FISCHSTÄBCHEN!!! JA, FISCHSTÄBCHEN, OHNE FISCH!

2013-08-18 18-58-00 - P8183995

Kinderessen! Nicht zu verwechseln mit dem ähnlich klingenden Titel von Jonathan Safran Foer! Es ist nunmehr über 13 Jahre her, seit ich zum letzten Mal Fisch gegessen habe. Ich mochte das damals, aber es war nicht so, dass es mir dann besonders gefehlt hätte. Aber es ist, wie so oft, einfach eine Frage der Machbarkeit. Zu behaupten, ich liebte Herausforderungen, wäre eine stramme Lüge, denn für gewöhnlich vermeide ich jegliche Situationen, in denen ich scheitern könnte, das sieht man auch an diesem Blog: Maßnahmen zu ergreifen, die den Bekanntheitsgrad erhöhen könnten, indem ich ganz viel bei anderen kommentiere oder Gewinnspiele veranstalte oder weiß der Geier, vermeide ich bewusst, denn wenn irgendwelche investierte Zeit oder Energie sinnlos verpuffen würde und nicht das gewünschte Resultat erbrächte, würde mich das vermutlich in einen Taumel aus Selbstzweifeln oder so stürzen. Außerdem wachsen dann ja auch gleichzeitig die Erwartungen von außen.. Wie dem auch sei, kulinarisch bin ich da minimal aufgeschlossener, zumal hier auch seit einigen Jahren das wunderbare Buch “Neue vegetarische Rezeptideen” einer Brigitta Klingel rumfliegt. Darin sind viele z.T. wirklich außergewöhnliche Ingredienzkonglomerate versammelt, wobei die Resultate vielleicht nicht immer so ganz dem tierischen Äquivalent nahekommen, aber das macht nichts, meiner Meinung nach, allein der Versuch bekommt schon Punkte von mir, ist wie bei Olympia. Jedenfalls sind dort auch ein paar Rezepte für vegetarische/vegane Fischgerichte versammelt, u.a. eben auch für Fischstäbchen. Ich habe das Rezept auch bereits vor ein paar Jahren mal nachgemacht, jedoch mit Seetang statt Algen, was ein böser Fehler war, denn egal, wie ich mit dem Tang verfuhr, er ließ sich nicht zerkleinern. Ich bin mir sicher, es wäre auch eine gute Einlage für schusssichere Westen, wenn ich die Zähheit als Indikator heranziehe. Neulich dann mal im örtlichen Asiasupermarkt eine Packung Algen (siehe unten!) gecheckt und das Bedürfnis verspürt, mal wieder so einen Quatsch zu machen. Da das Rezept ein wenig von mir modifiziert wurde, bin ich so frei, es hier reinzustellen. Falls jemand das Bedürfnis hat, dagegen gerichtlich vorzugehen, habe ich so zumindest die Rolle des Märtyrers inne – mehr, als Mutti je von mir erhofft hatte. Ein Bild der Verpackung der benutzten Algen ist unten angefügt. Der Geschmack ist nicht so richtig fischig; als ich neulich in Hamburg bei einer Art Fischmarkt an irgendeiner Art Hafen war, war bereits in der Luft die Konzentration an Fischaromen höher als in diesem Essen. Interessierte können daher die Algenmenge gerne erhöhen, wobei ich als Warnung vorausschicken muss, dass nach dem ganzen Herumhantieren während der Zubereitung so manches Mal ein “OMG, wenn das schmeckt wie es riecht, kochste grad für den Mülleimer” in mir hochstieg (zum Glück nur das). Das Resultat war aber trotzdem schmackhaft. Achso, die Stäbchen lassen sich gut einfrieren, die Menge entspricht ca. 5 Portionen (beim ersten Mal aß ich 5 Stück, beim zweiten mal 4). Man hat dann also auch für spätere kein’-Bock-Momente was schnelles, was man in Ofen oder Pfanne werfen kann, während Pommes oder Instantkapü “zubereitet” werden. Was gut passt: Kartoffelpüree und Ketchup oder Senfsauce oder so. Gourmets packen noch ’ne Scheibe Zitrone druff!

