Kanelbullar/Zimtschnecken

Ich habe lediglich einmal zuvor Zimtschnecken gegessen und fand die ziemlich gut. Meine Oma hat früher immer welche mit Kakao gemacht, die waren allerdings ohne soviel Fett, aber so unglaublich gut, in meiner Erinnerung gab es sie praktisch wöchentlich. Meine Mutter hat mehrfach versucht, diese nachzumachen, aber ist immer wieder gescheitert. Schöne Kindheitserinnerung, das.

Jedenfalls hatte ich seit langem mal vor, die Zimtteile zu backen und dank meines neuerlichen Backwahns habe ich das jetzt halt einfach mal gemacht. Meine Probieräffchen, die ich bei solchen Sachen immer heranziehe, waren jedenfalls auch recht angetan. Am besten schmecken sie jedenfalls warm. Ob frisch gebacken oder kurz aufgebacken, ist dabei egal. Einfrieren lassen sie sich auch prima und innerhalb von 5 Minuten mittels Ofen wieder in Form gebracht.

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Zutaten für 12-14 Stück

  • 125g Alsan
  • 225ml Sojamilch
  • ein Päckchen Trockenhefe
  • 140g Zucker
  • 375g Mehl
  • 1 TL Salz
  • 3TL Zimt, gemahlen
  • 1TL Kardamom, gemahlen

Zubereitung (Dauer: 1-2h vielleicht?)

75g der Alsan bei schwacher Hitze schmelzen. Trockenhefe, Mehl, Salz, 1TL Zimt und 40g des Zuckers vermischen. Die Sojamilch mit der geschmolzenen Alsan verrühren und zu den trockenen Zutaten geben, alles verkneten und den entstandenen Hefeteig abgedeckt 30-60 Minuten gehen lassen.

Die restliche Alsan (50g) ebenfalls schmelzen und mit dem restlichen Zucker (100g), 2TL Zimt und einem TL Kardamom vermischen.

Den Ofen auf 200 Grad Celsius vorheizen.

Der Teig sollte gut aufgegangen sein. Relativ dünn ausrollen. Die Alsan-Mischung sollte etwas abkühlen, damit sie nicht mehr so flüssig ist, das erschwert die Verarbeitung sonst. Den ausgerollten Teig damit bestreichen. Von der langen Seite her aufrollen und in Scheiben schneiden.

Die einzelnen Schnecken auf ein gefettetes Backblech bzw. auf Backpapier oder Backmatten legen und im Ofen ca. 10-15 Minuten backen, also schauen, dass sie eine schöne Farbe bekommen.

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Balsamicozwiebeln bzw. Zwiebelconfit

Herr- bzw Frauje. Einige Wochen gingen bereits wieder in’s Land seit dem letzten Eintrag. Und erneut gibt es einfach keine dollen Anekdoten oder so, mit denen ich die gesamte vegane Leser- und Leserinnenschaft in meinen Bann zu ziehen vermögen könnte. Zwischenzeitlich trieb mich das Wetter zum Radfahren, Sonnenbaden und Heimwerken, mittlerweile jedoch wieder nur mehr so zum Wahnsinn. Neulich las ich auch irgendwo, dass Menschen, je älter sie werden, umso öfter über’s Wetter sprechen. Möglich, dass das ein Gemeinplatz ist. Mich selber unter die Lupe nehmend konnte ich dies auf jeden Fall verifizieren. Die Wetter-„App“ meines „Smartphones“ ist die definitiv am meisten genutzte, die Internetseite Wetter.com eine täglich aufgerufene und im Gespräch, ob mündlich oder schriftlich, ist es auf jeden Fall ein wiederkehrender Topos. Vielleicht liegt es auch daran, dass es dank der Schwankungen hinichtlich Temperatur und Niederschlagsart und -Menge ein breiteres Sprektrum hinsichtlich der korrelierenden Gefühlsausprägungen bietet als bspw. Kapitalismus, Gesellschaft oder Fernsehprogramm, und allein daher schon einen größeren Kommunikationsbedarf auslöst, man berichtet ja gern darüber, dass etwas toll, aber kontrastierend dazu eben auch, etwas anderes toooootale scheiße sei. Also ich persönlich hätte nichts dagegen, wenn es immerzu sonnig und mollig warm wäre und ich würde auch nicht müde werden, darüber zu sprechen, wie toll ich das doch fände. Also, Wetter, wenn das da draußen alles nur wegen des befürchteten Ausbleibens von Aufmerksamkeit passiert: keine Sorge! Ich rede trotzdem über dich, immer und immer wieder!

