Chatschapuri

OLYMPUS DIGITAL CAMERASo, liebes Publikum,

die eigene Schusseligkeit bietet bisweilen so manchen Überraschungsmoment, so z. B. wenn man auf die Idee kommt, ein Rezept nachzukochen, das man bereits vor knapp zwei Jahren verbloggt hat, um dann nach vergeblicher Suche auf dem eigenen Blog festzustellen, dass der Eintrag zwar geschrieben, aber nie veröffentlicht wurde. Der nun folgende Beitrag möge bitte auch als Veranstaltungshinweis betrachtet werden, denn der Connewitzer Weihnachtsmarkt, der darin eine Rolle spielt, ist wirklich verdammt toll und unbedingt des Hingehens wert. Zeitreise in den Dezember 2014:

Jüngst war ja vielerorts Weihnachtsmarkt, die Aufmerksamen werden das mitbekommen haben. So auch in Leipzig. Hier gibt es jedes Jahr am Connewitzer Kreuz einen alternativen Weihnachtsmarkt, der an sich sehr niedlich ist und wo es mehr so Dawandasachen gibt als den anderen saisonalen Nippes. Die Atmosphäre ist jedenfalls auch weit angenehmer, wie ich finde. Dort gibt es auch diverse gastronomische Angebote, aber neben der notorischen Bratwurst auch ein paar andere Leckereien, „Maza Pita“ bspw. bieten dort ihre vegetarische und vegane Mezzeplatte feil. Dieses Jahr, zumindest für mich neu, war da auch ein Stand der etwas Unaussprechliches, irgendwie osteuropäisch Anmutendes anbot, das recht lecker aussah und sich auf Nachfrage als georgische Spezialität entpuppte: Chatchapuri. Eine Art Fladenbrot aus mit Joghurt zubereitetem Hefeteig, in verschiedenen Varianten gefüllt, bspw. mit Käse. Verzehrt, für gut befunden und auf die Nachkochliste geschoben. Als ich den Eintrag in meine To-cook-Liste machen wollte, sah ich witzigerweise ein paar Zeilen weiter oben Folgendes: Khachapuri. Offenbar bin ich da vor ein paar Monaten bereits drüber gestolpert und hatte es vergessen.

Den Teig hab ich mir selbst ausgedacht, bei den unveganen Versionen, die ich fand, waren immer Eier mit im Spiel und bei den veganen hat immer der Joghurt gefehlt. Den Cashewricotta habe ich mir von hier geklaut. 

Als Käse habe ich von geriebenen Mozzarella von Soyatoo genommen, der, anders als der Herr Antje-Käse von derselben Firma, durchaus genießbar ist.

Von meiner Vorliebe für gefüllte Teigspeisen habe ich auf dem Blog bereits mehrfach berichtet, für mich ist das daher ein potentielles Lieblingsgericht! Einfrieren sollte auch kein Problem darstellen, daher auch für Singlehaushalte bzw. auch in größeren Mengen zubereitbar.

Zutaten für 3-4 Portionen

Teig

  • 500g Mehl
  • 250g Sojajoghurt (um Himmels Willen keinen Alpro!!)
  • 50ml Sojamilch
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • Salz

Füllung

  • 100g Cashews, eingeweicht
  • 50ml Öl
  • 1 EL Tahini
  • 1 Zitrone
  • Salz
  • 100g veganer Reibekäse

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Zubereitung

Am Vortag die Cashews einweichen.

Aus den Teigzutaten einen hübschen Teig zurechtkneten, ggf. noch Sojamilch oder Mehl hinzufügen, wenn zu trocken bzw. zu feucht. Zwei Stunden gehen lassen.

Die Cashewkerne abgießen und mit den anderen Zutaten (außer dem Käse) pürieren. Mit dem Käse vermischen, mit Salz abschmecken.

Den Teig in vier Portionen teilen. Jede Portion zu einer Kugel formen, dünn ausrollen und in die Mitte ein Viertel der Füllung geben. Die Ränder mit Wasser befeuchten und nach oben hin wie ein Säckchen zusammenklappen und vorsichtig flachdrücken. Die Ränder müssen fest zusammen sein. Vorsichtig ausrollen. Wenn irgendwo Füllung austritt, mit etwas Teig verschließen. Ich habe das ehrlich gesagt auch nur so semigut hinbekommen, die restlichen Chatchapuris waren wesentlich kleiner als der erste, weil ich sie kaum ausgerollt bekam. Ist aber nicht so schlimm.

