Sauerkraut-Seitan-Bratlinge mit Laugenknödel

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Vor Kurzem habe ich mir einen meiner zahlreichen Träume erfüllt, die selten einen tatsächlichen “Vorteil” oder so für mich brächten, sondern einfach um des Haben-Wollens existieren. Wenige Minuten der Erleichterung hinsichtlich meiner finanziellen Situation erzeugten den Impuls, der nur ca. 2 Stunden später zum Besitz einer Küchenmaschine führte. Ganz geil eigentlich. Eine Bosch Mum6, uraltes Teil, das von nun an in meiner Familie im Rahmen eines Initiationsritus an die jeweils folgende Generation weitergegeben werden wird. Der Umfang des Zubehörs ist zwar nicht ganz gering, aber ich bin mir sicher, mithilfe eines 3D-Druckers (auch einer dieser Träume) könnte man das Ding auch als Plattenspieler, Wäschetrockner und Nähmaschine zweckentfremden.

Dabei war jedenfalls auch ein Fleischwolf, der ebenfalls seit bestimmt 6, 7 Jahren auf meiner Wunschliste stand, nachdem ich in irgendeinem Forum mal über einen Zubereitungsweg veganer Wurst stolperte, der sich stark an der klassischen Art und Weise orientierte.

Eine Freundin hatte vor einigen Monaten mal Sauerkrautbratlinge gemacht, daher stand etwas Ähnliches auch seit Langem auf meiner To-Cook-Liste. Also einfach mal alles gleichzeitig versucht – und einigermaßen gemeistert.

Zu den Semmelknödeln gibt es leider keine genauen Angaben, da ich das auch jedes Mal frei Schnauze mache. Bin nicht ganz sicher, ob ich das nicht bereits mal verbloggt habe, aber zumindest die Zubereitung im Ofen hatte ich vorher, glaube ich, noch nicht gewagt.

Die Sauce war ein Fertigprodukt in Pulverform, das ich mir vor einer kleinen Ewigkeit mal irgendwo bestellt hatte.

Zutaten

Für 10-12 Bratlinge

  • 250g Gluten
  • 250ml Wasser
  • etwas gekörnte Brühe
  • Salz
  • Senf
  • 500g Sauerkraut
  • 1 Zwiebel, gewürfelt
  • 50g Paprikawürfel
  • Paprikapulver
  • ggf. Gulaschcreme
  • Senf
  • Semmelbrösel
  • 5 EL Gluten

Für die Laugenknödel

  • altbackenes Laugengebäck, gern auch gemischt mit altem Brot, Brötchen etc
  • Sojamilch
  • Semmelmehl
  • Sojamehl
  • Zwiebelwürfel (ich: gefriergetrocknete)
  • Petersilie (ich: gefriergetrocknete)
  • Salz
  • Muskat

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Zubereitung (das dauert jetzt tatsächlich etwas länger, aber man selbst muss nicht so wahnsinnig viel dabei tun; 2-3h sollte man aber insgesamt einplanen)

Zuallerst mal den Seitan herstellen: Gluten, Salz und Brühpulver mischen, das Wasser dazugeben und verkneten. Zu einem Klumpen formen und ca. 1 Stunde lang dämpfen.

Währenddessen kann man mal mit den Semmelknödeln beginnen: Das Gebäck würfeln, in eine Schüssel geben und mit nicht zu viel Sojamilch übergießen. Grob vermischen. Alle paar Minuten schauen, ob die Sojamilch aufgesaugt wurde, und in dem Fall dann wieder etwas nachgießen. Grobe Richtlinie: So viel Flüssigkeit in Milliliter, wie das Gebäck in Gramm wiegt. Immer wieder vermischen und irgendwann dann auch verkneten, wenn die Würfel weich genug sind. Falls es zu flüssig sein sollte, etwas Semmelmehl dazugeben. 1, 2 EL Sojamehl, Petersilie, Salz zugeben und erneut verkneten. Eine Kastenform mit Margarine oder Öl beschmieren und Semmelbrösel gleichmäßig an den Wänden (der Kastenform!) verteilen. Die Knödelmasse hineinfüllen.

Den Seitan abkühlen lassen, grob in Stücke schneiden und diese dann in den Fleischwolf geben. Das Seitanhack mit dem Sauerkraut (nicht abtropfen lassen!), der Zwiebel, der Paprika und den Gewürzzutaten vermischen. So viel Semmelbrösel und Gluten zugeben, bis es eine formbare Masse ergibt, die nicht direkt auseinanderfällt.

Die Knödelmasse bei 180 Grad im Backofen ca. 45-60 Minuten backen. Ich habe noch eine Auflaufform mit Wasser auf den Boden des Ofens gestellt, damit die Knödel nicht austrocknen. Aber keine Ahnung, ob das Resultat sonst anders ausgefallen wäre.

Aus der Bratlingsmasse Kugeln formen, diese flachdrücken und in der Pfanne braten.

Ta da.

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