Reis auf irgendwie „türkische“ Art/ Füllung für Paprika

2013-09-03 20-10-11 - P9034195

Der Wochenmarkt, der Wochenmarkt,/ der macht mich fertig jeden Tag. Ein unreiner Reim, ich weiß, aber die richtig guten dichterischen Ergüsse lasse ich irgendwann in einen Lyrikband fließen und da darf jetzt noch nix “leaken”, sonst seid ihr angefixt und dann wollt ihr mehr und so. Wie auch immer, letztwöchig war es ein Kilo Spitzpaprika in den Saisonfarben gelb und rot, um das, bzw um Rezepte damit, meine Gedanken permanent kreisten. Einen Teil hatte ich für Ajvar (Rezept folgt) reserviert, für den Rest wollte ich mal wieder was so ausländisches machen, andere Kultur, Heididei, ganz ausgeflippt und so. Gulasch, was mir als erstes einfiel, war mir ein bisschen zu langweilig und ich stieß hier auf gefüllte Paprika türkischer Art, mit Reis, Rosinen und Joghurt. Ich dachte mir, statt Sojahack nehme ich Räuchertofu, aus dem einfachen Grund, dass er wegmusste. Das Ergebnis war noch nicht ganz überzeugend, ging aber in die richtige Richtung. Das nächste Mal würde ich das Sojagranulat nehmen, allein schon, weil es für meinen Geschmack etwas zu krümelig war. Achja, die Ironie des Ganzen ist, dass ich ja nach einem Rezept für gefüllte Paprika suchte, letztlich aber einen Großteil der “Füllung” ohne besagte Paprika aß (sich mein Problem mit dem Paprikaüberschuss also nicht löste).

2013-09-03 20-10-18 - P9034197

Zutaten für xx Portionen (je nachdem; ohne Beilage mindestens 2, als Füllung für Paprika mit bspw. Fladenbrot als Beilage bestimmt 4 Portionen)

  • 175g Räuchertofu
  • 1 Zwiebel
  • 125g Reis
  • 250ml Wasser
  • 5 Pimentkörner
  • 50g Rosinen
  • Salz
  • Pfeffer
  • Paprikapulver
  • Kurkuma
  • Kreuzkümmel
  • Olivenöl

Als Füllung reicht das für mindestens 6, 7 Spitzpaprika!

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Zubereitung

Etwas Olivenöl in einem Topf erhitzen, den Reis und die Rosinen hinzugeben, kurz andünsten, mit Kurkuma bestäuben und mit Wasser ablöschen. Salzen, Deckel drauf, aufkochen und bei geringer Hitze garen, bis alle Flüssigkeit vom Reis aufgenommen wurde. Hin und wieder umrühren. In der Zwischenzeit die Zwiebel würfeln, den Tofu zerkrümeln und in einer Pfanne in etwas Olivenöl anbraten, mit Salz, Pfeffer und Paprika abschmecken. Wenn der Reis gar ist, die Tofu-Zwiebelmischung dazugeben, mit Kreuzkümmel, den gemörserten Pimentkörnern und ggf noch Salz und Pfeffer abschmecken.
Bei Bedarf kann man das jetzt noch in Paprika füllen, diese dann in eine Auflaufform geben, heißes Wasser in die Form gießen und im Ofen bei 200 Grad 20-30 Minuten garen.
Bei mir gab es dazu noch etwas Tsatsiki und Fladenbrot. Im oben verlinkten Rezept ist auch noch eine Joghurtsauce angegeben, die man dazu reichen kann. Dies bitte ggf. tun.

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Antipasti: Paprika/Tomaten und Champignons

Nun denn, eigentlich hätte ich jetzt anderes, _wichtigeres_ zu tun, aber beim Durchstöbern diverser Essensfotos stieß ich auf einige Dinge, die noch zu verbloggen wären. Aus diesem Grund weiche ich von meinem heutigen Tagesplan ab und hab so wenigstens noch eine Möglichkeit gefunden, ein bisschen Zeit über den Jordan zu schicken.

