Schrott sei Dank, einE BesucherIn!

Hab mir sagen lassen, so ein kurzer Begrüszungstext käme immer ganz gut, schlieszlich ist es auch nicht in meinem Interesse, dem nicht-geneigten Betrachter wertvolle Zeit mit für ihn/sie nicht relevanten Informationen zu stehlen. Daher kurze Vorstellung: primär soll es in diesem sympathischen Weblog mit dem treudoofen Hundeblick um veganes Essen, bzw. dessen Zubereitung gehen. Später wird das Themenspektrum sicher noch um weitere Aspekte ergänzt, welche mein Leben tagtäglich begleiten,  (weiterlesen...)

… gehören auch zu den Dingen, die ich früher hasste. Allerdings wahrscheinlich einfach, weil ich die Kombination von herzhaften Sachen mit bspw. Apfelmus schon immer furchtbar fand und auch heute noch finde, und in anderer Darreichungsform wurden mir Kartoffelpuffer früher nie kredenzt. Daher mochte ich auch Eierkuchen nie, und Hefeknödel auch nicht. Da ich allerdings momentan ziemlich pleite bin und mir daher den guten Kartoffelbrei mit der guten Sojamilch noch aufsparen möchte, derzeit aber noch ein Kilo Kartoffeln rumfliegen habe, dachte ich mir, mach ich halt einfach mal Kartoffelpuffer. Sehr lecker jedenfalls, wie ich finde. Die Rezepte, die ich so fand, waren alle irgendwie ähnlich, naja, ein paar komplett andere gab es auch. Hier also meine Variante für sechs Stück, was so 2-3 Portionen ergeben sollte, mensch isst ja sicherlich noch was dazu, Schnitzelzeug oder so.

Zutaten für 6 Stück. Je nach Hunger der Mitesser und ob Bio oder nicht, containert oder nicht, kostet das pro Portion zwischen 0 und 25 Cent

  • 350g geschälte Kartoffeln, ungeschält also etwas mehr, maximal 500g (momentan keine 20 Cent, in Bioqualität wären’s vielleicht 50 Cent)
  • 1 Zwiebel
  • 6 EL Haferflocken
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • 1TL Brühpulver
  • 3EL Vollkornmehl
  • ein paar EL Öl

Die Kartoffeln, sofern sie’s nicht schon sind, schälen. Anschließend mit ‘ner Multireibe, also diesen eckigen Teilen, die’s für eins fuffzig in irgendwelchen Haushaltsklitschen gibt, klein hobeln. Die Zwiebel schälen und schön würfeln, dazu geben und die anderen Zutaten auch, alles miteinander verkneten. Das Öl in einer möglichst groszen Pfanne erhitzen, aus der Kartoffelmatsche Kugeln formen und die dann zwischen den Handflächen plattdrücken, damit quasi eine Art Fladen entsteht. Bratlinge gehen ja ähnlich. In die Pfanne geben, evtl noch mit dem Pfannenwender plattdrücken, und von beiden Seiten schön braun brutzeln. Nicht anbrennen lassen, bitte.

Auch hier keine Fotos, da die Kamera wie gesagt grade verborgt ist. Sehen aber aus wie Kartoffelpuffer, kein Scheisz!

Da ich neulich ein paar Kilo Rosenkohl ergaunern konnte und hier auch noch ein Paket natürtrüben Aldi-Apfelsaft (eigentlich zum Mischen mit Amaretto gedacht), dachte ich mir, vielleicht lässt sich das ja kombinieren. Das Internet durchstöbert, und ta da, es kommt sogar noch Meerrettich drin vor, und solchen hatte ich neulich in dem Gefühl, dass man damit bestimmt auch nette Sachen anstellen kann, gekauft. Leider in unvegan, “Molkenerzeugnis” ist drin, super. Stellte ich aber ehrlich gesagt erst eben fest. Naja. Es gibt von Zwergenwiese ja auch einen Meerrettich-Aufstrich und ausserdem kann mensch ja auch einfach frischen nehmen und den reiben oder so.

Zutaten für 4 Personen. Pro Portion: 50 Cent

  • 700g geputzter Rosenkohl, ungeputzt quasi ein Kilo (1,50?)
  • Öl
  • 1 EL Mehl
  • 150ml Tetra-Pack-Weisswein (15 Cent)
  • 300ml Apfelsaft (30 Cent)
  • 300ml Brühe
  • 1EL Meerrettich
  • 2 Zehen Knoblauch
  • Salz, Pfeffer
  • Spritzer Zitronensaft

Zubereitung

Den Rosenkohl putzen, also die welken Blätter entfernen, den Strunk absäbeln und am unteren Ende kreuzweise einritzen, anschließend entweder dampfgaren oder in kochendes Wasser werfen, und so 20 Minuten garen. Anschließend etwas Öl in einem ausreichend groszen Topf erhitzen und den Rosenkohl darin rundherum anbraten. Den Knoblauch dazu und den auch nochmal ‘ne Minute anschwitzen (nicht anbrennen lassen!), 1 EL Mehl darüber stäuben und mit dem Wein ablöschen. Mit Apfelsaft und der Brühe aufgieszen, aufkochen lassen, den Meerrettich einrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und
je nach gewünschter Bindung evtl. mit etwas Stärke, welche in kaltem Wasser aufgelöst wurde, andicken.

Bild gibt’s leider keins, da die Kamera gerade verborgt ist. Ausserdem war der Rosenkohl, als ich ihn gefunden habe, eingefroren (ist ja Winter draussen), und in Folge dessen erblasste er (wie vornehm) beim Kochen. Geschmacklich egal, sieht halt nicht so schön aus. Schmeckt gut zu Kartoffelpuffern, Rezept hier auch gleich.

