Bunter Nudelsalat mit Roter Bete, weißen Bohnen und grünem Bärlauch

2013-04-20 19-00-51 - P4202286

Nachdem ich heute die erste Steuererklärung meines Lebens anfertigte und nach der Maxime “Nur Sachen eintragen, von deren Wahrheitsgehalt ich hundertprozentig überzeugt bin” verfuhr, d.h., nur wenig mehr als meinen Namen und mein Geburtsdatum eintrug – ein Zugeständnis an meine Hoffnung, dass die Damen und Herren vom Finanzamt Milde walten lassen, immerhin (!) arbeitete ich ja entgegen meiner Gewohnheiten nicht mit Pseudonymen – schrie der Tag nach weiteren Nova: zum ersten Mal weiße Bohnen zubereiten, zum ersten Mal eigenhändig rote Bete kochen. Huiuiui, ein Leben auf der Überholspur (diese Wendung habe ich mit Sicherheit bereits auf diesem Blog gebraucht, mensch möge es mir nachsehen). Beides flog noch so bei mir rum, die roten Beten im Kühlschrank, die Bohnen in einem von Mutti befüllten Glas. Zur eigentlichen Zubereitung beider Gemüsen gebe ich keine Hinweise, da es sich mehr um “einfach tun und zwischendurch nervös im Internet nachschlagen, wie denn andere in ähnlichen Situationen verfuhren” handelte. Im Idealfall hast du, liebe Leserin, lieber Leser, bereits gekochte Bohnen und gekochte rote Bete im Haus und dann geht das alles auch ganz ganz fix. Da ich nix abwog, gibt es diesmal auch keine Mengenangaben. Es war eh mehr ein “gucken, ob’s schmeckt”, und ja, das tut es. Die Mengen kann dann jede und jeder nach eigenem Gusto gestalten. Rote-Bete-Aficionados und Aficionadas werden vermutlich mehr von diesen roten Runkeln verwenden wollen; ich, der ich dieser Erdfrucht in der Vergangenheit mit mehr Abscheu als Zuneigung gegenüber stand, finde, dass es nicht unangenehm hervortrat, von der Färbung vielleicht abgesehen. Aber als ganz groben Hinweis: es ergab geschätzt 4 Portionen (als Hauptmahlzeit); ich hatte 300g Joghurt, eine etwa gleich große Menge roter Bete und Bohnen, geschätzt jeweils 100-150g, ca. eine Handvoll Bärlauch, vielleicht 5-8 Tomätchen. Schön hätte ich es ja gefunden, wenn die roten Rübchen weniger rumgefärbt hätten und statt dessen jede Zutat in ihrer eigenen Farbe brilliert hätte. Das hätte sehr schön ausgesehen, aber ein rosafarbener Nudelsalat schmeichelt dem Auge ja auch ein bisschen und ich fühlte mich dumpf erinnert an eine Zeit, in der ein wunderbarer Mensch Kartoffelbrei und Saucen mittels Lebensmittelfarbe in einen visuellen Acid-Trip verwandelte.

Zutaten (Menge nach Wahl)

  • Sojajoghurt
  • Nudeln
  • Bärlauch
  • rote Bete, gekocht
  • Bärlauch
  • weiße Bohnen, gekocht
  • Cherrytomaten
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung (Dauer: 30 Minuten maximal)

Nun, was gibt es zu einem Salat groß zu berichten? Die Kurzfassung lautet: Zutaten (s.o.) mischen. Die Langfassung geht so: Nudelwasser aufsetzen, Nudeln kochen. Rote Bete in Streifen hobeln oder in Würfel schneiden. Sojajoghurt in eine große Schüssel geben. Bärlauch in Scheiben schneiden, dazugeben. Tomaten grob würfeln und zusammen mit den Bohnen und den Beten ebenfalls dazugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nudeln abgießen und in einen Topf kalten Wassers werfen, um sie rasch abzukühlen. Abtropfen lassen und zu der Joghurtmasse geben, alles ordentlich miteinander verrühren bis ein homogener Rosaton die Schüssel füllt. Kaltstellen und irgendwann essen.

2013-04-20 19-00-41 - P4202283

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