Lahmacun

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Nur ein kurzes Rezeptchen hinterher. Ich war eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr bei einem türkischen Imbiss aka “Dönerladen” speisen, aber ich fand besonders Lahmacun (ein Wort, dessen korrekte Aussprache ich auch erst vor ca. 2 Wochen mir aneignete) immer eine interessante Sache, “türkische Pizza”, und wie die Fladen da so hinter der Theke lagen, toll! Im Zuge neuerlicher Experimentierlaune musste ich das dann nun endlich auch mal ausprobieren. Resultat: gut! Also ich hatte halt innerhalb von 3 Tagen 6 Stück (2 pro Mahlzeit) weggeputzt, deswegen werde ich das in den nächsten 2, 3 Wochen erstmal nicht wiederholen, aber es war auf jeden Fall sehr lecker und stellt auch eine gute Verwendungsmöglichkeit für Ajvar dar. Ich will mich auch gar nicht mit fremden Feder schmücken, orientiert habe ich mich an diesem Rezept der Vegetarian Diaries , und lustig, 2 Verlinkungen an einem Tag dort hin. Das fiel mir aber auch nur gerade erst auf und ist Zufall. Die Lahmacuns stellte ich bereits am Freitag her.

Zutaten für 3-4 Portionen/6 -8 Stück

  • 500-550g Mehl
  • ½ Würfel Hefe
  • 1 TL Zucker
  • Salz
  • 350ml Wasser
  • etwas Olivenöl

Hackmasse

  • 400 g zubereitetes Sojahack (Menge nach dem Einweichen)
  • 4 EL Ajvar
  • 2 EL Tomatenmark
  • 2 Zwiebeln, gewürfelt
  • 2 Zehe Knoblauch, gepresst
  • Salz
  • Pfeffer
  • nach Bedarf Cayennepfeffer

Füllung

  • 200g Joghurt
  • Zitronensaft
  • Salz
  • Gurken
  • Tomaten
  • Eisbergsalat

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Zubereitung (Dauer: 90 Minuten bestimmt, Teig muss ja gehen)
Zucker, Wasser und Hefe verrühren, warten, bis die Mischung Blasen schlägt. Olivenöl dazugeben. Mehl und Salz mischen. Die Hefemischung langsam in das Mehl einrühren. Ggf. noch Mehl dazugeben, bis es ein glatter, nicht klebriger Teig ist (deswegen die schwammige Mengenangabe). Zugedeckt gehen lassen, so eine halbe bis ganze Stunde, das Volumen sollte sich ordentlich vergrößert haben.
In der Zwischenzeit die Zutaten der Hackmasse miteinander mischen, mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer abschmecken.
Den Ofen auf 200 Grad Celsius vorheizen.
Vom fertig gegangenen Teig Stücke von jeweils etwa 90 Gramm nehmen, zu Kugeln formen und diese auf einem Backblech zu Ovalen ausrollen (mein Backblech hat recht handelsübliche Maße – eine Dauerbackfolie passt genau drauf – und die Ovale entsprachen der Länge nach der kurzen Seite des Backblechs; 2 Stück nebeneinander). Mit der Hackmasse dünn bestreichen und für gut 10 Minuten in den Ofen.
Den Joghurt mit dem Zitronensaft abschmecken, die Tomaten und Gurken waschen und in Scheiben schneiden, den Eisbergsalat grob zerteilen. Nach der Backzeit die Lahmacuns herausholen, übereinanderlegen und mit einem sauberen Geschirrhandtuch abdecken. Oder: etwas abkühlen lassen und übereinander in eine saubere Plastiktüte legen. Nebenher die anderen Portionen fertigbacken und genauso verfahren. Das Prozedere mit Geschirrtuch oder Plastiktüte ist wohl notwendig, damit sie sich im Anschluss rollen lassen. Die etwas abgekühlten Lahmacuns dann mit Joghurt bestreichen, mit Gemüse belegen und der Länge nach zusammenrollen.
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Messer-Blog-Event, ein paar Essensbilder

Blog-Event Zeigt her eure Messer  (Einsendeschluss 30. April 2013)
Eigentlich bin ich ja nicht so der Blog-Event-Typ, denn Vorgaben jeglicher Art empfinde ich meist als unangenehme Einschränkung. Das macht auch vor bspw. saisonalen Zutaten nicht unbedingt Halt, irgendwie finde ich es anstrengend, dass nur jetzt in dem schmalen Zeitfenster April-Mai Spargel oder Bärlauch “verfügbar” sind (wenn man jetzt nicht unbedingt von allzuweit importieren möchte). Wie dem auch sei, derdiedas Blog-Event “Zeigt her eure Messer” von “The Vegetarian Diaries” erregte meine Aufmerksamkeit, denn nachdem ich mir vor ca. 3 Jahren mein erstes einigermaßen hochwertiges (für meine Ansprüche!) Messer kaufte, bin ich diesbezüglich schon ein bisschen sensibel (soll heißen, wenn irgendwo was mit “Messer” steht, lese ich mir das durch; ich versuche, meine Messer zu pflegen und allgemein sind sie tatsächlich das Beste, was meine Küche zu bieten hat). Was im Kontrast zu dem Geld, was ich bisher für meine Messer ausgab, eigentlich wie Hohn klingt. Denn das ist wirklich kein Vermögen. Angefangen hat alles vor ca. 11 Jahren mit diesem (mittlerweile etwas in Mitleidenschaft gezogenen) Exemplar,