Zutaten für 5 Portionen

  • ½ Liter Wasser
  • 1 EL Gemüsebrühpulver
  • 8 Pimentkörner
  • 8 Wacholderbeeren
  • 5 Nelken
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1/3 Packung Algen
  • ein Block Tofu
  • 1 Zwiebel
  • Zitronensaft
  • 10 EL Hefeflocken
  • Salz
  • Pfeffer
  • Glutenpulver
  • Mehl
  • Wasser/Sojamilch
  • Paniermehl
  • Öl zum Braten

Zubereitung (Dauer: insgesamt schon ein paar Stunden)

Wasser, Gemüsebrühpulver, Piment- und Wacholderbeeren, Nelken und Lorbeerblätter in einen Topf geben und aufkochen. Die Hitze reduzieren und ein wenig abkühlen lassen, die Lorbeerblätter entfernen. Die Algen dazugeben, die Zwiebel abziehen und vierteln und ebenfalls dazugeben und stehen lassen. Wenn alles abgekühlt ist, zusammen mit dem Tofu pürieren bzw in einen Mixer geben und mixen. Hefeflocken und Zitronensaft dazugeben und mit Salz und Pfeffer _kräftig_ abschmecken. Nun nach und nach Glutenpulver einrühren, bis es eine formbare Masse ergibt, es sollte nicht zu weich sein: Fischstäbchen sollten sich daraus formen lassen. Nun die Masse auf eine Unterlage streichen, am besten genau rechteckig und so ca. 2 cm dick. Mit einem scharfen Messer in Stäbchen schneiden, bei mir waren es genau 9×3 = 27 Stück.
Eine Panierstraße bauen: in 3 tiefe Teller jeweils Mehl, Wasser/Sojamilch und Paniermehl geben. Letzteres kann bei Bedarf noch mit Gewürzen vermischt werden.
Öl in einer Pfanne erhitzen und die Temperatur auf ? reduzieren. Die Stäbchen erst in Mehl, dann in Wasser oder Sojamilch und abschließend in Paniermehl wenden und in der Pfanne von beiden Seiten anbraten. Auf Küchenpapier geben, um sie etwas fettärmer zu machen.

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Paprika-Sahne-Geschnetzeltes nach (grob) ungarischer Art mit böhmischen Knödeln

2013-08-24 19-34-25 - P8244017

So, wie schon neulich einmal angekündigt: Hefeknödel! Aka böhmische Knödel. Mein unaufmerksames Ich hat jahrelang nicht gecheckt, dass die selbstgemachten Semmelknödel meiner Mutter und die gekauften Hefeknödel eigentlich gar nicht so viel gemeinsam haben. Die gekaufte Variante gab es recht häufig, v.a. an Feiertagen, wohingegen ich, wenn ich nicht auf Convenienceprodukte zurückgreifen wollte, auch immer nur Semmelknödel machte, was ich allerdings dann doch aufwändiger, hinsichtlich Zeit als auch Materialaufwand, finde. Und ich hab ja auch nicht immer Zeit oder Lust oder beides. Auf jeden Fall sehr simpel, sehr lecker und in Zukunft häufiger bei mir anzutreffen.
Wer die letzten Wochen nicht unter einem Stein verbracht hat, wird sicherlich die Diskussion mitbekommen haben, dass manche Menschen, die grob zu der Menschengruppe, welche bisweilen mit dem (meist) negativ konnotierten Begriff “Zigeuner” bezeichnet wird, gehören, keine Lust mehr darauf hatten, dass dieser Begriff noch umherschwirrt, insbesondere im Kontext einer Paprikasauce, deren Ursprung auch eh nicht viel mit besagter Menschengruppe zu tun hat. Die sog. “Zigeunersauce”. Ohne in die Diskussion einzusteigen – ich kann eh nur sagen, dass auf der Seite derer, die gänzlich die Orientierung in der Welt verlören, würden sie plötzlich im Supermarkt nach “Paprikasauce” schauen müssen, die größeren, und irgendwie auch zahlreicheren Idioten vertreten waren, wobei aber manche der eigentlich Betroffenen ja ebenfalls gegen diese Sprachregelung waren und sind. Als außenstehender kann man bei solchen Diskussionen eh nur verlieren, daher beschränkte ich meine Überlegungen auf die kulinarischen Aspekte. Die wiederholte Konfrontation mit dem Begriff ließ mich dann auch bei meinem geliebten Wochenmarkt ein knappes Kilo der roten Schoten einpacken, für einen Preis, für den man nicht mal den billigsten Rausch bekäme. Nach ein bisschen Recherche – und der beim Überblicken meiner Vorräte gemachten Erkenntnis, dass ich schnellstmöglich meine Sahne loswerden muss – fand ich die ursprünglichen Versionen allesamt öde, weil ohne Sahne, ohne Sojaschnetzel und überhaupt. Ohne besagte Sachen wäre es vielleicht eine “echte” sauce zingara, wie der Franzos’ wohl sagt. Aber man muss ja auch mit der Zeit gehen, denn sonst muss man mit der Zeit gehen, wie Bernd Stromberg mir einst vermittelte.