In einer Pfanne etwas Öl erhitzen und jeden der Fladen von beiden Seiten bei mittlerer Hitze anbraten. Sie sollten schön braun werden. Je nachdem, wie dick sie sind, kann es unter Umständen ein paar Minuten dauern, bis sie durch sind. Die Kontrolle ist ein bisschen schwierig und Gefühlssache. An den Seiten sollte der Teig jedenfalls auch durchgebacken sein und eben nicht mehr roh, das ist ein ganz guter Indikator. Lieber etwas zu lang braten, ggf. Hitze reduzieren.

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Erbazzone

Die wenigsten Dinge, die ich so tue, haben tatsächlich einen großen, dahinterstehenden Sinn oder sind Teil eines von mir verfolgten Plans oder Lebensentwurfs. Meistens handelt es sich vielmehr um bloße Übersprungshandlungen, ausgeführt, weil sich irgendwelche anderen Dinge nicht ändern lassen und sich auf diese Weise eine Form von Befriedigung herstellen lässt. Mein Umzug nach Leipzig oder die Anschaffung der Katze zählen bspw. in diese Kategorie. Und vor ca. 7 Wochen packte mich, nachdem ich bereits wieder einen größeren zweistelligen Eurobetrag in die neue Balkonbepflanzungssaison investiert hatte, die fixe Idee, einen eigenen Garten zu bewirtschaften und dort schalten und walten zu können, wie es mir beliebt. Ca. 2 Wochen später hatte ich den Vertrag unterschrieben und genügend Biomasse, um mich ein Jahr lang mit Energie zu versorgen, in Pflanzenform herumstehen. Die Vorpächterin hatte schon diverses Gemüse ausgesät, wobei die Differenz zwischen den an den Reihen befestigten Schildchen und den tatsächlichen Pflanzen zum Teil frappierend war. Was z. B. als Bohnen deklariert war, entpuppte sich, dank der umfänglichen Sachkenntnis meines Kumpels S., als Mangold, der jedoch so eng gesät war, dass knappe 80 Prozent der Pflanzen auf S.‘ Anraten direkt verwertet werden mussten. Ich habe glaube ich einmal in meinem Leben Mangold zubereitet, daher einfach mal das Internet durchforstet und dabei auf ein italienisches Gericht namens Erbazzone gestolpert. Vielfach mit Schinken oder Käse zubereitet, wurde die Entwicklung einer veganen Variante erforderlich. Im Grunde wie von hier, aber einfacher und mit etwas Spinat, weil nicht genügend Mangold vorhanden war. Ein wirklich simples Gericht, das aber auch recht praktisch ist für unterwegs und sich in meinen Augen perfekt zur Mangoldverwertung eignet.

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Zutaten für 2-3 Portionen

  • 300g Mehl
  • 80ml Olivenöl
  • Wasser nach Bedarf
  • Salz
  • 300g Mangold
  • 140g Spinat
  • 2 Zwiebeln
  • Petersilie
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung (Dauer: ca. eine halbe bis ganze Stunde plus Backzeit)

Mehl und Öl miteinander mischen. Schrittweise so viel Wasser zugeben, dass ein knetbarer, geschmeidiger Teig entsteht. Zu einer Kugel formen und in den Kühlschrank legen.

Den Mangold ordentlich waschen und grob trockenschleudern. Mit dem Spinat, sofern es sich um frischen handelt, ebenso verfahren. Falls es sich um TK-Spinat handelt, diesen in eine weite Pfanne geben und langsam auftauen.

Die Zwiebeln abziehen und würfeln.

Den Mangold und ggf. frischen Spinat grob hacken. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen (wenn, wie oben, bereits der Spinat in der Pfanne ist, diese so lange erhitzen, bis der Spinat aufgetaut und die Flüssigkeit verdampft ist, erst danach das Öl zugeben) und zuerst die Zwiebeln anbraten und danach den Mangold (plus ggf. Spinat) hineingeben und bei mittlerer Hitze zusammenfallen lassen. Häufig rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluss die Petersilie hacken und dazugeben.

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Den Teig halbieren und mithilfe des Bodens einer Springform zu zwei Kreisen ausrollen, der eine etwas größer als der andere. Den größeren Teigkreis auf den Springformboden legen, die Mangoldfüllung drauf geben, den kleinen Teigkreis daraufgeben und die Ränder von unten hochklappen und den Teigfladen verschließen.