Leberkäse, Fleischkäse, naja, so richtig lecker klingt das ja nicht. Ich hab auch ehrlich keine Ahnung mehr, wie das geschmeckt hat, aber ich weiss, dass es ja Sojafleischkäse gibt, den mensch am besten wie ein Schnitzel in angebratener Form genieszt. Aber recht teuer sowas. Im wundervollen Chefkoch.de Forum hat jedoch eine gewisse “hada1712″ (ich gehe davon aus, dass die vier Ziffern nicht das Geburtsjahr repräsentieren sollen) etwas ähnliches auf Quarkbasis vorgestellt. Vor 2 Jahren oder so hab ich das auch schonmal nachgekocht und fand das auch hinreichend lecker, da ich ja aber seit geraumer Zeit nur mit veganen Ausgangsprodukten koche und der Veganisierungsvorschlag dieser Dame Seidentofu enthielt, hatte ich bisher gezögert, das auszuprobieren, denn Seidentofu zählt ja nun wirklich nicht zu den nur-mal-eben-so Sachen, dafür isser zu teuer. Aber da ich eh davon überzeugt bin, dass pürierter Tofu + Sojamilch = Seidentofu, liesz ich es neulich mal auf einen Versuch ankommen. Und – tata! – es funktionierte wunderbar. Mein nonveganer Gast fand es auch sehr lecker, allerdings meinte ersiees, dass es nicht wie Fleischkäse schmeckte. ‘Frevel’ brüllte ich und warf mit Besteck. Lecker ist es allemal und die Konsistenz ist auch hervorragend. Anbraten lässt es sich, aber auch einfach so auf Brot oder Brötchen knallen. Da ich mich nicht mit fremden Federn schmücken möchte, hier das Originalrezept: http://www.chefkoch.de/forum/2,34,338006/Vegetarisch-Veganer-Basisteig-hier-Quarkfleischkaese.html . Aber zumindest variiere ich ja ein bisschen…

Zutaten. Kosten insgesamt: 1,60

  • 400g Tofu (1,50)
  • 100ml Sojamilch (10 Cent)
  • 6 EL Haferflocken
  • 2 EL Stärke
  • 1 EL Hefeflocken
  • 1 EL Knödelflocken (k.A. ob wirklich notwendig, ich hatte mir damals halt einfach mal ‘ne Packung gekauft. wird ja nicht schlecht)
  • 1 EL Öl
  • 2 TL Grafschafter Goldsaft (ein Sirup, der steht zumindest hier bei den Brotaufstrichen)
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 EL Maggi
  • 2 TL Gemüsebrühe
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Hackfleischgewürz, Hähnchengewürz oder ähnliches
  • 1 EL Sojamehl, verrührt mit 2 EL Wasser
  • ein bisschen Curry

Zubereitung

Herd vorheizen auf 150 Grad. Schüssel schnappen, Tofu reinbröckeln, alles andere (ausser die Sojamehl-Wasser-Matsche) dazugeben, mit dem Pürierstab alles musen und dabei versuchen, nicht allzusehr in der Gegend rumzusauen. Danach das Sojamehl mit dem Wasser dazu geben, alles kräftig umrühren. Eine Kastenbrotform (auch bekannt als Kaiserkuchenf. oder so) mit Alufolie auskleiden (andernfalls weiss ich nicht, ob der Fleischkäse nicht ein symbiotisches Verhältnis mit der Form beginnt. Falls aber keine Alufolie am Start ist: die Form mit ein bisschen Margarine einreiben (INNEN!) und Semmelbrösel reinstreuen), die Tofupampe hineinwerfen, ein bisschen glattstreichen und hopp in den Ofen für 45-60 Minuten, einfach mal gucken, soll ja nicht schwarz werden. Abkühlen lassen, essen. Hammer.

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Soho. Neues Jahr, neue Action. Ich wünschte, die Lethargie würde mich aus ihren schmutzigen Fängen lassen, aber ich hab einfach auch eine Menge andern Stuff umme Ohren. Wenn ich daher in den letzten Wochen gekocht hab, waren es meistens bereits hier vorgestellte Rezepte bzw. Varianten davon. Allerdings war ja neulich Weihnachten, wie ich hörte, und wenn ich schon ein paar Tage bei Muddi rumhänge, kann ich wenigstens auch die Küche ordentlich einsauen. Zumal man ja, wenn sich der carnivorische Rest allerlei festlich dekoriertes Getier zwischen die Kauleisten schaufelt, auch nicht hinten an stehen, sondern gleichfalls sowohl lecker aussehendes, als auch vorzüglich schmeckendes auf dem Teller liegen haben möchte. Zuerst wollte ich daher – wie im übrigen bereits im Jahr zuvor – einen Tofuvogel bauen (nachzulesen unter veganwelt.de, Veganer Truthahn oder so nennt sich das dort) – da ich allerdings bereits ein paar Tage zuvor zwecks Übung soetwas machte, dachte ich mir, wäre das Anlass genug, mir etwas neues, für Festivitäten Adäquates zu überlegen. Blätterteig fetzt, und nach kurzer Recherche stand es fest: Filet Wellington. Naja, zumindest so etwas ähnliches. Ohne Leberwurstersatz (bzw pâte de foie gras, also Stopfleberpastete), weil ich auch etwas faul war und mir auch nicht so wirklich vorstellen konnte, dass das passt, geschmacklich. Sah jedenfalls super aus und schmeckte auch entsprechend. Dazu passend wäre eine Bratensauce, deren Rezept noch folgt (ja, vielleicht ja sogar direkt im Anschluss!), sowie Semmelknödel und Rotkraut. Ist ja schliesslich Weihnachten. Gut, go on. Achja, also den Seitanbraten sowie die Pilzfarce kann mensch bereits am Tag vorher zubereiten (und im Kühlschrank lagern), denn bei Festlichkeiten springen ja gerne mal mehrere Menschen in der Küche rum, und so erspart mensch sich Stress und Schläge von Muddi (oder wer auch immer sonst grad die Küche besetzt).

Zutaten für 5-6 Hunger. 1,00-1,20 Euro pro Verdauungstrakt.

