Auberginenmatjesröllchen

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Guten Abend liebes Publikum,

so richtig gute Gründe, einen neuen Eintrag zu verfassen, habe ich gerade eigentlich nicht, weder ein supergutes (!) neues Rezept, noch sonst irgendetwas. Weniger gute Gründe hingegen sind vorhanden, nämlich die Tatsache, dass der letzte Eintrag bereits fast 4 Wochen zurückliegt und ich soeben etwas zubereitete, das seit dem Durchblättern der aktuellen Fassung des Ox-Kochbuches (Nr 5., siehe letzter Eintrag) auf meiner to-cook-Liste (die habe ich tatsächlich) steht („vegane Dillhappen“, S. 150, die als vegane Alternative zum Matjes angepriesen werden) . Grund für die aktuelle kleine Pause hier ist die Kombination aus Zeitmangel in Folge von diverser entgoltener und unentgoltener Arbeit (Buchmesse, Korrekturarbeiten, Wissensaneignung) und, ausgelöst von eben diesem Zeitmangel, wenig in die Erprobung neuer Rezepte investierte Energie. Stattdessen gab es entweder aufgewärmtes, nachgekochtes oder fremdzubereites Essen, die meiste Zeit eigentlich. Egal. Jedenfalls: in der Küche, in der ich im letzten Jahr arbeitete, war ich u.a. für die Zubereitung der „Matjeshappen“ genannten Vorspeise zuständig, welche aus mit Remoulade gefüllten Heringsfilets, serviert mit Bratkartoffeln, besteht. Dies hier ist weder Rezept noch Imitation dessen, sondern kann vielleicht als kleine Anregung verstanden werden (so a la: was zur Hölle mache ich mit der Aubergine, die im Kühlschrank vor sich hinwelkt?). Außerdem fand ich schon damals die Art und Weise des Anrichtens ganz hübsch anzusehen und wollte ähnliches auch einmal hier präsentieren. Da ich keine Lust hatte, extra Remoulade herzustellen und auch nicht für teuer Geld welche anschaffen wollte, kam eine Zutat zum Einsatz, die hier auch seit einiger Zeit dank bereits abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum jedes Mal meinen Namen schreit, wenn ich am Vorratsregal vorüberschreite: Pindjur. Die verwendete Aubergine stammt noch aus meinem letzten vom Auberginen-Jieper verursachten Beutezug vor drei Wochen oder so und sollte eigentlich für ein weiteres Ottolenghi-Rezept herhalten. Beim nächsten Mal, ich versuche es zu versprechen! Whatever. Ich preise dieses „Gericht“ an als hübsch aussehende Auberginenverwertungsmöglichkeit, die recht schnell geht, kaum Zutaten erfordert und, nunja, in meinen Augen hübsch aussieht. Da es albern wäre, eine Zutatenliste mit 2 Pflichtingredienzien herzustellen, mach ich’s diesmal ohne, stattdessen im Fließtext.

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Also, die Zutaten für 2 Portionen sind eine Aubergine und Salz, darüberhinaus noch eine Füllmasse in Form von Remoulade, Pindjur, Ajvar oder was auch immer eine einigermaßen viskose Konsistenz hat, und eine Sättigungsbeilage, in meinem Fall war das ein schnödes Brötchen, aber Bratkartoffeln sind auch super, oder ein Kartoffelsalat oder irgendetwas anderes Kohlenhydrathaltiges. Des Weiteren vielleicht etwas Kresse, Röstzwiebeln oder, was ich verwendete, Röstzwiebelöl (leicht herzustellen und lecker, aber das Rezept möchte ich aktuell ungern posten, da es von meinem ehemaligen Küchenchef stammt). Als Zubereitungsdauer kann insgesamt maximal eine Stunde eingeplant werden, aber die meiste Zeit hat man oder frau nix zu tun, netto sind es keine 10 Minuten. Also: Die Aubergine in Scheiben schneiden, in meinem Fall waren das 6. Diese dann kräftig salzen, von beiden Seiten, nebeneinander auf Küchenrolle betten, mit Küchenrolle bedecken und etwas schweres darauf legen, ein Brett oder so. 30 Minuten so verharren lassen, damit die Aubergine Flüssigkeit (und Bitterstoffe) verliert. Wasser in einem ausreichend großen Topf zum Kochen bringen, kräftig (!) salzen und die Scheiben 5 Minuten köcheln, herausnehmen, nebeneinander abkühlen lassen. Hübsche Kringel daraus formen, füllen, mit Kresse bestreuen, Öl, Röstzwiebeln oder dergleichen darüber streuen und mit der Sättigungsbeilage, die hoffentlich in der Zwischenzeit auch bereits zubereitet wurde, servieren.

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