Die wöchentlichen Beutezüge auf dem Markt stellen mich bisweilen vor große Probleme, was die Verwertung des Erworbenen betrifft. Plötzlich – ich weiß nicht, die Gewahrwerdung welchen Schlossen mir diesen Schlüsselmoment bescherte -ploppte es so auf: Antipasti! Also Antipasti sind heutzutage ja nix ungewöhnliches, aber ich war eigentlich immer mehr so „och nö“, was das angeht. Keine Ahnung, wieso. Bzw., das könnte daran liegen, dass ich allgemein lieber Warmes als Kaltes verspeise. Aber die teils tropischen Temperaturen neulich, als noch Sommer war, legitimierten dann doch hin und wieder die kalte Küche. Außerdem wollten meine Balkonkräuterlein auch endlich mal so richtig glänzen und das konnten sie. Außerdem ist das echt simpel und schmeckt supergut und ersetzte in den letzten Wochen so manche Mahlzeit.

Ich hab aktuell nur ein Bild der Paprika/Tomaten-Antipasti (ggf. reiche ich eines der Champignons noch nach), daher fülle ich den Eintrag mit diversen anderen, neulich gemachten und für schön befundenen Abbildern meines Umfeldes auf.

Achja, das hier kommt mal wieder fast ohne genaue Mengenangaben aus. Ist teils Geschmackssache, teils auch abhängig von der Größe der verwendeten Gläser etc.

2013-07-30 10-08-40 - P7303228

Zutaten für Paprika-/Tomaten-Antipasti

  • Tomaten
  • Paprika
  • Olivenöl
  • Balsamico
  • Knoblauch
  • Kräuter: Basilikum, Oregano, Rosmarin, Thymian
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung

Tomaten halbieren, Kerngehäuse herausschneiden. Paprika vierteln, Kerngehäuse herausschneiden. Bei 200 Grad mit Schnittfläche nach unten im Backofen (am besten direkt unterm Grill) 15-20 Minuten backen, bis die Haut blasen wirft. Aus dem Ofen nehmen, mit feuchtem Handtuch abdecken. Tomaten mit Schnittfläche nach oben bei 100-150 Grad backen, bis sie trocken werden und ein bisschen Farbe annehmen (dauert etwas länger).
Olivenöl, Balsamicoessig, Knoblauchzehen, die gehackten Kräuter, Salz, Pfeffer verrühren. Paprika abkühlen lassen, Haut abziehen, in mundgerechte Stücke schneiden, mit Marinade mischen. Abgekühlte Tomaten dazugeben. In verschließbare Gläser geben, ggf. noch Olivenöl dazugießen, so dass alles bedeckt ist. Im Kühlschrank ziehen lassen, dort hält es sich auch auf jeden Fall ein paar Wochen.

Zutaten für Champignonantipasti

  • Champignons
  • Olivenöl
  • Pflanzenöl
  • Knoblauch
  • Kräuter: Basilikum, Oregano, Rosmarin, Thymian
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung

Das Ende der Stiele der Champignons abschneiden, die Champignons vierteln. Den Knoblauch in Scheiben schneiden. In einen Topf Olivenöl und “normales” Pflanzenöl geben, Champignons, Knoblauch, die Kräuter, Salz und Pfeffer dazugeben und erhitzen bis das Öl siedet, Temperatur reduzieren und 15-30 Minuten köcheln, in heiß ausgespülte Twist-off-Gläser füllen und verschließen.

