auch noch so viel Eingefrorenes auf mich wartet. Wie dem auch sei, nachdem ich neulich ein bisschen das Ox-Kochbuch Nr. 5 studierte, kaufte ich mir spontan Zucchini und eine Aubergine. Ohne, dass ich genau wusste, was ich damit anfangen soll. Aber allein das Kochen mit frischem Gemüse machte mich ein bisschen juckig. Das schöne Buch „Genussvoll Vegetarisch“ von Yotam Ottolenghi, den ich aus irgendeinem Grund (ich denke, es ist sein Name) sehr schätze, gab rasch Antwort: „Gegrillte Aubergine mit Linsen“. Klingt jetzt erstmal nicht so aufregend, und zugegeben, aufregend ist es wirklich nicht. Aber lecker. Ich mag „östliche“ Küche, also nah-, mittel- und auch fern-östlich, was jetzt ne sehr dumme Aussage ist, weil sie ungefähr so originell ist wie die Statements der Teilnehmerinnen bei Misswahlen, wie sie in US-amerikanischen Filmen und Serien dargestellt werden. Ich wünsche mir Weltfrieden. Ich mag fernöstliche Küche. Einzige Ausnahme: Little Miss Sunshine. Schöner Film. Egal. Jedenfalls, ich hab das halt mal gemacht. War gar nicht schwer, nur zeitaufwändig. Da ich ein bisschen rumvariiert habe (aber nur ein ganz kleines bisschen!) veröffentliche ich das hier. Pff. Dieses Buch oder andere Werke von Yotam Ottolenghi sollte auf jeden Fall jede und jeder kaufen, die oder der das Geld übrig hat und wie ich seinen Namen oder die Dinge, die er so kocht, mag.

Ans Werk, kleine Feen!

Zutaten für 2 Portionen

  • 1 Aubergine
  • 2 Möhren
  • Balsamicoessig
  • 1/2 Tasse Belugalinsen
  • 1 Zwiebel
  • 100g Knollensellerie
  • Balsamico Essig
  • Olivenöl
  • Thymian
  • Pfeffer
  • Salz
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 TL Zucker
  • 6 Cherrytomaten
  • je 1/2 EL Petersilie, Koriander, Dill (gerne frisch, zur Not: getrocknet)
  • optional: ein Klecks Sojajoghurt

Zubereitung (Dauer: 90 Minuten sollten eingeplant sein)

Zuerst die Aubergine mit etwas Spitzem rund herum ein paar Mal einstechen und im Ofen direkt unter dem Grill bei 200 Grad Celsius eine Stunde lang ordentlich verbrennen. Hin und wieder wenden. Tipp: Alufolie oder so unterlegen, denn das Gemüse verliert ordentlich Flüssigkeit, die dann irgendwo rumsuppt. Währenddessen die beiden Möhren schälen, eine davon ganz grob würfeln. Die Zwiebel abziehen und halbieren. Den Sellerie würfeln. Das eben geschnittene Gemüse (eine Möhre zurückhalten!) zusammen mit den Linsen, dem Lorbeerblatt und Thymian in genügend Wasser aufkochen und bei niedriger Temperatur köcheln lassen. Das dauert so 20 Minuten, bis die Linsen weich sind. Sie sollen aber nicht zerfallen! In ein Sieb gießen, die Zwiebel und die Möhrenstücke herausfischen und entsorgen. Die Linsen in eine Schüssel geben, 1 EL Balsamico, 1 EL Olivenöl, Petersilie, Koriander und Dill dazugeben und vermischen.

Die Tomaten halbieren, die andere Möhre würfeln. Wenn die Aubergine gar, d.h. rundum schwarz ist und bestenfalls zusammengefallen, die Schale vorsichtig aufschneiden und das Fruchtfleisch mit einem Löffel auskratzen und in ein Sieb geben, dort abtropfen lassen. Möhrenwürfel und Tomaten zusammen mit dem Zucker und 1 Esslöffel Olivenöl in eine flache Auflaufform geben, gut verteilen und bei 130 Grad Celsius für gut 20 Minuten in den Ofen geben.

Die abgetropfte Aubergine mit 1 TL Balsamico, Salz und Pfeffer würzen. Wenn die Möhren und die Tomaten gar sind, d.h. die Möhren haben noch etwas Biss, diese zu den Linsen geben und vermischen.

Die Linsenmischung auf 2 Teller aufteilen, darauf jeweils einen Esslöffel der Aubergine und ggf. noch etwas Sojajoghurt geben.

Dazu lässt sich bspw Fladenbrot verspeisen. Prinzipiell gibt das sicher auch eine gute Füllung für Pitabrote ab (auf diese Weise werde ich den Rest heute Abend verzehren).

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