Fatayer mit Sojahack und Tahinsauce

2014-07-27 11-53-16 - P7276153

Und wieder verging eine lange Weile, die ironischerweise gar nicht von Langeweile gefüllt war, sondern von Veränderungen hier, da und dort, die mich sehr oft sehr erfolgreich daran hinderten, zu kochen oder zu backen, abseits der 97. Pasta- und Pizzavariation, die ich hier gewiss nicht breittreten werde. Dazu kommt, dass ich mir in den letzten Monaten aus diversen Gründen angewöhnt habe, den Computer so oft es geht auszuschalten und mich anderen Dingen zu widmen, sodass auch die eigentlich noch auf Halde befindlichen, bereits zumindest teilweise verschriftlichten und fotografierten Rezepte weiterhin auf der Festplatte ruhen und ihrerseits sicher schon teilweise die Hoffnung auf Veröffentlichung und damit einhergehendem Ruhm gemeinsam mit ihrer Selbstachtung begraben haben und nunmehr vor sich hin dämmern, den Job hinschmeißen, soziale Kontakte abbrechen und sich den flüchtigen Eskapismen in Form von Alkohol und Crystal (großes Thema ja derzeit) hingeben. Also: immer gut auf eure Rezepte achtgeben! Wie dem auch sei, da ich grad mal ein paar Tage frei habe und gestern dann auch der erste war, an dem weder Verpflichtungen noch -katerung mich davon abhielten, kam ich mal wieder zum Kochen, gleich zwei mal. Das erste ist eine leichte Variation von bereits Verbloggtem, nämlich die guten, besser: geilen, Fatayer. Diesmal nicht mit Blumenkohl-, sondern Sojahack, desweiteren mit Za’atar und Joghurt-Tahin-Sauce. Wie gesagt, ziemlich geil, ich spielte kurz mit dem Gedanken, anzufangen, Sport zu treiben, um mehr essen zu können. Aber die Zeit zum Kochen fehlte mir dann. Ach, schwierig. Whatever:

Zutaten für 3-4 Portionen

Hefeteig

  • 350g Mehl
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • etwas Zucker
  • Salz
  • 200ml Wasser
  • etwas Olivenöl

Füllung

  • 75g Sojahack
  • 1 Zwiebel, gehackt
  • 150-200ml heiße Brühe
  • 2 TL Za’atar
  • etwas Zimt
  • Pfeffer

Tahinsauce

  • 150g Sojajoghurt
  • 2 TL Tahin
  • Salz
  • Zitronensaft

Zubereitung (Dauer: 60-90 Minuten)

Aus den Hefeteigzutaten einen Hefeteig herstellen und abgedeckt mindestens 30 Minuten gehen lassen. Vor allem im Sommer hab zumindest ich hier regelmäßig eine Armada an Essig- oder Obstfliegen im Kochbereich (u.a. dank Katzenfutter und Obst), daher ein gut abgedichtetes Gefäß wählen.

Den Joghurt in ein mit Küchenpapier ausgelegtes Sieb geben und abtropfen lassen.

Sojagranulat mit den andern Hackzutaten vermischen und quellen lassen, hin und wieder umrühren. Nach 15 Minuten in ein Sieb geben um eventuell überschüssige Flüssigkeit abzugießen.

Den Hefeteig relativ dünn ausrollen und Kreise von ca. 10cm ausstechen. Ich hatte am Ende 14 Stück, aber habe den Teig auch etwas dicker ausgerollt als beim letzten Mal (damals hatte ich 20 Stück). Etwas Füllung in die Mitte geben und die Kreise von 3 Seiten her nach oben zusammenfügen, es kann oben ein bisschen offen bleiben, muss aber nicht. Die offene Variante kenne ich so aus Jena, aber hab es im Netz auch schon anders gesehen. Noch 15 Minuten gehen lassen und anschließend im Ofen bei 200 Grad 10-12 Minuten backen.

Den Joghurt mit Tahin, Salz und Zitronensaft mischen. Zumindest das von mir verwendete Tahin war recht fest, ich nutzte daher einen Mixer.

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