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Balkontomätchen

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Blick aus dem Fenster zum Balkon

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Bienchen und Blümchen

Champignonrisotto bzw. Risottobratlinge mit Brotsalat

So, noch kurz was hinterher geschossen. Gibt nicht viel zu sagen, ich hatte viele viele Champignons da und irgendwie Bock auf Risotto. Was ich nicht bedachte, war, dass es eine richtig ordentliche Menge ergibt, und nach 2 Tagen hintereinander Risotto hatte ich auch irgendwie keine Lust mehr. Irgendwo hatte ich neulich mal was von Risottobratlingen gelesen und sofort daran gedacht, als ich mich mit der nicht weniger werdenden Menge an Reispampe konfrontiert sah. Da die Masse eh ordentlich batzig wird, habe ich es drauf ankommen lassen und ohne Zusatz von Mehl oder Eiersatz Bratlinge geformt und diese im Herd mit etwas Öl gebacken. Hat gut funktioniert, auch wenn sie ein wenig fragil waren. Nach dem Abkühlen werden sie auf jeden Fall fester. Dafür brauchte ich dann wiederum eine Beilage. Ich bin irgendwie nicht sooo der Salat-Typ, bzw. finde nur jene Sorten richtig gut, die primär auf Kohlenhydraten fußen, also Kartoffel- und Nudelsalat, was sie dann eigentlich auch als „Salat“ disqualifiziert, denn darunter verstehe ich eigentlich frisches, rohes Gemüse, wie eben Eisberg-, Kopf, oder meinetwegen auch Gurkensalat. Wie dem auch sei, ich entschied mich für Brotsalat, googlete ein bisschen rum und warf dann einfach zusammen, was (in meinen Augen) zusammengehört. Obacht: allzulange im Voraus sollte man den nicht machen, denn irgendwann wird er halt weich. Für mich kein großes Problem, aber Gästen würde ich ihn dann nicht mehr anbieten wollen

2013-08-24 12-08-09 - P8244002

Zutaten für das Risotto

  • 300g Risottoreis (Arborio oder so)
  • 250g Champignons
  • 2 rote Zwiebeln
  • 2 Zehen Knoblauch
  • Olivenöl
  • 1 Glas Weißwein
  • 1l Gemüsebrühe
  • nach Bedarf Bärlauch
  • veganer Parmesan nach Belieben

Zubereitung für das Risotto (Dauer: 30 Minuten, ca.)

Champignons putzen, Zwiebeln und Knoblauch abziehen. Die Pilze vierteln, in einem größeren Topf in etwas heißem Olivenöl andünsten, bis sie zusammenschrumpfen und dann herausnehmen. Die Zwiebeln und den Knoblauch hacken, erstere Im heißen Öl glasig andünsten, den Knoblauch und den Risottoreis dazugeben und noch 2, 3 Minuten mitdünsten. Mit Weißwein ablöschen, Deckel drauf geben. Zwischendurch umrühren. Wenn der Wein aufgesogen wurde, eine Kelle Brühe dazugeben, Deckel drauf und immer wieder die Brühe nachgießen, wenn sie vom Reis aufgenommen wurde und immer wieder mal umrühren. Zusammen mit der letzten Kelle dann die Champignons und ggf. den Bärlauch dazugeben. Kurz vorm Servieren dann noch den veganen Parmesan einrühren.

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Zubereitung für die Risottobratlinge

Aus dem erkalteten Risotto mit nassen Händen etwa pflaumen- bis mandarinengroße Stücke (ich kann es gerade gar nicht einschätzen) nehmen, zu Kugeln formen und plattdrücken. Gut hilft dabei ein Deckel von einem Twistoff-Glas; die Masse da hineindrücken und mit einer Gabel oder so wieder herausfriemeln. Die Bratlinge auf ein gefettetes Backblech legen, mit Öl bepinseln/besprühen und für 20 Minuten bei 180 Grad in den Ofen geben.