  • 400g Tofu (1,50)
  • 200 ml Sojamilch (20 Cent)
  • 1 TL Vitam-R
  • 2 EL Hefeflocken
  • 2 EL Sojasauce
  • 2 EL Maggi
  • 1/2 TL Salz
  • 1/2 TL Pfeffer
  • 2 EL Tomatenmark
  • 2 TL Gemüsebrühe
  • 1 EL getrocknete Zwiebel (oder ‘ne halbe frische)
  • 9 EL Gluten
  • Margarine oder Öl
  • 400g Champignons (1,50)
  • 200g Lauch (vielleicht 50 Cent?)
  • 2 EL Madeira (portogiesischer Rotwein(-Likör?), der glaube ich nicht ganz billig ist, aber für Würzzwecke gibt es ihn in 50ml Flaschen für um die 2 Euro)
  • Blätterteig (ca 3/4 Packung, ich nehm immer den gerollten aus dem Kühlregal) (70 Cent)

Zubereitung

Zuerst schnappen wir uns eine grosze Schüssel, bröckeln den Tofu hinein und geben alle Zutaten der Liste bis einschlieszlich der Zwiebel dazu. Naja, zur Sicherheit nochmal: Vitam-R, Hefeflocken, Sojasauce, Maggi, Salz, Pfeffer, Tomatenmark, Gemüsebrühe, Zwiebel. Mit einem Pürierstab musen wir das alles zu einer homogenen Masse. Nun das Glutenpulver einrühren und alles gut miteinander vermischen. Der nun entstandene Teig sollte weich und vielleicht noch ein bisschen klebrig sein, aber auf keinen Fall auseinanderfallen. Zur Not noch etwas Gluten dazu geben. Nun schnappen wir uns ein groszes Stück Alufolie, klatschen die Pampe da so drauf und formen so eine Art “Laib”, wie bei Brot, bzw wie halt so ein Braten normalerweise auszusehen hat. In Alufolie einschlagen, die Enden verdrehen, zur Not noch eine Schicht Alufolie drum rum geben, der “Braten” sollte einigermassen gut verpackt sein. In einem groszen, mit Wasser gefüllten Topf 1 Stunde lang köcheln. Danach herausnehmen und abkühlen lassen.

Die Champignons putzen und in Scheibchen schneiden, den Lauch ebenfalls putzen und in nicht so breite Ringe schnibbeln. 2-3 EL Margarine oder Öl in einer ausreichend groszen Pfanne erhitzen und das eben erwähnte Gemüse dazugeben, anbraten, die Hitze reduzieren und köcheln lassen, bis die austretende Flüssigkeit (auch bekannt als Wasser) verdampft ist, zwischenzeitlich selbstverständlich immer wieder mal umrühren. Den Madeira einrühren, mit Salz und Pfeffer würzen und wiederum warten, bis der Wein(-Likör?) verkocht ist, das Aroma bleibt ja erhalten, und der Alkohol verflüchtigt sich auch, zumindest teilweise. Alles abkühlen lassen.

Den Herd können wir schonmal auf 150 Grad Celsius vorheizen. Wer TK-Blätterteig benutzt, lege ein paar Scheiben überlappend nebeneinander, und zwar so, dass sich ein Blätterteigviereck ergibt, welches grosz genug ist, um den Braten (s.o.) darin einzurollen und walzt ein paar mal mit dem Nudelholz oder so drüber, sodass aus vielen kleinen Platten eine grosze wird. Mittels höchster Akribie spielen wir jetzt Zwiebellook und packen den Braten in einen Pulli aus Pilzmatsche und stülpen ihm eine Blätterteigjacke über. Ist schwer, das jetzt anders zu beschreiben. Siehe Bild, so muss es jedenfalls aussehen, wenn mensch dann später das Messer zückt. Vorher stechen wir allerdings mit einer Gabel noch ein paar Löcher in den Blätterteig und legen unser kleines eingepacktes Jesusbaby in den Backofen, wo es 45 Minuten lang so richtig schön schlummern kann. Ta ta! Fertig!

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Ich hatte mal wieder Lust auf Quiche, aber keine Lust auf dieses Rumgeknete, ja, ich gebs zu, ich bin furchtbar faul, aber kneten fetzt einfach nicht. Unter Anderem auch deshalb, weil Mehl bekanntlich dazu neigt, furchtbar rumzustauben, und da mein Mitbewohner gerade eh Terror von wegen angeblich schmutziger Wohnung macht, wollte ich nicht unbedingt ein fremdverschuldetes Ableben in naher Zukunft riskieren. Und da ich erst vor ein paar Tagen wieder eine beinahe volle Packung Toastbrot würfelte und trocknete (besser, als sie verschimmeln zu lassen), kam mir letzte Nacht die Erleuchtung: Quiche mit Semmelknödelboden! Da ich meistens nicht weit genug denke, um Komplikationen herbeizuahnen, stand dem Vorhaben auch nichts im Weg. Und was soll ich sagen? Zwar nicht wenig Aufwand, aber durchaus empfehlenswert. Wobei der Boden noch das Wenigste war, vom Aufwand her. Da ich vor ein paar Tagen noch einen verbilligten Brokkoli kaufen musste und heute 400 Gramm Tofu für einen Euro ergatterte (weil er nur bis heute haltbar war), mussten auch diese Zutaten Verwendung finden. Tofu macht sich allgemein in Quiches ganz gut, weil er, in Verbindung mit Sojamilch, eine gut stockende Masse ergibt, das, was normalerweise die Funktion der Eier in diversen Quicherezepten ist.

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Zutaten für 4-5 Portionen. Preis pro Portion: 70 Cent-1 Euro

  • 200g trockenes Toastbrot, Brötchen o.ä (20-40 Cent)
  • 650ml Sojamilch (65 Cent)
  • 3EL gefriergetrocknete Zwiebeln
  • 1 EL Petersilie
  • 1 Brokkoli (70 Cent)
  • 400g Tofu (1,50?)
  • 450g Spinat (40 Cent)
  • Salz
  • 1/2 TL Pfeffer
  • 1/2 TL Muskatnuss
  • 1 EL Apfelessig
  • 1 EL roter Balsamico
  • 1 TL Tahini
  • 1 TL Basilikum
  • 1 TL Oregano
  • 1 Spritzer Zitronensaft