2013-08-24 19-23-13 - P8244012

Zutaten für 3-4 Portionen (die Hefeknödel reichen bei mir definitiv für 4, bei der Sauce ist es noch ein bisschen ungewiss, ob ich beim vierten Mal satt werde)

  • 450g Mehl
  • 1 Würfel Hefe (womöglich reicht auch ein halber?)
  • 200ml Sojamilch
  • 1 TL Salz
  • 500g Spitzpaprika
  • 1-3 (rote Zwiebeln)
  • 6-8 Sojamedaillons
  • 250ml (heiße) Gemüsebrühe
  • 1 TL Senf
  • Olivenöl
  • ein Glas trockener Weißwein
  • 1 TL Sambal Oelek (bzw. nach Geschmack; mir treibt der eine bereits den Schweiß auf die Stirn)
  • getrocknete Paprika
  • ein Päckchen Sahne nach Wahl
  • ein Schluck heller Weinessig

2013-08-24 19-34-15 - P8244015

Zubereitung (Dauer: Die reine Kochzeit der Sauce dauerte exakt so lang wie die beiden Hefeklöße, also 2×25=50 Minuten)

Zuerst der Funpart: zuerst jeweils Hefe und Sojamilch und Mehl und Salz und anschließend alles mischen, zu einem Hefeteiglein verkneten. Falls es noch ein bisschen arg trocken ist, ein wenig Wasser dazugeben, es sollte wie immer ein gleichmäßiger Teig entstehen. Abdecken und so lange wie möglich gehen lassen.

Senf in Gemüsebrühe einrühren, die Sojamedaillons damit übergießen, beiseite stellen.
Nun konnte der Hefeteig hoffentlich schon ein bisschen gehen.

Die Zwiebel(n) abziehen und würfeln. die Paprika waschen, die Kerngehäuse entfernen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Sojamedaillons in Schnetzel schneiden, die Brühe aber aufheben. Die Schnetzel in einen Topf geben und erhitzen, damit die Flüssigkeit verdampft (sie direkt in heißes Öl zu geben, würde sehr viel unnötiges Spritzen ergeben).
Zwischenzeitlich den Hefeteig in 2 Teile teilen, zu länglichen Laiben formen. Etwas Wasser in einen anderen Topf geben, Dämpfeinsatz hineinsetzen, einen der beiden Hefeknödel darauf geben, Deckel drauf und das Wasser zum Kochen bringen, danach die Hitze reduzieren. Gardauer ca. 20-25 Minuten.
Wenn die Flüssigkeit der Sojaschnetzel verdampft ist, Öl dazu und die Zwiebeln und die Paprika, alles noch auf höchster Stufe und ohne Deckel erhitzen, häufig umrühren. Das Tomatenmark dazugeben und noch kurz mit anrösten. Mit Weißwein ablöschen. Die Brühe und die Sahne dazu, aufkochen lassen und die Hitze reduzieren. Sambal Oelek, Paprikapulver und Essig dazu.
Zwischenzeitlich nach dem Hefeknödel schauen und irgendwann herausnehmen und beiseite stellen, den anderen stattdessen in den Dämpfeinsatz geben, kontrollieren, ob noch Wasser im Topf ist ggf. nachgießen. Wieder auf die Uhr schauen, 20-25 Minuten, ge?! Wenn der zweite Hefeknödel gar ist, dann ist auch die Sauce soweit, diese noch rasch mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wenn das Gericht direkt für 4 Leute serviert wird: nachdem der zweite Knödel herausgenommen wurde, den ersten in Scheiben schneiden und nochmal für wenige Minuten dämpfen, mit dem Anschnitt des anderen Knödels noch kurz warten. Die Scheiben werden angeblich super mit Garn durchschnitten. Zumindest im abgekühlten Zustand lassen sie sich aber auch gut mit einem Messer zerteilen (ausprobiert!)