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(das da auf den Bratlingen ist Zwiebelconfit)

 

Zutaten für den Brotsalat

  • frisches oder älteres Brot, Brötchen, Ciabatta, Baguette o.ä.
  • (Cherry-)Tomaten
  • Olivenöl
  • frische Kräuter: Basilikum, Rosmarin, Oregano
  • etwas Balsamico
  • nach Belieben: Antipasti
  • Salz, Pfeffer

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Zubereitung (Dauer: 10-15 Minuten)

Das Brot in Würfel schneiden und in etwas Olivenöl andünsten, abkühlen lassen. Die Tomaten waschen, vierteln und entkernen. Mit dem Brot mischen. Die Kräuter dazugeben, Balsamico, Olivenöl, Salz und Pfeffer und ggf. Antipasti. Gut durchmischen, im Kühlschrank ziehen lassen.
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2013-08-25 13-13-11 - P8254170

Zucchini-Champignon-Quiche bzw. -Kuchen

2013-09-01 18-52-48 - P9014189

Letzte Woche war eine schöne Woche. Ich bekam ganze dreimal zauberhafte Post lieber Menschen; es begann Montag mit schönem zum Aufessen, Angucken und Anhören, Mittwoch lag eine CD im Briefkasten und Donnerstag erreichte mich ein Schlemmerpaket meiner Mutti mit Allerlei aus dem Garten. Ich liebe Ess-Geschenke soooo sehr! Da waren jedenfalls auch 2 ordentliche Klopper-Zucchini, was die dialektale Bezeichnung für ziemlich große Teile ist. Bisschen rumüberlegt, noch olle Champignons im Kühlschrank gefunden und Bock auf Hefeteig gehabt. Ich hätte dann auch gedacht, dass das Resultat zwar mir mundend, aber an sich nichts besonderes werden würde. Aber wooooah. Ich neige bei solchen Gemüsekuchengeschichten immer dazu, alles reinzuwerfen, was so rumfliegt, in diesem Fall wären das auch noch ein paar Böhnchen, Tomaten, Paprikaschoten gewesen. Aber gut, dass ich’s nicht tat! Die Kombination mit den frischen Kräutern, die Reduktion auf die beiden Gemüsesorten und natürlich der wunderbare Hefeteig machten das Ganze höchst deliziös. Dazu dann die aus Ermangelung an Tofu oder Sojajoghurt hastig zusammengerührte Sahne-Käse-Masse, ich war echt begeistert! Die Fotos finde ich diesmal eigentlich auch ganz nett. Und ja, ’ne Quiche hat Mürbeteig, aber das ist mir egal, ich mag Hefeteig, so!

2013-09-01 18-53-06 - P9014193

Zutaten für 3 Portionen

  • 250g Mehl
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 150ml Wasser
  • etwas Zucker
  • Salz
  • Olivenöl
  • 150g Champignons
  • 1 größere Zucchini (ca 600g)
  • 1 Päckchen Sojasahne
  • 2 (glattgestrichene) EL No Egg
  • ~50g Wilmersburger Pizzaschmelz
  • ein bisschen Wasser
  • Kräuter: Pfefferminze, roter Basilikum, Thymian, Rosmarin, Oregano
  • Salz
  • Pfeffer

2013-09-01 18-17-45 - P9014183

vor dem Backen

Zubereitung (Dauer: insgesamt sollten 1,5-2 Stunden eingeplant werden)

Wasser, Olivenöl und Zucker verrühren, Hefe darin auflösen. Salz und Mehl mischen, die zsuammengerührte Flüssigkeit dazugeben und verkneten. Abgedeckt min. 30 Minuten gehen lassen.

Den Zucchino in dünne (~3mm) Scheiben schneiden, auf einem Backblech verteilen, mit Salz bestreuen und im Ofen bei 100 Grad Celsius eine halbe Stunde trocknen. Die Champignons in Scheiben schneiden. Den Hefeteig ausrollen bzw. in eine Springform drücken. Die Zucchinischeiben und die Champignons darauf verteilen. Salz und Pfeffer darüber verteilen. Die Kräuter kleinschneiden und darübergeben. Wasser und No-Egg verrühren. Die Sahne und den Wilmersburger dazugeben. Salzen und Pfeffern. Mischung über das Gemüse gießen. Rund 20 Minuten bei 180 Grad Celsius backen.

2013-09-01 18-52-58 - P9014191