Zubereitung

Als allerallererstes lassen wir den Spinat antauen. Danach zerschneiden wir das alte Toastbrot oder was auch immer wir verwenden, in Würfel, nicht zu klein (wegen Arbeitsaufwand), nicht zu grosz (sie sollen die Möglichkeit haben, sich vollständig mit Sojamilch vollzusaugen, damit sie schön weich sind), 1,5 Zentimeter Kantenlänge ist so der Richtwert, geben sie in eine Schüssel und dazu 500ml Sojamilch. Alles schön miteinander vermischen, hin und wieder umrühren. Nun nehmen wir die Hälfte des Tofublocks, quasi 200g, und würfeln ihn so auf einen Zentimeter Kantenlänge. Diese Würfel packen wir auf einen Teller, und zwar so, dass sie einander nicht berühren und trocknen sie 3 Minuten auf höchster Stufe in der Mikrowelle. Das funktioniert bestimmt auch im Herd, dauert aber entsprechend länger. Zwischenzeitlich aus Tahini, Balsamico- und Apfelessig, Basilikum, Oregano und Zitronensaft eine Marinade herstellen, in einen Plastikbeutel giessen und die Tofuwürfel, nachdem sie abgekühlt sind, dazu geben. Die Marinade ein bisschen verteilen, den Beutel zudrehen und im Kühlschrank parken. Richtzeit laut (leicht modifiziertem) Rezept (http://www.thevegancookbook.com/2008/11/vegan-feta.html) 1 Stunde.
Nun zerteilen wir den Brokkoli zuerst in Röschen und würfeln den Rest in Stücke, die nicht gröszer sind als die einzelnen Röschen. Wer einen Dämpfeinsatz hat, kann diesen nun rausholen, in einem Topf 2 Zentimeter Wasser erhitzen, den Dämpfeinsatz reinstellen, den Brokkoli oben ‘ruff und Deckel drauf. Bei mittlerer Hitze so ‘ne halbe Stunde dämpfen, soll weich sein. Ohne Dämpfeinsatz den Brokkoli in Wasser plus 1 TL Salz in 20-30 Minuten gar kochen.
Der Spinat muss, wenn er immernoch gefroren ist, natürlich aufgetaut werden, Stichwort Mikrowelle.
Mittlerweile sollten Toast/Brötchen/Brot und Sojamilch ein inniges Verhältnis ein- und ineinander übergegangen sein. Einfach mal durchkneten, ob irgendwo noch harte Brocken sind, diese dann gegebenenfalls zerdrücken. Einen Teelöffel Salz, die getrockneten Zwiebeln und die Petersilie dazu, nochmal alles gut vermischen und die Hälfte der Masse in eine gefettete bzw. mit Backpapier ausgelegte Springform geben und den Boden dieser damit vollständig bedecken. Bei 150 Grad Celsius 10 Minuten backen, bzw. solange, bis die Oberfläche trocken ist.
Währenddessen bröckeln wir die restlichen 200g Tofu in ein hohes Gefäss, geben 150 ml Sojamilch dazu und pürieren das Ganze. Diese Masse kommt zum nun ja aufgetauten (!) Spinat, und das alles würzen wir mit dem Salz, dem Pfeffer und der gemahlenen Muskatnuss. Zuguterletzt rühren wir die Fake-Feta-Würfel aus Tofu hinein. Wenn der Boden fertig gebacken ist, verteilen wir den Brokkoli darauf und geben anschliessend die Spinatmasse darüber, bei 200 Grad 20 Minuten lang in den Ofen, bzw. so lange, bis die Oberfläche des Spinats einigermaszen fest ist, also auf Druck nachgibt, aber nicht mehr flüssig ist. Nun geben wir den Rest der Semmelknödelgeschichte oben drauf, verteilen alles wieder gleichmäszig und lassen die Quiche noch 10 Minuten fertig backen. Nach dem Rausholen am besten noch 10-15 Minuten abkühlen lassen, dadurch wird sie auf jeden Fall fester.

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Jaja, und der dritte Eintrag in Folge ohne Bild. Fruchtbar, furchtbar dieser ‘Mensch’. Ich werd bei Gelegenheit Fotos nachreichen, aber hierbei handelt es sich schlicht und ergreifend um eine Sauce, welche übrigens eher in warmen Farbtönen gehalten ist, ausserdem schwimmen Brocken drin rum. Na, funktioniert die Fantasie?

Seitdem ich festgestellt habe, dass Karotten so unglaublich billig sind, dass ich sogar schon am Überlegen bin, ob sich daraus Alkohol herstellen lässt, welcher noch billiger ist als das Bier aus’m Netto (50 Cent/Liter!), kauf ich recht häufig ein Kilo davon, die halten sich ja auch Ewigkeiten und lassen sich ganz gut mit anderen Gemüsen kombinieren. Eigentlich hasse ich Möhren ja sehr, allerdings nur in der Form, wie sie einem im Mischgemüse angedreht wird: Matschig und bäh! Mit etwas Biss hingegen auch gut für Lasagne geeignet (Rezept folgt) und insgesamt eine wesentlich delikatere Angelegenheit. Oder eben, wie in diesem Fall, püriert. Schmackofatz!

Paprika-Karotten-Sauce für ?? Portionen. Sorry, ist schon ein paar Wochen her. Kosten insgesamt jedenfalls knapp über’n Euro.

  • 1 EL Margarine
  • 1 Zwiebel
  • 2 rote Paprika (60 Cent)
  • 1 grosse rote Möhre (5 Cent?)
  • 200ml Sojamilch (20 Cent)
  • 100ml Öl (10 Cent)
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 1TL Gemüsebrühe
  • 100ml Rotwein (10 Cent. Ja, der richtig Gute!)
  • Salz
  • Pfeffer
  • Oregano
  • Rosmarin
  • Zitronensaft
  • 100 g Tomaten, Cherry oder so. (30 Cent)