Naja, ich hab mehrfach in Blogs von „Balsamicozwiebeln“ gelesen und irgendwann auch gecheckt, dass das wohl das gleiche sei wie Zwiebelconfit, was irgendwie nochmal ’nen Zacken toller klingt. Orientiert habe ich mich schließlich hieran. Lässt sich auf’s Wilmersburgerbrötchen mit oben drauf hauen oder auch angeblich als Beilage für „Fleischersatz“, das habe ich jedoch noch nicht probiert. Also um ehrlich zu sein, habe ich das Rezept nachgemacht, weil ich es einfach machen wollte, ohne zu wissen, wofür und weshalb. Aber da es sich auch eine Weile im Kühlschrank hält, ist das ok.

Zutaten für ein Glas

  • ½ kg Zwiebeln bzw Perlzwiebeln
  • 3 Zweige Thymian
  • 100ml dunkler Balsamico
  • 1 ½ EL brauner Zucker
  • Salz
  • Pfeffer
  • 40-50g Alsan

Zubereitung (Dauer: ca eineinhalb Stunden, circa, plus ggf. „Einweichzeit“)

Die Zwiebeln schälen. Wer, wie ich, Perlzwiebeln verwendet hat, macht es am besten folgendermaßen: die Zwiebeln eine Stunde oder so in kaltes Wasser einlegen, dann geht die Schale weit entspannter runter. Denn sonst ist trotz scharfen Messers zumindest bei mir Heulen angesagt und es dauert halt auch ne halbe Ewigkeit. Wer normale Zwiebeln nimmt, diese nach dem Schälen in (Halb-)Ringe schneiden, bei Perlzwiebeln reicht es, wenn sie halbiert werden. Die Alsan in einem weiten Topf oder einer Pfanne schmelzen, die Zwiebeln, Salz, Pfeffer und Thymian dazu und bei geringer bis mittlerer (!) Hitze eine halbe Stunde lang garen, häufig umrühren, denn die Zwiebeln sollen hell bleiben und nur glasig werden. No Röstaromen for you! Nach besagter halben Stunde den Zucker und den Balsamico dazugeben und eine weitere Stunde (spätestens jetzt ohne Deckel) garen und immer wieder umrühren. Das Endprodukt sollte relativ trocken, der Balsamico eingekocht sein. In Gläser füllen und im Kühlschrank lagern. Ich habe ein Twist-Off-Glas verwendet, da erstens verfügbar und zweitens verlängert es vielleicht die Haltbarkeit ein bisschen (bevor ich es aufmache, also morgen oder so), aber keine Ahnung, ob das in diesem Fall stimmt. Angeblich hält es sich im Kühlschrank einen Monat oder länger, dazu kann ich aber nichts sagen.

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Oreo-Glaskuchen

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Wow, hundert 100 Einträge. Ich bin der letzte, der damit gerechnet hat, dass es noch einmal soweit kommen wird. Mal sehen, ob ich für die nächsten Hundert ebenfalls fast 4 Jahre benötige. Andere schaffen das ja in einem. Als Apologet der Ineffizienz weise ich ein solches Tempo jedoch entschieden zurück. Nundenn, genug herumgeschwafelt. Anlässlich meines Vorhabens, einem lieben oreokeksemögenden Menschen auf postalischem Wege eine kleine Freude zu bereiten, konnte ich mein neues Hobby des Glaskuchenbackens erneut auszuleben, um dies endlich, endlich mal auszuprobieren, denn ich finde allein die Idee von Oreokuchen schon so unwiderstehlich. Für eine Oreotorte sind gerade nicht genug Geburtstaghabende in Reichweite, das ist aber so das nächste Level, das ich unbedingt einmal erklimmen möchte. Jedenfalls: Hui. Also an Backwaren ist das hier das Leckerste seit langem! Die Kekse haben noch Biss (wobei ich nicht weiß, ob das länger so bleibt), der Geschmack ist wunderbar und allgemein ist es auch toll, mit Sojajoghurt zu backen! Ich will mich auch gar nicht mit fremden Federn schmücken, das Rezept stammt von hier. Ich habe lediglich die Mengen halbiert, abgesehen von den Oreos. Die genannte Seite ist jedenfalls auch unbedingt zu empfehlen, was ich hiermit ausdrücklich tue! Wunderhübsch präsentierte wunderhübsche Rezepte. Ich kenne keinen der Betreiber_innen, das sei dazugesagt.