Mit etwas Öl bepinseln und bei 160 °C ca. eine Dreiviertelstunde lang backen. Vor dem Anschneiden kurz abkühlen lassen.

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Wurzelgemüse-Frittata

Ein weiteres, sehr unaufwändiges Rezept mit wirklich wunderbarem, leicht süßlichem Geschmack. Ich stehe auf Wurzelgemüse und finde mich sehr oft wieder mit mehreren Kilo vom Wochenmarkt, üblicherweise einer Mischung aus Pastinaken, Petersilienwurzel, Möhren und roter Bete. Aber neben Püree und Suppe fällt mir dann meistens doch nix ein. Backen wäre mal gut. Frittata? Si. Der Geschmack von Kichererbsenmehl wird von mir meist als störend empfunden, in diesem Fall schmeckt man es aber so gut wie gar nicht heraus. Das nur als Info für diejenigen, denen es evtl. ähnlich geht.

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Zutaten für -4 Portionen

  • 50g Pastinaken
  • 120g Petersilienwurzel
  • 200g Süßkartoffel
  • 250g Karotten
  • 2 Zwiebeln
  • Olivenöl
  • Thymian
  • Rosmarin
  • Salz
  • Pfeffer
  • 150g Kichererbsenmehl
  • 300ml Wasser
  • Kala Namak/Schwarzes Salz

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Zubereitung (Dauer: etwa 90 Minuten)

Zuerst das Gemüse schälen und in Scheiben schneiden. Die Karotten dabei am dünnsten, die Süßkartoffeln am dicksten, damit alles in etwa gleich schnell gar wird. Die Zwiebeln in Ringe schneiden. Alles auf ein Backblech werfen, Salz, Pfeffer, Thymian und Rosmarin dazu, etwas Öl darüber geben und grob vermischen. Bei 180 Grad 30-40 Minuten backen, nach der Hälfte der Zeit wenden.

Zwischenzeitlich das Kichererbsenmehl sieben und mit dem Wasser vermischen, es dürfen keine Klümpchen entstehen. Mit dem Kala Namak, Salz und Pfeffer abschmecken.

Das Gemüse in eine Tarteform oder eine schlichte Springform geben, die Kichererbsenflüssigkeit darüber gießen, alles miteinander mischen und ggf. glattstreichen und bei 180 Grad Celsius 20 Minuten backen.

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Pastinaken-Süßkartoffel-Püree

So, liebe Leserin, lieber Leser, ich war in der Zwischenzeit nicht untätig, habe aber selten den Nerv, neben der Rezeptdokumentation (die ich regelmäßig betreibe, sofern ich es nicht einmal wieder vergessen habe, die Mengen genau abzumessen) auch noch ein Foto zu machen. Die dunkle Jahreszeit und so; in den allermeisten Fällen koche ich abends und die mit Blitzlicht gemachten Bilder sehen meist noch schlimmer aus als der Rest. Dies hier soll erst einmal nur eine kleine Rückmeldung sein, bevor die paar verbliebenen Lesenden mich aus ihrer Blogroll werfen. Wenn der Fame kommt, ist jeder Multiplikator entscheidend!
Das Püree war ziemlich toll. Bei den Mengenverhältnissen kann man natürlich ein bisschen herumexperimentieren: durch die Süßkartoffel ist es doch recht süß, aber ich mochte es und die Farbe ist auch toll.
Dazu gab es nur Fertigsauce von Erntesegen. Und: eines der neuen veganen Schnitzel von Penny, Eigenmarke “Naturgut”. Bestehend aus Tofu und Weizeneiweiß, und: vor allem im Vergleich mit den anderen Discounter-Schnitzeln von bspw. Aldi von der Konsistenz her eine Offenbarung. Halt angenehm zäh, kein Stück bröselig. Geschmacklich ebenfalls sehr gut. Leider habe ich vergessen, ein Bild der Verpackung zu machen. Nachdem ich von den meisten im Supermarkt erhältlichen Fleischersatzsachen mittlerweile ein bisschen gelangweilt bin, werde ich aber in Zukunft mal die weiteren Produkte testen, die Penny da vor kurzem ins Sortiment aufgenommen hat. Preislich um die 1,79€ für zwei Stück, also Standard. Mir wurde übrigens nix zur Verfügung gestellt oder so; vielleicht werde ich mir beim nächsten Besuch dort einfach meine Bloggeruniform nebst Namensschild anziehen (Mischung aus Arztkittel, Pilotenuniform und Flecktarn, inkl. Sternen und Streifen auf den Schulterklappen), wahrscheinlich wird man mir dann direkt einen kostenfreien Präsentkorb zusammenstellen.

