Chatschapuri

OLYMPUS DIGITAL CAMERASo, liebes Publikum,

die eigene Schusseligkeit bietet bisweilen so manchen Überraschungsmoment, so z. B. wenn man auf die Idee kommt, ein Rezept nachzukochen, das man bereits vor knapp zwei Jahren verbloggt hat, um dann nach vergeblicher Suche auf dem eigenen Blog festzustellen, dass der Eintrag zwar geschrieben, aber nie veröffentlicht wurde. Der nun folgende Beitrag möge bitte auch als Veranstaltungshinweis betrachtet werden, denn der Connewitzer Weihnachtsmarkt, der darin eine Rolle spielt, ist wirklich verdammt toll und unbedingt des Hingehens wert. Zeitreise in den Dezember 2014:

Jüngst war ja vielerorts Weihnachtsmarkt, die Aufmerksamen werden das mitbekommen haben. So auch in Leipzig. Hier gibt es jedes Jahr am Connewitzer Kreuz einen alternativen Weihnachtsmarkt, der an sich sehr niedlich ist und wo es mehr so Dawandasachen gibt als den anderen saisonalen Nippes. Die Atmosphäre ist jedenfalls auch weit angenehmer, wie ich finde. Dort gibt es auch diverse gastronomische Angebote, aber neben der notorischen Bratwurst auch ein paar andere Leckereien, „Maza Pita“ bspw. bieten dort ihre vegetarische und vegane Mezzeplatte feil. Dieses Jahr, zumindest für mich neu, war da auch ein Stand der etwas Unaussprechliches, irgendwie osteuropäisch Anmutendes anbot, das recht lecker aussah und sich auf Nachfrage als georgische Spezialität entpuppte: Chatchapuri. Eine Art Fladenbrot aus mit Joghurt zubereitetem Hefeteig, in verschiedenen Varianten gefüllt, bspw. mit Käse. Verzehrt, für gut befunden und auf die Nachkochliste geschoben. Als ich den Eintrag in meine To-cook-Liste machen wollte, sah ich witzigerweise ein paar Zeilen weiter oben Folgendes: Khachapuri. Offenbar bin ich da vor ein paar Monaten bereits drüber gestolpert und hatte es vergessen.

Den Teig hab ich mir selbst ausgedacht, bei den unveganen Versionen, die ich fand, waren immer Eier mit im Spiel und bei den veganen hat immer der Joghurt gefehlt. Den Cashewricotta habe ich mir von hier geklaut. 

Als Käse habe ich von geriebenen Mozzarella von Soyatoo genommen, der, anders als der Herr Antje-Käse von derselben Firma, durchaus genießbar ist.

Von meiner Vorliebe für gefüllte Teigspeisen habe ich auf dem Blog bereits mehrfach berichtet, für mich ist das daher ein potentielles Lieblingsgericht! Einfrieren sollte auch kein Problem darstellen, daher auch für Singlehaushalte bzw. auch in größeren Mengen zubereitbar.

Zutaten für 3-4 Portionen

Teig

  • 500g Mehl
  • 250g Sojajoghurt (um Himmels Willen keinen Alpro!!)
  • 50ml Sojamilch
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • Salz

Füllung

  • 100g Cashews, eingeweicht
  • 50ml Öl
  • 1 EL Tahini
  • 1 Zitrone
  • Salz
  • 100g veganer Reibekäse

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Zubereitung

Am Vortag die Cashews einweichen.

Aus den Teigzutaten einen hübschen Teig zurechtkneten, ggf. noch Sojamilch oder Mehl hinzufügen, wenn zu trocken bzw. zu feucht. Zwei Stunden gehen lassen.

Die Cashewkerne abgießen und mit den anderen Zutaten (außer dem Käse) pürieren. Mit dem Käse vermischen, mit Salz abschmecken.

Den Teig in vier Portionen teilen. Jede Portion zu einer Kugel formen, dünn ausrollen und in die Mitte ein Viertel der Füllung geben. Die Ränder mit Wasser befeuchten und nach oben hin wie ein Säckchen zusammenklappen und vorsichtig flachdrücken. Die Ränder müssen fest zusammen sein. Vorsichtig ausrollen. Wenn irgendwo Füllung austritt, mit etwas Teig verschließen. Ich habe das ehrlich gesagt auch nur so semigut hinbekommen, die restlichen Chatchapuris waren wesentlich kleiner als der erste, weil ich sie kaum ausgerollt bekam. Ist aber nicht so schlimm.

In einer Pfanne etwas Öl erhitzen und jeden der Fladen von beiden Seiten bei mittlerer Hitze anbraten. Sie sollten schön braun werden. Je nachdem, wie dick sie sind, kann es unter Umständen ein paar Minuten dauern, bis sie durch sind. Die Kontrolle ist ein bisschen schwierig und Gefühlssache. An den Seiten sollte der Teig jedenfalls auch durchgebacken sein und eben nicht mehr roh, das ist ein ganz guter Indikator. Lieber etwas zu lang braten, ggf. Hitze reduzieren.

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