Zubereitung

Wir schni-schna-schnappen uns die Zwiebel und würfeln oder hacken sie. Ähnlich verfahren wir mit den beiden Paprikaschoten, welche wir selbstverständlich von Strunk und Kerngehäuse befreien, wobei wir eine nur in Streifen schneiden, die andere hingegen gewürfelt wird. Die Möhre können wir schälen, können es aber auch lassen und stattdessen einfach abwaschen und vielleicht mit einer Bürste (Klo-, Aufwasch- oder Zahnbürste weniger geeignet, siehe Haushaltswarenladen oder so) den SChmutz entfernen, danach in Scheiben schneiden. Vorbereitung over. Wir werfen die Zwiebel zusammen mit der Margarine in einen Topf und dünsten so lange an ihr rum, bis sie so gläsern wirkt wie Aschenputtels Schuh (Poesie), geben die gewürfelte Karotte und die gewürfelte (!) Paprika dazu, weiter andünsten, mit 200ml Wasser ablöschen, köcheln. Und zwar solange, bis die Karotte weich ist, und mit weich meine ich, dass eine Gabel problemlos hineingleiten kann. Wir ziehen den Topf kurz vorm Herd und pürieren “the hell out of it”, sprich solange, bis die Sauce ein brockenfreies Dasein fristen kann. Den Pürierstab wischen wir kurz sauber, geben in ein hohes Gefäsz die Sojamilch, das Öl und den Zitronensaft und halten den Pürierstab auch hier mal kurz rein, bis die drei Zutaten eine Verbindung called “Sojasahne” eingehen, was nach ein paar Sekunden der Fall sein sollte. Diese fröhliche Mischung geben wir zu dem eben Pürierten in den Topf, welcher mittlerweile wieder auf der (auf eine niedrige Stufe gestellte) Herdplatte Platz genommen haben sollte. Wir geben noch schnell die Gemüsebrühe und den Rotwein dazu und schmecken das alles mit Salz, Pfeffer, Oregano, Rosmarin und Zitronensaft ab. Wir nähern uns der Ziellinie! Die Tomaten vierteln wir und entnehmen die Matschepampe (wie wir im Osten sagen). Falls es Cherry- oder andere _kleine_ Tomaten sind, ist es ok, wenn sie “nur” geviertelt werden, andernfalls etwas kleiner würfeln. Die Tomatenstücke und die Paprikastreifen zur Sauce geben, noch einmal aufkochen und ein paar Minuten ziehen lassen. Die Dauer hängt primär davon ab, wie fest die Paprikastreifen sein sollen.

Perfekt für Nudeln, aber mit Reis besitmmt auch ganz gut!

Gut, den Prolog überspringe ich, seit dem letzten Rezept (circa eine halbe Stunde zuvor) hat sich nicht viel geändert, mein Leben ist ein Hort der Stabilität.

Zwiebelgeschnetzeltes! Mein Erstgeborener möge diesen Namen tragen. Keine Ahnung, ob ich das in Fleischversion schon gut fand, aber die vegetarische bzw. vegane Variante, erstere hin- und wieder von meiner Frau Mama kredenzt, fand ich immer spitze. Zwiebeln sind schliesslich gesund, und wenn ich noch zur Schule gehen würde, hätte ich vermutlich jeden Tag in meiner Brotbüchse ‘ne Zwiebel als Pausenobst, Äpfel kann jeder. Einfach mal probieren, roh sind Zwiebeln ja eher ’speziell’, aber gekocht nunmal – und das ist ist eine der wenigen, absolut objektiven Wahrheiten – eine wundervolle Angelegenheit.
Also, hopp hopp. Wir brauchen:

Zutaten für 3 Portionen. Preis pro Portion: 60-70 Cent?

  • Schwapper Öl
  • 400g Seitan oder 100g Sojaschnetzel/-Schnitzel (40Cent – 1 Euro?)
  • 2 große Zwiebeln (30 Cent (geraten))
  • 100g Champignons (40 Cent)
  • 150ml Weisswein (15 Cent)
  • 150ml Sojamilch + 50ml Öl (20 Cent)
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 1TL Brühe
  • Knoblauch; Granulat nach Gefühl, frisch vielleicht so 1 Zehe
  • Pfeffer
  • Paprikapulver

Zubereitung

Geesetzt den Fall, wir haben Seitan, dann zerwürfeln wir ihn in eine Schnetzelform. Sojaschnitzel (die aus dem Reformhaus) oder Sojageschnetzeltes jeweils in ausreichend Gemüsebrühe weichkochen und ausdrücken, die Schnitzel dann in Streifen schneiden. Die Zwiebel können wir auch schonmal würfeln bzw. hacken.

Nun eine grosze Pfanne nehmen, das Öl darin erhitzen, und die Seitan- oder Sojastücke darin rundherum anbraten. Wenn wir damit fertig sind, löffeln oder gabeln wir sie aus der Pfanne und parken sie zwecks Fettreduktion auf Küchenpapier, meinetwegen aber auch nur auf einem Teller, dann wird’s halt etwas äh ‘deftiger’. Im hoffentlich weiterhin heissen Öl braten wir nun die Zwiebeln und die Champginons an, bis erstere glasig werden und löschen all das mit dem Weisswein ab. Die Hitze kann nun reduziert werden, damit der Wein noch ein bisschen vor sich hinblubbern kann. Wir nehmen uns ein hohes Gefäsz, geben die 100ml Sojamilch, das Öl und den Spritzer Zitronensaft hinein, und schreddern mit dem Pürierstab da mal eine Runde durch, und hoppla, haben wir Sojasahne, ohne Zusatzstoffe und mit immerhin 25 Prozent Fett (plus evtl noch das Fett aus der Sojamilch, aber psssst). Diese geben wir nun zu der vor sich hinköchelnden Sache in der Pfanne, und würzen mit der Brühe, dem granulierten oder durch eine Knoblauchpresse gejagten bzw. gehackten Knoblauch, dem Pfeffer und dem Paprikapulver, und lassen das alles noch so 15 Minuten köcheln, dickt ja dann auch ein. Wenn es an’s Servieren gehen soll, das Geschnetzelte wieder dazugeben und nochmal 5 Minuten mit erwärmen. Ta da!

Passt gut zu Reis, Kartoffeln oder Semmelknödeln (Verlinkung folgt. Jedenfalls hier auf dem Blog schonmal dagewesen.).

Verdammte Faulheit… Ja, ja, ja, wenn mensch eigentlich wichtiges a la Unistuff zu tun hätte, erscheinen Aufgaben wie das Fotografieren von Essen bzw das Verschriftlichen der dazugehörigen Rezepte bisweilen als nicht zu bewältigen, das hat tatsächlich etwas mit schlechtem Gewissen zu tun! Wenn ich hingegen einfach nebenher am Computer rum”dallere”, dann sind das quasi Verkettungen vieler einzelner 5-Minuten-Sitzungen, die mensch sich ja erlauben darf, wohingegen das Schreiben eines Rezeptes ja meist irgendwas zwischen 10 und 30 Minuten verschlingt und daher auf der Seite der Tätigkeiten steht, für die jetzt “keine Zeit” zur Verfügung steht. Naja. Das nur erstmal als Entschuldigung.

