Kimchi Fries; Vorstellung: Bavarian Dürüm

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In seiner ganzen „Pracht“

Seitan sei’s gedankt, dass ich mit Bloggen nicht meinen Lebensunterhalt verdiene; längst wäre ich verhungert. Was bei einem Kochblog umso ironischer wäre (aber meine innere Zerrissenheit adäquat verbildlicht). Aber nein, keine Sorge, Mutti, ich esse täglich, allein der Wille zur Dokumentation des Ganzen fehlt. Was ich mir jedoch unlängst überlegte: um die Reihe der coolen Leipziger Blogs mit der Kirche Seitans zu bereichern und offiziell dazuzugehören, sollte ich vielleicht damit beginnen, hier ansässige Einrichtungen gastronomischer Art vorzustellen und so. Dass ich das tatsächlich dauerhaft durchziehe, ist relativ unwahrscheinlich, aber es wäre ein schöner Anlass, wieder häufiger auswärts zu speisen.

Beginnen möchte ich mit dem “Bavarian Dürüm”, gelegen Ecke Pfeffinger/Bornaischer Str. in Connewitz. Besucht vergangenen Pfingstmontag. Ist noch relativ neu, die Deckenplatten versprühten dezentes Großraumbüroflair, aber das sind nur Äußerlichkeiten. Eher Imbiss als Restaurant, aber auch mit Tischen, Stühlen etc. ausgestattet. Zum Essen: es gibt täglich wechselnde (vegane) Gulaschvariationen, bspw. mit Schwarzbier, als Beilage Klöße oder Knödel (für Externe: erste Variante besteht aus Kartoffeln, letztere aus Brötchen oder Hefeteig). Kostet sechs Euro und man wird sehr gut satt davon. Am Montag gab es Ungarischen Kesselgulasch mit angenehmer Schärfe und tollem Aroma. Des Weiteren gibt es noch Schnitzel (glaube ich), Burger und Gyros oder so für um die fünf Euro. Außerdem noch Kuchen (war gerade aus, als wir dort waren – es war schließlich Feiertag und schon etwas später) und aus dem Kühlschrank kann man sich bspw. Schokoriegel und veganes Schmalz für Zuhause mitnehmen. A propos: am Tresen gab es kostenfreie Schmalzbrote zum Probieren. Alles selbstverständlich vegan. Charmant! Auch die dort Arbeitenden waren alle sehr nett und toll und insgesamt gefiel und schmeckte es mir und meiner Begleitung wirklich wunderbar. Auf Facebook erfahrt ihr, wann es welche Gulaschvariation gibt und Öffnungszeiten und so. Montag ist bspw. üblicherweise Ruhetag. Und nein, ich habe keine Vergünstigungen oder so erhalten, um Werbung zu machen. Die wissen bisher noch gar nix von ihrem Glück! Geht mal hin, verweist auf meinen Blog und sagt, dass Präsentkörbe an die Adresse geschickt werden können, die unter “Kontakt/Impressum” steht. Danke!

Fast Forward auf Samstag. Ich habe vor ca. einem Jahr mal Kimchi selber gemacht, aus Gründen, die ich bis heute nicht nachvollziehen kann. Bzw., ich mag es, Dinge zu konservieren. Erinnerungen, Lebensmittel, tote Körper, dies das. Mehr so die ersten beiden Dinge. Jedenfalls: keine Ahnung, was ich mit dem ganzen Kimchi soll. Im World Wide Interwebz gefunden: Kimchi Fries. Das sah so absurd und newyorkig aus, dass es mir einfach gefallen musste. Da ich, wie üblich nix abgewogen habe, gibt es hier nur Zutaten ohne Mengenangaben. Zur Orientierung: Es waren etwa zwei Portionen. Kimchi: ca. 200-300g, Pommes ca. 150-200g, Sojaschnetzel (eingeweicht): 150g, Räuchertofu: 100g; Die Sour Cream ist von Kochtrotz geklaut. Ich werde hoffentlich mal in die Verlegenheit kommen, es erneut zu kochen, dann füge ich Mengenangaben hinzu. Nicht abschrecken lassen, es ist zu gut! Der “Käse” war “Pizza/Pasta Mozza” von Soyatoo und geschmacklich eigentlich ganz geil, aber schmelzen wollte er irgendwie nicht (vielleicht, weil er vorher eingefroren war?). Ggf. einfach weglassen!

Zutaten

  • Kimchi
  • Pommes Frites (TK Produkt, selbstgemacht, nach Belieben)
  • Sojaschnetzel
  • Sojasauce
  • Tahin
  • Agavendicksaft
  • Öl
  • Knoblauch
  • Pfeffer
  • Zwiebel
  • Räuchertofu
  • Zucker
  • evtl. veganer Käse
  • vegane Sour Cream
Die selbstgemachten Pommes

Die selbstgemachten Pommes

Zubereitung (1h+, plus Marinierzeit)

Die Sojaschnitzel mit kochendem Wasser übergießen und ca. 15 min stehen lassen. Dann auspressen. Aus Tahin, etwas Öl (ich habe das Sesamöl genommen, welches sich im Tahin-Gefäß immer oben absetzt), Sojasauce, Agavendicksaft, gepresstem Knoblauch und Pfeffer eine Marinade herstellen und die Sojaschnetzel darin einlegen. Je länger, desto besser, mindestens eine Stunde.

In einer Pfanne das Kimchi erhitzen, die Flüssigkeit sollte verdampfen. Etwas Öl angießen, ein paar TL Zucker dazugeben und das Kimchi ein wenig karamellisieren lassen. In der Zwischenzeit den Räuchertofu in feine Stifte schneiden. Das Kimchi in eine Schüssel geben. Den Räuchertofu in die heiße Pfanne geben, kurz trocken anbraten, damit auch hier die Flüssigkeit verdampft. Noch etwas Öl dazu geben und scharf anbraten. Ebenfalls in eine Schüssel geben.

In der Zwischenzeit die Pommes Frites zubereiten. Sie müssen nicht ganz durchgegart sein!

Die Sojaschnetzel mit der Marinade und der in Ringen geschnittenen Zwiebel in die Pfanne geben und ebenfalls garen, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Erneut etwas Öl dazu und anbraten.

Die Pommes in eine Auflaufform geben. Darüber das Kimchi, darüber dann die Sojaschnetzel und der Räuchertofu. Evtl. noch Käse darüber und bei 200 Grad Celsius für 10 Minuten backen.

Auf Teller geben und mit einem Klecks Sour Cream anrichten. Sheesh.

Direkt aus dem Ofen oder: Man soll ein Essen nicht nach optischen Kriterien beurteilen

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