Balsamicozwiebeln bzw. Zwiebelconfit

Herr- bzw Frauje. Einige Wochen gingen bereits wieder in’s Land seit dem letzten Eintrag. Und erneut gibt es einfach keine dollen Anekdoten oder so, mit denen ich die gesamte vegane Leser- und Leserinnenschaft in meinen Bann zu ziehen vermögen könnte. Zwischenzeitlich trieb mich das Wetter zum Radfahren, Sonnenbaden und Heimwerken, mittlerweile jedoch wieder nur mehr so zum Wahnsinn. Neulich las ich auch irgendwo, dass Menschen, je älter sie werden, umso öfter über’s Wetter sprechen. Möglich, dass das ein Gemeinplatz ist. Mich selber unter die Lupe nehmend konnte ich dies auf jeden Fall verifizieren. Die Wetter-„App“ meines „Smartphones“ ist die definitiv am meisten genutzte, die Internetseite Wetter.com eine täglich aufgerufene und im Gespräch, ob mündlich oder schriftlich, ist es auf jeden Fall ein wiederkehrender Topos. Vielleicht liegt es auch daran, dass es dank der Schwankungen hinichtlich Temperatur und Niederschlagsart und -Menge ein breiteres Sprektrum hinsichtlich der korrelierenden Gefühlsausprägungen bietet als bspw. Kapitalismus, Gesellschaft oder Fernsehprogramm, und allein daher schon einen größeren Kommunikationsbedarf auslöst, man berichtet ja gern darüber, dass etwas toll, aber kontrastierend dazu eben auch, etwas anderes toooootale scheiße sei. Also ich persönlich hätte nichts dagegen, wenn es immerzu sonnig und mollig warm wäre und ich würde auch nicht müde werden, darüber zu sprechen, wie toll ich das doch fände. Also, Wetter, wenn das da draußen alles nur wegen des befürchteten Ausbleibens von Aufmerksamkeit passiert: keine Sorge! Ich rede trotzdem über dich, immer und immer wieder!

Naja, ich hab mehrfach in Blogs von „Balsamicozwiebeln“ gelesen und irgendwann auch gecheckt, dass das wohl das gleiche sei wie Zwiebelconfit, was irgendwie nochmal ’nen Zacken toller klingt. Orientiert habe ich mich schließlich hieran. Lässt sich auf’s Wilmersburgerbrötchen mit oben drauf hauen oder auch angeblich als Beilage für „Fleischersatz“, das habe ich jedoch noch nicht probiert. Also um ehrlich zu sein, habe ich das Rezept nachgemacht, weil ich es einfach machen wollte, ohne zu wissen, wofür und weshalb. Aber da es sich auch eine Weile im Kühlschrank hält, ist das ok.

Zutaten für ein Glas

  • ½ kg Zwiebeln bzw Perlzwiebeln
  • 3 Zweige Thymian
  • 100ml dunkler Balsamico
  • 1 ½ EL brauner Zucker
  • Salz
  • Pfeffer
  • 40-50g Alsan

Zubereitung (Dauer: ca eineinhalb Stunden, circa, plus ggf. „Einweichzeit“)

Die Zwiebeln schälen. Wer, wie ich, Perlzwiebeln verwendet hat, macht es am besten folgendermaßen: die Zwiebeln eine Stunde oder so in kaltes Wasser einlegen, dann geht die Schale weit entspannter runter. Denn sonst ist trotz scharfen Messers zumindest bei mir Heulen angesagt und es dauert halt auch ne halbe Ewigkeit. Wer normale Zwiebeln nimmt, diese nach dem Schälen in (Halb-)Ringe schneiden, bei Perlzwiebeln reicht es, wenn sie halbiert werden. Die Alsan in einem weiten Topf oder einer Pfanne schmelzen, die Zwiebeln, Salz, Pfeffer und Thymian dazu und bei geringer bis mittlerer (!) Hitze eine halbe Stunde lang garen, häufig umrühren, denn die Zwiebeln sollen hell bleiben und nur glasig werden. No Röstaromen for you! Nach besagter halben Stunde den Zucker und den Balsamico dazugeben und eine weitere Stunde (spätestens jetzt ohne Deckel) garen und immer wieder umrühren. Das Endprodukt sollte relativ trocken, der Balsamico eingekocht sein. In Gläser füllen und im Kühlschrank lagern. Ich habe ein Twist-Off-Glas verwendet, da erstens verfügbar und zweitens verlängert es vielleicht die Haltbarkeit ein bisschen (bevor ich es aufmache, also morgen oder so), aber keine Ahnung, ob das in diesem Fall stimmt. Angeblich hält es sich im Kühlschrank einen Monat oder länger, dazu kann ich aber nichts sagen.

2013-05-03 13-49-51 - P5032364

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