Zutaten für 6 Glaskuchen á 230ml

  • 8 Oreokekse
  • 100g Mehl
  • 30g Stärke
  • 60g Zucker
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • Prise Salz
  • 60g Alsan, eine halbe Stunde vorher aus dem Kühlschrank geholt
  • 250g Sojajoghurt

Zubereitung (Dauer: mit Vorbereitung eine Stunde)

Zuerst die Kekse zerkrümeln; ich habe zwei Viererpacks (in einer großen Packung sind 4 Päckchen á 4 Kekse) einfach ein bisschen mit dem Nudelholz bearbeitet, dabei jedoch aufpassen, da die Päckchen dann gerne aufplatzen und so wertvolles Keksmaterial auf den Boden fallen könnte! Die Kekse zusammen miit Mehl, Zucker, Salz und Backpulver vermischen. Weiche (!) Alsan mit dem Sojajoghurt mittels Rührgerät verrühren. Diese Mischung dann zu den trockenen Zutaten geben, alles gründlich miteinander mischen und in Gläser füllen, bei 180 Grad Celsius für 20-25 Minuten in den (vorgeheizten) Backofen geben, zum Schluss die Stäbchenprobe machen. Noch heiß mit den mit kochendem Wasser ausgespülten Gläsern verschließen.

Apfeltaschen

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Und noch ein Kurzes hinterher! Apfeltaschen fand ich eigentlich nie so richtig spannend, aber nachdem ich neulich bei einer Freundin eine vorgesetzt bekam, wollte ich das gerne auch mal machen, zumal ich noch eine Rolle Blätterteig kurz vorm Verfallsdatum (bzw. Mindesthaltbarkeitsdatum, ich weiß) im Kühlschrank hatte und keine so rechte Idee, was ich damit sonst anfangen soll. Außerdem versuche ich gerade wieder, zwischen Mittag- und Abendessen eine dritte Nahrungsmittelaufnahme in meinem Alltag zu installieren bzw. institutionalisieren, und da ist es schön, etwas Süßes zu haben, mein Blutzuckerspiegel geht manchentags bedrohlich weit nach unten und ich fühle mich bisweilen an meine Oma erinnert, die zu diesem Zwecke immer eine süße Kleinigkeit griffbereit haben muss, um im Falle eines Falles nicht umzukippen. Von nun an werde ich mir also vielleicht mal öfter eine Apfeltasche in die Hosentasche stecken. Eine Zuckerkette wäre eigentlich auch eine schöne Idee, vielleicht bekommt Oma soetwas zu ihrem Geburtstag von mir.

Das ist jetzt eigentlich auch zu einfach, um als echtes Rezept zu gelten, aber ich mag es, Sachen zu verbloggen und außerdem kann ich mal ein Bild meines zauberhaften kleinen Balkons online stellen. Achso, die Apfeltaschen _müssen_ nicht unbedingt verbrennen, das ist mehr so eine persönliche Note meinerseits, Stichwort „Röstaromen“, haha.

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Zutaten für 6 Stück

  • 1 Rolle veganer Blätterteig
  • 3 Äpfel nach Wahl
  • etwas Alsan
  • 1 EL Zucker
  • Zimt
  • Zitronensaft

Zubereitung (Dauer: insgesamt vielleicht ’ne Stunde)

Äpfel zu schälen finde ich schlimm, da klebt alles und ich hab gelernt, dass ganz viele Vitamine immer direkt unterhalb der Schale seien, also wenn ich mich schon darauf einlasse, Obst zu essen, warum dann bitte auch noch ohne Vitamine? Wer Angst hat, anschließend Schale in Zahnzwischenräumen kleben zu haben, kann sie gerne schälen. Ich hab sie lediglich entkernt – also entweder mit Entkerner oder in 4-8 Schnitze schneiden und das Kerngehäuse herausschneiden – und grob gewürfelt. Also: grob Würfeln! In einem Töpfchen etwas Alsan erhitzen, die Apfelstücke und den Zitronensaft dazu, bei geschlossenem Deckel und mittlerer Hitze weich kochen. Es muss kein Brei sein, aber viel davon entfernt sollte es auch nicht sein. Zucker und Zimt dazu geben, abkühlen lassen. Den Blätterteig in 6 Quadrate schneiden. Die abgekühlte Masse mittig auf die Teigquadrate verteilen, diagonal zusammenklappen (sodass Dreiecke entstehen) und im vorgeheizten Backofen bei 180°C 20 Minuten backen.