Seitdem ich ausschliesslich vegan koche, habe ich mich erfolgreich darum gedrückt, eine meiner Lieblingsspeisen, bzw sogar meine allerliebste Lieblingshalbflüssigspeise zuzubereiten. Nachdem ich mir jedoch letztens ein Kilo Porree/Lauch ins Haus holte, war das Grund genug, mich endlich mal an eine vegane Version zu machen: Die Allseitsbeliebte Hack-Lauch-Käse-Suppe, bzw. auch “Cheeseburgersuppe”, wie sie in der Familie meiner Ex-Freundin genannt wurde. Als Vegetarier war das kein Problem, die Geschmacksnerven waren zu dem Zeitpunkt, als ich mich erstmals daran machte, eh schon total entwöhnt von “echtem” geschredderten Kadaver (sorry), und Sojahack ist schliesslich ein absolut hinreichendes Surrogat. Aber dieser Schmelzkäse, zartglänzendes Geschenk der Industriegötter mit ihren Schmelzsalzen und dem anderen Hokuspokus. Whatever, ich hatte noch Tofu da, und püriert mit Sojamilch ergibt das zumindest ‘ne gut dickflüssige Angelegenheit, die mit diverser Würzerei auch geschmacklich auf Kurs gebracht werden kann. Ich gehe nicht davon aus, dass es tatsächlich schmeckt wie el Originale, aber das ist ja auch total boogie, denn erstens schmeckt es wirklich gut, zweitens macht es pappsatt und drittens ist es tierfrei, und dabei wieder mal auch keinen Cent teurer als die Version mit den zerlegten Bambis, Lassies, Flippers und äh ETs. Naja, vielleicht 5 Cent mehr, aber dafür klauen wir einfach mal ne leere Flasche auf Disko und haben das wieder drin. GentleWomen, start yo’ engines.

Zutaten (3-4 Portionen). Pro Portion: 70-80 Cent.

  • 100g Sojahack (1 Euro)
  • 1 1/2 TL Gemüsebrühe
  • 400ml kochendes Wasser
  • 1 Schwapper Öl
  • 1 Zwiebel
  • 100g Champignons (30 Cent (frisch!))
  • 600-700g Porree (2 Stangen) (70 Cent)
  • 200g Tofu (70 Cent)
  • 150ml Sojamilch (20 Cent)
  • 3EL Hefeflocken
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 300ml Wasser
  • 1TL Gemüsebrühe
  • 1/2 TL Pfeffer
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Paprika
  • 1/2 TL Muskatnuss
  • 1 TL Senf
  • 1/4 TL Cayennepfeffer

Zubereitung

Aaaalso: Wir schnappen uns eine Schüssel, die einigermassen grosz ist und keine Löcher bekommt, wenn mensch heisses Wasser reingieszt. Da werfen wir das Sojahack rein, die Gemüsebrühe, kippen das kochende Wasser hinterher und rühren ein bisschen um. So 15-30 Minuten sollte mensch das Quellen lassen, wir können aber schonmal weiter machen. Die Zwiebel würfeln, quadern oder äh trapezen wir, die Champignons waschen wir kurz und rubbeln den gröbsten Schmutz ab, schneiden, falls der Stiel unten holzig aussehen sollte, dieses Holzartige ab, falls Biber mitlesen sollten, so können sie das auch dran lassen. Anschliessend erst in Scheiben schneiden und diese dann noch halbieren, vierteln und so. Den Porree befreien wir von seinen Wurzelhaaren und schneiden ihn in so Ringe, schräg z.B. MancheineR nimmt da ja nur das weisse, was ich jedoch nicht verstehe, denn dann ist die Hälfte des Porrees ja Abfall. Also: soviel wie möglich verwenden, zum Ende hin müssen natürlich immer mehr von den äusseren Blättern (?) aussortiert werden. Naja, ihr kommt schon klar! Teil 1 der Vorbereitung beendet! Nun das Öl erhitzen, die Zwiebel und die Champignons dazu, schön anbraten, aber nicht abfackeln. Die Zwiebelns sollten glasig sein, die Pilze etwas eingeschrumpelt. Danach das Hack (falls noch Flüssigkeit dabei sein sollte, ebenfalls dazugeben, sie verkocht und Würzsachen bleiben im Topf) dazu, und häufiger mal rühren, weil das bäckt ganz gut an. Solange anbraten (und umrühren), bis kein Wasser mehr dazwischen rumblubbert. Den Lauch Schrägstrich Porree dazu, Hitze reduzieren, Deckel drauf und ‘ne Viertelstunde bei gelegentlichem Umrühren weiterköcheln lassen, der Lauch enthält ordentlich Wasser und wir kochen ihn quasi im eigenen Saft weich, jaja. Wir schnappen uns ein hohes Gefäsz, bröckeln den Tofu da hinein, geben die Sojamilch dazu und pürieren bis wir schwarz werden und eine cremige Tofuschmiersache bekommen. Geht ja fix. Die Hefeflocken und den Kurkuma (der Farbe wegen) dazu. Also die Reihenfolge, ob wir die Gewürze jetzt zum Tofu oder zum Wasser geben, ist natürlich vollkommen irrelevant, aber es soll ja alles idiotensicher sein, möchte nicht für seelische Deformationen aufkommen müssen, weil jemand damit nicht klarkam. Daher: wenn die viertel Stunde (die von eben) rum ist, giessen wir die 300ml Wasser zum Lauch-Hack-Pilz-Zwiebel-Gemüsebrühe-Potpourrie, werfen danach den weiteren Teelöffel GEmüsebrühe, den Pfeffer, das Salz, das Paprikagewürz, die gemahlene Muskatnuss, den Senf und den Cayennepfeffer hinzu und giessen zuletzt unseren in Gestalt der Tofumatsche dahergehenden Käseersatz dazu, rühren alles kräääftig rum, tun den Deckel wieder drauf und lassen alles noch so ‘ne halbe Stunde köcheln, damit der Lauch nicht mehr soviel Bisswiderstand leistet.

Bild gibt’s vielleicht morgen, aber dieses Gericht ist wiedermal ein solches, welches, in Menschengestalt, nur ‘ne Frau abbekäme, wenn es nebenher genug Geld anhäufen könnte. Ich weiss, das war sexistisch, aber das Gericht ist nunmal hässlich wie die Nacht in Mecklenburg, so.

Straft mich ab!

Wie es halt so ist: Familienfeier steht an, Mutti bäckt, sägt und schraubt in der Küche rum, Sohnemann erhofft sich Anerkennung für seine “Koch”-”Künste” und für den Veganismus als solchen, der dann doch nicht nur die Ernährung mittels Baumrinde und Löwenzahn vorschreibt. Experiment auf jeden Fall gelungen. Diejenigen, die ihre Ressentiments kurzzeitig verdrängen konnten, überlebten (vollzählig!) und versicherten mir auch relativ glaubhaft, dass es ihnen schmeckte.