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Zutaten für 2 Portionen

  • 320g Pastinaken, geschält gewogen
  • 200g Süßkartoffeln, geschält gewogen
  • 100ml Sojasahne
  • Salz
  • Alsan

Zubereitung (Dauer: maximal 30 Minuten)
Das Gemüse schälen und in gleich große Stücke schneiden. Zuerst Pastinaken, 10mins später die Süßkartoffeln ins kochende, gesalzene Wasser geben. Nach etwa 20 Minuten testen, ob alles weich ist. Ggf. weitergaren. Mit Schaumlöffel in ein hohes Gefäß bzw. einen Mixbecher geben, Sahne und ein Stück Alsan dazu und pürieren. Mit Salz abschmecken.

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Piroggen bzw. Piroschki mit Kartoffel-Pilz-Füllung

Last in, first out. Während meines Anfang des Jahrtausends begonnenen Informatikstudiums war dies ein Prinzip bei der Speicherung von Daten oder so. Vollkommen nutzlose Nebeninformation, aber irgendwie die Art und Weise, nach der ich beim Bloggen vorzugehen scheine: wenn irgendwelche zumindest stichpunktartig festgehaltenen Rezepte nicht innert einer Frist von, sagen wir, zwei bis vier Wochen verbloggt werden, gehen sie verschütt’ und stattdessen erhöht sich die Chance, dass zwischenzeitlich zubereitete Speisen den Weg auf diese wundersame Webseite finden. Besagte Piroschki bzw. Piroggen habe ich in ähnlicher Form bereits vor etwa zwei Jahren zubereitet und mir zumindest die Zutaten notiert. Wenn ich daran zurückdenke, zwei Jahre, wird mir gar ein wenig warm im Bauch. Just umgezogen, von einer diffusen hoffnungsvollen Aufbruchstimmung erfüllt, die Tage mit nicht viel mehr als Lesen und Kochen verbringend und fest daran glaubend, dass das Glück schon längst auf dem Weg sei zu mir, aktuell lediglich nach meiner neuen Adresse Ausschau haltend.
Piroggen lernte ich vor etwa vier Jahren kennen, eine der wenigen verbliebenen positiven Erinnerungen an Jena. Dort gab – oder gibt? – es in der, ich glaube, Zwätzengasse, ein kleines russisches Lädchen, wo allerlei Osteuropäisches zu haben war. Ich habe mich leider nie so richtig darin umgesehen, denn Läden, in denen ich mich mehr oder minder permanent der Beobachtung des Personals ausgesetzt sehe, meide ich phobienbedingt üblicherweise. Die Piroggen mochte ich dennoch sehr, es gab sie in allerlei Variationen, mit Kartoffeln, Kraut, Pilzen, gekochten Eiern und vermutlich auch mit fleischhaltiger Füllung. Es gibt wohl unterschiedliche Arten von Piroggen, nämlich solche, die eher wie Ravioli anmuten und ohne Hefe gemacht mit Sauce angerichtet werden und eben die Art gefülltes Brötchen, wie in diesem Beispiel. Bei meinem ersten Selbstbauversuch nahm ich eine Mischung aus geröstetem Chinakohl und Karotten, vielleicht werde ich das noch nachreichen. Da mir das Leben jüngst ein Pfund Champignons in den Kühlschrank spülte, mussten jene diesmal als Füllung herhalten. Der improvisierte Dilletantismus beim Formen der Teile ward schließlich dadurch geadelt, dass meine Freundin R. anerkennend feststellte, dass die von ihrer Mama zubereiteten Exemplare exakt genauso aussähen. Chapeau vor mir selbst!

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Zutaten für ca. 40-50 Stück

  • 500ml Sojamilch
  • ca 720g Mehl
  • 2 Päckchen Trockenhefe
  • Schluck Olivenöl
  • Salz
  • 500g Champignons
  • 50-100g Lauch oder Frühlingszwiebeln
  • 3 Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • Öl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Bohnenkraut
  • Kümmel, gemahlen