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Lütticher Waffeln / Gaufres de Liège

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So, ein neuer Blogpost, hurra, hurra. Wer tatsächlich noch damit rechnete, dem- oder derjenigen gebührt auf jeden Fall eine symbolische Würdigung als unverschlechterbarem bzw. unverschlechterbarer Optimist_in. Nach diversen zu bewältigenden Lebenskrisen im Jahre zwölf nach Y2K befinde ich mich nicht nur mental, sondern auch rein geografisch betrachtet fernab von da, wo einst “hier” war. Letzterer Betrachtungswinkel verortet mich im wunderbaren Leipzig, in welches ich mich während meines (beinahe) ersten Besuches verliebte, auch wenn selbst zu diesem Zeitpunkt Leipzig für mich lediglich aus Conne Island, dem Rewe am Connewitzer Kreuz, dem Hauptbahnhof und der Vleischerei in Plagwitz bestand. Das und ein nicht zu unterdrückender Lebensverdruss ließen mich dann auch direkt eine Wohnung in einer vollkommen anderen Ecke der Stadt anmieten. Während der letzten Monate in Jena wählte ich meine Mahlzeiten tatsächlich aus einem keine zehn Fertigprodukte umfassenden Pool, der mehrheitlich von Aldi gespeist wurde. Das erklärt zumindest das Fehlen von Rezepten aus dieser Epoche. In Leipzig, das Privileg einer eigenen, von keinerlei Mitbewohnern frequentierten und kontaminierten Küche genießend, gab es dann doch auch oft zwei mal am Tag Gekochtes, allerdings mehrheitlich mit zumindest einer Komponente aus entweder fremdhergestelltem, vor langer Zeit selbst hergestellt und eingefrorenem oder sonst wie unspannendem Ursprung. Und schließlich gab es noch die Kategorie der Gerichte, die bereits verbloggt wurden und aus diesem Grunde keine erneute Würdigung in Form eines eigenen Eintrags erfuhren. Ich gelobe Besserung, aber da eine Nichteinhaltung auch keine Konsequenzen hätte, wird die Zeit zeigen, was schließlich passierte. Achja, da ich es immer noch toll finde, Neuigkeiten mit einem potentiell nicht vorhandenen Publikum zu teilen: ich bin schwanger! Nein, und aus eben diesem Grund – ‘wir’ fliegen zum Mond und mein Traum als Hausfrau und Mutter wartet noch immer auf wenigstens theoretische Erfüllung! – wohnt nun eine Katze bei mir. Ich schreibe “bei” und meine damit nicht “mit”, denn bisher ist das mehr (bzw. ausschließlich) friedliche Koexistenz (wie ich es mir manchmal mit meinen Mitbewohner_innen gewünscht hätte); wenn ich in der Küche bin, ist sie IN der Küche, was den eigentlich gar nicht vorhandenen Platz zwischen Küchenzeile und Wand (!) meint. Die Wohnung ist voller super Katzenaccessoires, ich habe zu investierende Liebe in Hektotonnen-Mengen in mir drin und Florentine genießt das Eremitinnendasein und kuschelt sich lieber an Küchenschränke und Raufasertapete. Das ist bitter, aber wie der Herr, so’s G’scherr. Nunja. Wie dem auch sei. Ich erinnere mich dumpf an eine u.a. bei Norma (dem Discounter, nicht ‘der’ Frau) zu erhaltende Waffelspezialität, nannte sich glaube ich belgische Waffeln und brillierte durch beim Biss sich bemerkbar machende Zuckerbröckchen im Teig. Ich probierte mich bisher einmal an der Waffelproduktion, die Rezepte dazu poppen ja regelmäßig in der Leseliste auf. Die waren jedenfalls nett, aber auch wenn sie belgischen Ursprung oder zumindest die vegane Version dessen propagierten, fehlte genau das. Vor einem dreiviertel Jahr schließlich führte mich ein gemeinsamer Urlaub mit drei meiner Lieblingsmenschen nach Belgien, wo ich dann, vermutlich aus Langeweile, mir eine Waffel an irgendeinem Stand zu Gemüte führte und: die hatte Zuckerstückchen drin. Supergut! Der Sommer kam, der Gedanke an Waffeln verblasste. Am Wochenende schließlich: irgendwer verbloggt ein Waffelrezept. Ein “normales”, Rührteig, keine Zuckerstückchen. Ich so: recherchieren. Und fündig geworden: Lütticher Waffeln, oder, in der langue d’amour: Gaufres de Liège! Und die Ernüchterung: braucht mensch “Perlzucker” für. Gibt’s hier nicht. Egal, Hagelzucker gekauft, der ist um den Faktor 2-3 kleiner. Sorgt sowohl für die Bildung einer Karamellkruste als auch für diese Zuckerbröckchen im Teig. Versuch nur semi-gelungen, da Karamell vorhanden, Bröckchen nur in geringem Maße. Das Rezept habe ich von hier, mein Service besteht darin, es zu übersetzen und einen überflüssigen Einleitungstext zu schreiben. Und die Gaufres de Liège auch im deutschsprachig-veganen Raum bekannt zu machen. Nichts zu danken. Achja, die Konsistenz: funktional. Ich bin noch unschlüssig, ob das so ist, wie ich es will. Also Hefeteig ist’s so oder so, im “Original” kommen jedoch noch Eier mit rein. Werde daher, da ich mir mittlerweile angewöhnt habe, nicht mehr auf Gedeih und Verderb vegan zu kochen, sondern auch mal “nur” vegetarisch (ich freue mich auch über Hassmails), das noch einmal in naher Zukunft mit Eiern probieren. Und dann ggf. weiter rumveganisieren, wie mit “No Egg”, mit Backpulverzugabe etc. Auf jeden Fall sind das schöne Waffeln, “mal was anderes”, allerdings im positiven Sinne. Ich freue mich auf mein morgiges Waffelfrühstück und darüber, ausnahmsweise einen Grund zum Aufstehen zu haben.