Achja, das (kaum veränderte) Ursprungsrezept stammt von hier.

Zutaten

Mürbteig

  • 250g Mehl
  • 150g Zucker
  • 2EL Kakao
  • 2TL Backpulver
  • 150g Margarine
  • 2EL Sojamilch

Füllung

  • 500g Sojajoghurt
  • 1 Packung Puddingpulver, Vanillegeschmack
  • 250g Blaubeeren
  • 6EL Zucker
  • 120g Margarine

Zubereitung

Mehl mit Zucker, Kakao und Backpulver vermischen. Die Sojamilch dazugeben (Waser tut’s übrigens auch!). Die Margarine in möglichst kleine Würfel schneiden (naja, 1 cm Kantenlänge oder so) und auf der Mischung verteilen. Ärmel hochkrempeln und solang Mehlmischung und Margarine mit den Händen zusammenmatschen, bis es irgendwann wie ein Teig aussieht, der weder klebt noch spröde ist. Falls er doch sehr krümelig wirkt, noch ein Teelöffelchen Wasser dazu, wenn der Teig jedoch klebt, noch ein kleines bisschen Mehl dazuwerfen. Den Teig zusammenkugeln und in den Kühlschrank packen.

In einem ausreichend groszen, schüsselartigen Gefäsz (Eimer, Badewanne, Futtertrog) den Sojajoghurt, das Puddingpulver, die Blaubeeren und den Zucker miteinander verrühren. Die Margarine entweder im Wasserbad (old school) oder in der Mikrowelle (laut diversen Esoterik-AtzInnen ja potentiell tödlich!) verflüssigen und zu der bläulichen Sojajoghurt-Gemengelage geben, alles hübsch verrühren.

Der Ofen darf sich nun langsam schonmal auf den Backvorgang einrichten, daher heizen wir ihn auf 150 Grad Celsius vor. Das ist insofern wichtig, als ich gelesen habe, dass, wenn dem Ofen kein Vorheizvorgang gegönnt wird, es passieren kann, dass Mürbeteige vor sich hin schmelzen. Also Obacht! Der Teig hingegen darf nun wieder aus seinem kühlen Gefängnis, da er nun eine Springform in Durchschnittsgrösse (also nicht diese kleinen, die aussehen, als hätte sie Gulliver aus dem Zwergenland mitgebracht, aber auch nicht irgendwelche Sondergrössen vom Umfang eines Planschbeckens) auskleiden soll. Diese haben wir, weil wir es nunmal drauf haben, schonmal mit irgendwas fettigem eingerubbelt, wer auf Nummer sicher gehen will (hin und wieder passiert es ja, dass Teig und Form nicht voneinander lassen können), greift zu Backpapier, welches entweder von Hand in Kreisform gebracht oder bereits so gekauft wurde. Drei Viertel des Teiges werden jedenfalls nun von unseren fleissigen Arbeitsbienchenhändchen (wer mag, darf mich dafür verprügeln) auf dem Boden der Form verteilt, und rings herum noch ein 3-4 cm hoher Rand gezogen. Die Joghurt-Blaubeer-Pudding-Angelegenheit kippen wir jetzt in das neuentstandene Teig-Tal. Wer beim Lesen aufgepasst hat, wird feststellen, dass noch ein Viertel des Teigs übrig sein sollte. Diesen zerplücken wir in semi-kleine Stücke und verteilen ihn auf dem Wannabe-Kuchen, geben die ganze Chose in den Ofen, lehnen uns zurück und schauen Fern oder lesen das Feuilleton. 45-60 Minuten sollten nun vergehen, bis der Kuchen in seiner ganzen Pracht dem Ofen entsteigen darf. Achja, kann sein, dass er, während er noch heiss ist, zu Matschigkeit neigt, daher lieber etwas abkühlen lassen.

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Zuallererst möchte ich aber darauf hinweisen, dass der Teig nicht mal eben in ein paar Minuten dahingestoppelt ist, sondern damit die Hefe sich so richtig ausleben kann, sollten mindestens 12 Stunden zwischen dem Zusammenrühren und der weiteren Verarbeitung liegen!

Ich mag es ja eigentlich gerne, so Hefeteigzeug herzustellen, denn meistens kann da gar nichts furchtbares bei rauskommen. Problem ist nur meistens das Kneten. Nicht, dass es mich (im Normalfall) vor gröszere Schwierigkeiten stellen würde, aber meistens ist es mir einfach zu mühsam, und dann dauert das auch noch meistens viel zu lang, bis der Teig dann hinsichtlich seiner Teigigkeit ein befriedigendes Stadium erreicht hat. Rührteige indessen find ich einfach spitze, da kann mensch auch gerne mal den Schneebesen in den Akkuschrauber einspannen und ein schönes Camouflage-Muster (in offiziellen Kreisen sagt mensch wohl auch “Flecktarn” dazu. Vielleicht hab ich mir das aber auch nur gerade ausgedacht) an Tapete und Decke zaubern. Ganz toll finde ich in diesem Zusammenhang übrigens Brownies, ein Rezept dazu werde ich bei Gelegenheit (ergo, wenn ich sowas mal wieder zubereite) reinstellen. Jedenfalls, Pizza selber bauen finde ich immer eine sehr tolle Sache, naja, wenn mensch sich vegan ernähren will, bleibt ihm bzw ihr wohl auch selten anderes übrig, diese angeblich existierende Fertigpizza mit Salami-Surrogat hab ich beispielsweise auch noch nirgends gefunden, mal ganz davon abgesehn, dass ich bisher auch nicht danach suchte. Aber egal, selbstgemachte Pizza ist einfach anbetungswürdig, und wenn mir jetzt irgendwelche Christen wegen angeblicher Götzenverehrung ein brennendes Kreuz in den Garten stellen oder mich exorzieren wollen, ist mir das egal, denn Pizza > Gott. So einfach. Besonders toll wird diese Pizza, wenn mensch sie statt im Backofen oben auf der Herdplatte, im Innern einer Pfanne, zubereitet. Der Boden wird dabei einfach phänomenal gut, mach einer behauptet sogar, er würde dem Steinbackofen-Resultat sehr nahe kommen. Kann ich – mangels ausgedehnten Studiums in Steinbackofenangelegenheiten – jetzt nicht unbedingt bestätigen, aber trotzdem: ausprobieren! Achja, kleines Problem jedoch: diese 4 Portionen, die der Teig ja ergibt, sollten jedoch, wenn mensch die Pfannenzubereitung bevorzugen sollte, nicht als eine 4-Personen-Mahlzeit genossen werden, ausser, mensch hantiert mit 4 Pfannen gleichzeitig am Herd, denn andernfalls kann es wohl recht nervig sein, wenn alle zwanzig Minuten eine neue Pizza auf den Tisch kommt, die dann an die hungrigen Mäulerchen verteilt werden sollen. In diesem Fall vielleicht lieber 2 Backbleche beteigen oder … nein, kein Oder! Da ich ja mehr so der einsame Typ bin, gab es den Teig dann verteilt auf verschiedene Mahlzeiten an verschiedenen Tagen. Ging auch. Hält sich im Kühlschrank schon ein paar Tage. Egal, los gehts. Achja, das Teigrezept stammt von foodwishes.blogspot.com, da mal “pizza dough” eingeben.