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Zubereitung (60 bis 90 Minuten?)
Zuerst mal bitte aus Sojamilch, Mehl, Hefe, Salz und Olivenöl einen Hefeteig herstellen. Ich kann nicht oft genug betonen, wie sehr ich mein DDR-Rührgerät liebe, das mir ohne klebrige Pfoten die schönsten Teige zaubert. Falls der Teig zu trocken oder noch klebrig sein sollte, etwas Wasser bzw. Mehl zugeben (vermutlich letzteres wird der Fall sein). Abgedeckt mindestens 30 Minuten gehen lassen.
Zwischenzeitlich die Champignons putzen: Stielenden abschneiden und den Rest des Pilzes mit Küchenkrepp säubern. Grob hacken oder in Scheiben schneiden. Den Lauch putzen und in grobe Scheiben schneiden. Die Kartoffeln schälen und in etwa 5mm große Würfel schneiden. Die Zwiebel abziehen und Würfeln. Eine Pfanne erhitzen, die Kartoffelwürfel und eine Tasse Wasser hineingeben, aufkochen. Die Kartoffeln sollen im Wasser so halbgar ziehen, also 7-10 Minuten kochen. Wenn das Wasser zwischenzeitlich verdampft sein sollte, noch etwas nachgießen. Am Ende der genannten Zeit sollten die Kartoffeln jedenfalls trocken sein. Champignons, Lauch und Zwiebeln dazugeben. Das Gemüse verliert erst einmal Wasser. Wenn dieses ebenfalls verdampft sein sollte, etwas Öl angießen und alles scharf anbraten. Wenn die Kartoffeln weich sind, Pfanne vom Herd ziehen und abkühlen lassen. Mit den Gewürzen abschmecken
Den Teig ausrollen. Nicht zu dünn, etwa 5mm dick. Kreise von etwa 5-7cm ausstechen. In die Mitte jedes Kreises etwas von der Gemüsemischung geben und zuklappen, dabei die Kanten gut festdrücken. Die Naht auf die Unterseite drehen und die Teigpäckchen etwas nach unten drücken, so dass die soeben noch bogenartig geformte Naht nun Plan aufliegt und die Teile aussehen wie sehr sehr fette Raupen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und im Ofen bei 50 Grad Celsius nochmal 30-40 Minuten gehen lassen. Die Temperatur anschließend auf 180-200 Grad erhöhen und etwa 20 Minuten backen, bzw. bis die Piroschki hellbraun werden. Entweder direkt verputzen oder auch kalt als Snack. Lassen sich auch gut einfrieren!

Zucchini-Kichererbsen-Pfannkuchen

Und noch eines hinterher. Wie ich eben mit Erschrecken feststellte, sind ja bereits auch erst zwei Wochen vergangen seit den letzten beiden Einträgen. Fühlte sich weit länger an, was insofern ganz praktisch ist, als dass ich vielleicht langsam wieder zurück finde zum regelmäßigeren Verfassen. Sagt man nicht auch, dass in der Hölle die Zeit viel langsamer vergeht? Ist ja zumindest beim Zahnarzt so. Würde zumindest so manches erklären. Dank einer seit nunmehr drei Monaten ausgeübten Erwerbstätigkeit, bei der ich nicht nur ausgiebig die Abgründe menschlichen Miteinanders, sondern auch bis dato unbekannte Dimensionen körperlicher Manifestationen diverser Angstscheiße kennenlernen und erforschen darf, verhält es sich mit der sog. Reproduktionssphäre eher so, dass ich diese weniger den angenehmen Dingen widme, als vielmehr den unermässlichen Drang zu verspüren, so schnell wie möglich einen Prozess des Vergessens herbeizuführen. Wenn ich die passende Anleitung finde, werde ich an der Wohnungstür eine Konstruktion anbringen, die mittels Timing, Präzision und Vorschlaghammer das Abschalten zum Feierabend bei Betreten der Wohnung automatisiert und beschleunigt. Zu Beginn war es noch so, dass ich selbst bei zwei freien Tagen am Stück frühestens am letzten irgendwann in der Lage war, die Gedankenspirale zu unterbrechen und mich voll und ganz mit etwas Schönem zu beschäftigen. Da sich der Zeitraum mittlerweile halbiert hat, besteht die freudige Hoffnung, dass aus mir kleinem, verkrüppelten Zahnrad dann doch noch ein gut geöltes, funktionales Element dieser ganzen Todesmaschine werden könnte. Ein komplett rund geschliffenes Zahnrad verkeilt zumindest nicht. Ist jetzt so meine Behauptung und ich hoffe, hier liest kein Mechaniker oder Mechanikerin mit.