[UPDATE] 22.01.13

Am nächsten Tag sind sie ebenfalls lecker, aufgebacken sogar noch einen Ticken mehr. Dennoch auch gut für unterwegs.

Tina machte in den Kommentaren darauf aufmerksam, dass in Belgien eine bestimmte Form des Waffeleisens Verwendung findet, bei der sich das Eisen rotieren lässt und das Resultat wohl gleichmäßiger und allgemein besser wird. Das hier dargestellte Resultat ist auf jeden Fall zufriedenstellend, mit den Zuckerbröckchen muss allerdings noch experimentiert werden.

2013-01-21 20-29-37 - P1211251

Zutaten für 6-12 Waffeln, je nach Größe

  • 250g Mehl
  • 150ml Sojamilch
  • 1 EL Speisestärke
  • 125g Alsan, in kleinere Stücke geschnitten
  • 2 EL brauner Zucker
  • 1 halber TL Salz
  • 1 Päckchen Hefe
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 100g Hagelzucker/Perlzucker

2013-01-23 11-59-19 - P1231303

Zubereitung (Dauer ca. 2 Stunden)
Alles bis auf den Perlzucker mit dem Knethaken verrühren. Keine Angst, der Teig muss kleben. Mit einem Tuch abdecken und eine Stunde gehen lassen. Den Perlzucker dazugeben, mit einer Gabel vermischen und noch einmal 30-45 Minuten gehen lassen. Das Waffeleisen – am besten ein tieferes mit eckiger Form, keine Herzen oder so – vorheizen, jeweils ca. einen gehäuften Esslöffel (dann werden’s ca. 12 kleinere Waffeln) des Teigs in die Mitte geben, zuklappen und 3-4 Minuten backen. Ich bin nicht für gleichessen, sondern auf einem Rost abkühlen lassen, die Waffeln werden dann auch knuspriger. Wenn sie abgekühlt sind, in eine Dose packen; dort halten sie sich ein paar Tage. Wer mag, kann sie dann noch einmal vor dem Verzehr aufbacken, dann sind sie wie frisch (sagen Leute im Internet, nicht ich; falls ich merke, dass sie beim Aufbacken giftige Dämpfe freisetzen, explodieren oder zum Leben erwachen, werde ich das hier aktualisieren).

 

2013-01-23 11-56-21 - P1231290