Zutaten für 4 Portionen
Teig

  • 1,5 Tassen Wasser
  • 2 EL Olivenöl
  • 1/4 TL Trockenhefe
  • 1 1/4 TL Salz
  • 1/4 TL Zucker
  • 2 1/2 Tassen 405er Mehl
  • 1/2 Tassen VK-Mehl (Dinkel in meinem Fall)

Sauce (pro Pizza, also insgesamt mal 4!)

  • 1/4 Tasse passierte Tomaten
  • 1 EL Olivenöl
  • Oregano
  • Basilikum
  • Rosmarin
  • Knoblauchgranulat
  • Salz
  • Pfeffer

Belag, als Beispiel (ebenfalls pro Pizza!)

  • 1/3 roter Paprika (1/4 funktioniert wahrscheinlich auch, damit es aufgeht)
  • 1 Tomate
  • Champignons nach Bedarf
  • etwas “Salami”

“Käse”-Schicht aka Hefeschmelz, als Beispiel (und auch diesmal, liebe Kinder, sind die jeweiligen Mengen die für eine Pizza notwendigen)
3 EL Hefeflocken
1 EL Mehl
1/2 Tasse Wasser
ein Sprizter Zitronensaft
1/2 TL Senf

Zubereitung

DIe Teigzutaten in der angegebenen Reihenfolge miteinander verrühren, evtl. etwas Mehl zugeben, der Teig soll sich von der Schüssel lösen und nicht wie Satan an einer Seele kleben. Mit Frischhaltefolie die Schüssel abdecken, mind. 12 Stunden an warmer Stelle gehen lassen.
Auf gut bemehlte Arbeitsfläche geben, mit einem Esslöffel, Pfannenwender o.Ä. ein paar Mal falten, mit Mehl bestreuen, die Frischhaltefolie drauf legen und nochmal 15 Minuten gehen lassen. Währenddessen schonmal die Sauce vorbereiten: die passierten Tomaten mit Olivenöl, Oregano, Rosmarin, Basilikum, Salz, Pfeffer und Knoblauch abschmecken. Die Zutaten so vorbereiten, dass möglichst dünne Streifen entstehen, im professionellen Küchenjargon sagen wir dazu übrigens “schneiden”. Auf meine Pizza kamen 1/3 Paprika, 1 eher kleine Tomate und eine Hand voll (zugegeben einem Glas entstammende) Champignons.
Wenn der Teig fertig gegangen ist, nehmen wir ein Viertel davon ab, formen es zu einer Kugel. Wenn es noch zu sehr klebt: etwas Mehl darüberstreuen. Mit den Fingern so grosz wie möglich ziehen, bestenfalls auf die Grösze der Pfanne. In die Pfanne das Öl geben, und _bevor_ dieses heisz ist, den Teig dazugeben, diesen mit Fingern oder Gabel noch ein wenig in Form bringen. Deckel drauf, 2-5 Minuten erhitzen, danach die Temperatur auf circa die Hälfte reduzieren. Danach mit einem möglichst groszen Pfannenwender den soon-to-be Pizzaboden wenden. Nun geht es ans Belegen: Sauce auf dem Boden verteilen, danach mit allem möglichen, was so als Belag taugt, dekorieren. Deckel drauf, Hitze reduzieren, auf Stufe 1-2 von 10. Nun geht es an den Hefeschmelz: Ich nahm pro Pizza 3 EL Hefeflocken, 1 EL Mehl, 1/2 Tasse Wasser, ein Spritzer Zitronensaft, 1/2 TL Senf. Das Ganze in einer Tasse (müsste dann ungefähr eine volle Tasse ergeben) in der Mikrowelle erhitzen, bei starker Stufe für 1 Minute oder so. Umrühren, bis keine Klümpchen mehr drin sind. Zum Schluss 1/2 EL Margarine dazu, alles kräftig umrühren. Nebenbei gesagt, das kann mensch natürlich auch in einem (bei der Menge für eine Pizza jedoch absurd kleinen) Topf auf dem Herd zubereiten, aber das dauert vielleicht auch ein bisschen zu lang. Auf die Pizza kippen, wieder Deckel drauf. Nun abwarten. Das dauert jetzt so circa 15-20 Minuten. Nach 5 Minuten mit Oregano, Basilikum und Pfeffer bestreuen. Wenn gekaufter Sojakäse oder so verwendet wird, also etwas, was zuerst fest und dann (evtl.) irgendwann flüssig ist, kann der folgende Schritt übersprungen werden: Hefeschmelz ist leider zuerst flüssig und wird dann, bei hohen Temperaturen, irgendwann einigermassen fest. Da ich hierbei nicht das Risiko eingehen wollte, dass mir der Boden verbrennt, damit die “Käseschicht” fest wird, entschied ich mich dazu, die Pizza zum Schluss nochmal für 5 Minuten unter den vorgeheizten Backofengrill zu packen, also ziemlich weit oben.
Wenn das jeweilige “Topping” gut aussieht, also bspw. leicht gebräunt oder so, ist es fertig. Ta da! Auf einen Teller packen, Essen.

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