2013-08-24 19-34-45 - P8244020

Strudel mit Kartoffelbrei, Gemüse und Tofu

Ich habe ein Geständnis zu machen. Gesetzt den Fall, dass tatsächlich „viele“ diesen Eintrag lesen, werden „viele“ wahrscheinlich gleich entsetzt das Köpfchen schütteln, die Äugelein niederschlagen und fassungslos gen Boden blicken, womöglich, den Blick abgewendet, aus dem Augenwinkel den Browser schließen, den Computer herunterfahren, tief durchatmen und eine Runde um den Block laufen, die Hände in den Taschen zu Fäusten geballt, die Mundwinkel die unteren Eckzähne entblößend, im Kopf nur ein permanent pulsierendes „Warum?“. Doch ich stehe dazu: ich mag Instantkartoffelbrei! Und, um ehrlich zu sein, würde ich bei fast jedem Rezept hier als Beilage Convenienceerdäpfelpürree dazuklatschen, wenn, ja wenn in so einer Tüte nicht immer 3 Portionen drinne wären und ich als in den meisten Fällen Alleineesser nicht überlegen müsste, was ich mit den Resten anfangen soll, denn ohne Mikrowelle gestaltet sich das Aufwärmen immer etwas schwierig. Wie dem auch sei, ich hatte mal vor langer, langer Weile einen gewaltigen Vorrat dieses herrlichen Industrieerzeugnisses mir zugelegt. Der Grund ist, dass ich nur alle halbe Jahre mal die Reise in’s wunderbare Kaufland antreten konnte und dann entsprechend der Prämisse, dass der Fall eintreten könnte, dass ich mich bis zum nächsten Besuch dort ausschließlich von dieser einen Sache ernähren wollen sollte, wahrlich megalomanisch anmutende, mich vom Vorwurf des vernunftgesteuerten Handelns entlastende Mengen nach Hause schleppte.

2013-08-15 18-55-49 - P8153964

Quo Vadis, Kartoffelbrei? In meinen Magen oder in weitere Monate des Nichtgebrauchtwerdens?

Des Weiteren entfernte sich auch neulich verbilligt gekaufter Filoteig Tag für Tag weiter von seinem auf der Packung angegebenen Verfallsdatum und die bisher eher nur so semigut verlaufenden Strudelexperimente vergessend ergriff ich die Chance und warf alles, was Kühl- und Gefrierschrank so zu bieten hatten in den fix angerührten Kartoffelbrei und baute mir flux ein viertel Dutzend kleiner 2-Portionen-Strudelchen zusammen.

Zutaten für ca. 6 Portionen

  • 1 Tüte Instant-Kartoffelbrei (die Puristen können sich auch welchen aus frischen Kartofeln machen; mehr Aufwand-selbst dran schuld!)
  • 200ml Sojamilch
  • 500ml Wasser
  • Olivenöl
  • 250g Champignons
  • 175g Räuchertofu
  • TK-Lauch, Menge nach Belieben
  • TK-Bohnen, Menge nach Belieben
  • (selbst-)(halb-)getrocknete Tomaten, Menge nach Belieben
  • frische Kräuter, ich nahm Rosmarin, Basilikum, Oregano und Petersilie
  • Salz
  • Pfeffer
  • 9 Filoteigblätter