Wie dem auch sei. Frau Mama sandte mir vor zwei Wochen einige der sprichwörtlichen Früchte ihrer Gartenarbeit in Form von Zucchini, Gurke und Tomaten (danke Mutti!). Beim Rumstöbern im Interweb kam ich hier vorbei und wie es Schicksal und Asiasupermarkt wollten, hatte ich gerade heute neues Kichererbsenmehl gekauft. Dank Häckselmaschine musste ich nicht einmal das Messerchen schwingen und es ging wirklich außergewöhnlich fix. Das Resultat war sogar noch besser als erhofft und das just verbloggte Kürbischutney passt, oh wunder, auch hervorragend dazu. Da ich noch eingedosten Mais hatte, landete der auch noch daneben. Ich betone: das hier ist wirklich sehr sehr lecker!

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Zutaten für 2-4 Portionen

  • 150g Kichererbsenmehl
  • 100ml Wasser
  • 100g Zucchini
  • 1 Zwiebel
  • 1 Stück Ingwer von der Größe eines Daumennagels
  • 1/2 TL Garam Masala
  • etwas Kreuzkümmel
  • etwas Knoblauchöl, normales Öl tut’s auch
  • frischer Koriander
  • Salz

Zubereitung (Dauer: 15-20 Minuten)

Kichererbsenmehl und Wasser vermischen. Das geht am besten im Mixer. Zwiebel und Ingwer schälen (bei Ingwer geht das ganz gut mit einem Löffel). Falls ein Gemüsehäcksler zur Verfügung steht: Zucchini, Zwiebel, Koriander und Ingwer darin fein zerkleinern. Falls nicht: fein reiben/hacken. Mit der Kichererbsenmischung verrühren. Gewürze und Öl zugeben, abschmecken. Eine Pfanne mit etwas Öl erhitzen. Ich habe insgesamt 2 große Pfannkuchen gemacht, das ist aber Geschmackssache. Einen Teil der Mischung in die Pfanne gießen, anbraten bzw. stocken lassen, wenden und die andere Seite auch kurz braten. Fertig.

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Aubergine in Sumach-Kräuterpanade

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So, hier das zweite, vorgestern gekochte: Auberginen, arabisch inspiriert. Hintergrund war lediglich, dass ich mir vor ein paar Monaten mal ein Glas Sumach in einem wunderbaren arabischen Supermarkt in der ebenso wunderbaren Eisenbahnstraße kaufte und nicht wusste, wohin damit. Ich hätte eigentlich gerne was vom Herrn Ottolenghi gekocht, aber nix gefunden, was gut gepasst hätte. A Propos, der Gutste hat jetzt auch einen wöchentlichen Auftritt bei Spiegel Online, was neben lustigem Gossip für mich einen täglichen Besuch der Seite rechtfertigt. Wie dem auch sei, Aubergine hatte ich noch da und Samstag Abend bei Kaufland gibt es teilweise absurde Preisnachlässe, wie bspw. ein Bund Petersilie für 7 Cent, weswegen auch ebendiese in meinem Kühlschrank wartete. Das Sonntagsmorgengoogeln fand dann dies hier. Kurz veganisiert und für tauglich befunden. Hatte noch so dünnes Aufbackfladenbrot da, welches nicht originär arabisch war, aber ganz gut passte. Dazu die Tahinsauce vom letzten Mal. Passt.

Zutaten für 3-4 Portionen

  • 1 Aubergine
  • ca. 1 Tasse Semmelbrösel
  • 1 Bund Petersilie
  • 2 TL Sumach
  • Salz
  • Pfeffer
  • granulierter (!) Knoblauch
  • Mehl
  • Sojamilch

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Zubereitung (Dauer: 30 Minuten)

Die Aubergine in Scheiben schneiden. Petersilie, Semmelbrösel, Sumach, Salz, Pfeffer und Knoblauch in einen Häcksler geben und vermischen. Alternativ: die Petersilie mit einem Messer fein hacken und alles mischen.

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Panierstraße bauen: Mehl in einen tiefen Teller geben. In einem weiteren Mehl und Sojamilch mischen, bis eine nicht mehr ganz flüssige Mischung entstanden ist. Konsistenz in etwa wie leicht geschlagenes Ei. Letzte Station ist die Semmelbröselmischung.

Etwas Öl in einer Pfanne auf mittlere Temperatur bringen.

Auberginenscheiben erst in Mehl, dann in der Mehl-Sojamilch-Mischung und in den Semmelbröseln wälzen und im Fett ausbacken. Wenden und abschließend auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

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