2013-08-15 18-56-07 - P8153968

Zubereitung

Als erstes den Kartoffelbrei nach Packungsanweisung zubereiten (oder nach einem beliebigen, im magischen Internet aufzufindenden Rezept selbst kochen) und beiseite stellen. Die Champignons putzen und vierteln. Falls die Tomaten _richtig_ getrocknet sind: mit heißem Wasser übergießen, ziehen lassen, irgendwann abgießen und kleinschneiden. Räuchertofu in feine Streifen schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen, Champignons anbraten. Den Räuchertofu dazugeben, mitbraten. Bohnen und Lauch dazu und alles schön garen, zum Schluss die Tomaten dazugeben und die Kräuter, mit Salz und Pfeffer (und nach Belieben weiteren Gewürzen) abschmecken und abkühlen lassen, in den Kartoffelbrei einrühren. Die Masse sollte insgesamt nicht mehr heiß sein, sonst könnte (!) es bestimmt zu Problemen mit den Teigblättern kommen (i.e. einreißen oder so). Ein Filoteigblatt auf ein Backblech legen und mit Öl bestreichen bzw. besprühen. Ein weiteres Teigblatt darauflegen, ebenfalls darauf Öl verteilen. Ein drittes Teigblatt darauf geben und ebenfalls einölen und nun in die Mitte des Teigblattstapels ein Drittel der Kartoffelbreimasse geben, am besten in einer länglichen Form. Den Teig von zwei einander gegenüberliegenden Seiten über die Masse schlagen und von den beiden anderen Seiten aus den Strudel verschließen. Mit Öl benetzen. Das gleiche Spiel noch zwei Mal wiederholen. Im Backofen bei 150 Grad 15-20 Minuten garen. Ein Salat würde dazupassen. Hatte ich nicht, gab es nicht!

2013-08-15 18-55-53 - P8153965

Ragout von Champignons und Spargel mit Bärlauch

So, werte Leserinnen und Leser,

die vergangene Woche verbrachte ich im beschaulichen Dänemark in einem Häuschen mit Meerblick. Das nur um jene daheimgebliebenen ein wenig neidisch zu machen und erneut das Abschwellen der Rezepteflut zu rechtfertigen. Wieder zu Hause angekommen führte mich einer der ersten Wege zum Lidl um die Ecke, es war bereits nach 18 Uhr – an einem Samstag – und, das vielleicht als ersten Stichpunkt der neuen Reihe „praktische Lebenshilfe der Church of Seitan“, Champignons und diverse andere Gemüsereien um 50% reduziert. Soll wohl so üblich sein bei Lidl mehr oder weniger kurz vor Ladenschluss. Wie dem auch sei, zuhause grinsten mich dann noch ein paar andere Sachen – namentlich Spargel und Bärlauch – aus dem Froster an und flehten um Dezimierung. Daher mitten im August ein Maigericht. Wie ich mich kenne, werde ich auch noch im Dezember vom Bärlauch zehren. Da ich wieder mal einfach zusammengeworfen habe, fehlen, mal wieder, die genauen Mengenangaben.

2013-08-12 15-07-08 - P8123951

Zutaten

  • (kleine) Champignons
  • Zwiebel(n)
  • Olivenöl
  • (grüner) Spargel
  • nach Bedarf: getrocknete Pilze, mit heißem Wasser übergossen und anschließend abgegossen
  • Bärlauch, gehackt/ggf. Bärlauchknospen
  • Sahne (ich nahm Hafersahne)
  • ggf. ein Schluck Weißwein
  • Salz, Pfeffer
  • Reis oder so als Beilage

Zubereitung (Dauer: halbe Stunde)

Die Champignons putzen und vierteln, den Spargel ggf. schälen (ich nahm grünen, daher fiel das weg), das untere holzige Ende abschneiden und den Rest in mundgerechte Stücke schneiden. Die Zwiebel(n) abziehen und würfeln. Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln andünsten. Champignons und Spargelstücke dazugeben und mitdünsten. Nach Wunsch mit einem Schluck Weißwein ablöschen und mit Sahne aufgießen, nach Bedarf die getrockneten Pilze dazugeben, aufkochen, die Hitze reduzieren und ein bisschen köcheln lassen. In der Zwischenzeit ggf. schon einmal die Beilage(n) zubereiten.

2013-08-12 15-06-59 - P8123949