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kein Scherz, ein Ikeamesser, das, verglichen mit den von Zuhause gewohnten Teilen (primär so kleine Fünf-Stück-für-einen-Euro-Schälmesser), eine so übermäßige Schärfe aufwies, dass ich mich anfangs wirklich sehr sehr oft damit verletzte – ganz entgegen der Aussage, dass man sich mit wirklich scharfen Messer weniger verletzte, da weniger Druck aufgewandt und damit das Risiko des Abrutschens stark vermindert würde – wenn man ein Grobmotoriker ist, gelingt das auch mit scharfen Messern problemlos. Als ständig klammer Student war es mir, nachdem ich mit dem Messer irgendwann umzugehen verstand und selbiges auch langsam, aber sicher etliche Schärfegrade einbüßte, weiterhin nicht möglich – oder zumindest war ich nicht gewollt – Beträge von 50, 70 oder gar noch mehr Euro für ein vernünftigtes Messer auszugeben, zumal auch die Vielfalt ja enorm ist, und nach einem Kauf zu denken, “Hätteste mal lieber 10 Euro mehr ausgegeben” oder so, neeeh neh. Doch dann, eines Tages, in einem Netto-Prospekt: ein “Damastmesser” zum (für mich) stattlichen (und eigentlich ja lächerlichen) Preis, von ich glaube, 25 Euro.

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Vorher noch nie gehört oder gesehen, brachten diverse Googleien die Erkenntnis, dass das eigentlich nix sooo schlechtes ist bzw sein kann. Sicher, die “Damasttapete” hat keine Funktion (ist entgegen häufiger Forenmeinungen jedoch auch nicht einfach nur “aufgeätzt”; allerdings auch nicht händisch, sondern maschinell gefaltet und gewalzt), sieht aber schick aus und das Messer war schärfer als alles, was ich bis dato in der Hand hatte – und auch schärfer als die verwendeten Messer in der Küche, in der ich letztes Jahr noch arbeitete: meinen Arm konnte ich damit problemlos rasieren. Irgendwann nahm die Schärfe aber auch ab, ein Wetzstab konnte nur teilweise Abhilfe schaffen und für Schleifsteine wollte ich nie Geld ausgeben, da ich irgendwie Angst hatte, mir das Messer nur noch stumpfer oder gar kaputt zu machen. Das änderte sich alles, als ich im März in einem Aldiprospekt erneut Damastmesser fand: diesmal in japanischer Form, 3 verschiedene Arten und Klingenlängen, zum Preis von ich glaube 9,99 bis knapp 18 oder 19 Euro. Sahen sehr schön aus, Internetrecherchen ergaben aber nichts, bis auf die Erkenntnis, dass die fertigende Schmiede zwar eher preiswert, aber nicht unbedingt unterste Schublade ist. Also, Montag morgens losgezogen und leider erst im 2. oder 3. Aldi fündig geworden, ich war offenbar nicht der einzige, der genau darauf erpicht war. Dann schließlich das größte Messer der Reihe gefunden und gekauft.

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Zuhause, beim Auspacken, die erste Enttäuschung: das Teil kam nicht annähernd an mein erstes Damastmesser heran. Das Profil des Messers genauer betrachtend stellte ich fest: lauter kleine Scharten in der Klinge. Dolle Wurst. Umtauschen oder nicht? Erstmal ein Schleifset in China geordert (für einen ähnlichen Preis wie das Messer), in der Hoffnung, die Klinge gesundschleifen zu können. Lieferdauer: 3-5 Wochen. Neugierig wie ich bin, juckte es mir trotzdem noch in den Fingern. Ein paar Tage nach dem Kauf des Messers fuhr ich in einen weiteren Aldi in einer recht kaufschwachen Gegend – mit dem Kalkül, dass die Leute dort vielleicht nicht knapp 20 Euro für ein Messer auszugeben bereit sind. Und: Treffer! Messer vor Ort ausgepackt: keine Scharten. Daheim festgestellt, dass es auch einen Tacken schärfer ist, wenn auch noch nicht optimal. Das erste Messer habe ich daher dann wieder zurückgebracht und anstandslos mein Geld erhalten. Das Schleifset kam überraschenderweise dann auch nur kurze Zeit später und damit hatte ich nun ein mächtiges Werkzeug in der Hand!

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Die jeweiligen Winkel der Schneide lassen sich einstellen, für “populäre” Winkel sind bereits Markierungen vorhanden. Nach ein bisschen Übung war ich so auch in der Lage, die wirklich sehr sehr ungleichmäßig geschliffene Klinge auf ein (gutes) Niveau zu bringen. Da der Stahl des Messers jedoch recht hart ist, sollte die Schärfe recht lang bestehen bleiben und nur ein Abziehen mittels Wetzstahl hin und wieder nötig sein. Um mal die Fragen des Events zu beantworten: alle genannten Messer würde ich so wieder kaufen. Das Ikeamesser hat damals etwas in der Region um 5 Euro gekostet. Als ich jedoch vor ein paar Jahren ein weiteres Exemplar erwerben wollte, gab es nur noch Sets mit u.a. exakt gleich geformten, jedoch anders gefärbten und ungleich stumpferen Messern, für einen ähnlichen Kurs (oder etwas weniger). Das war enttäuschend und diese seien auch definitiv nicht empfohlen. Das erste Damastmesser konnte ich mittlerweile auch wieder mit einer guten Schärfe ausstatten und es war mir auch vorher schon 3 Jahre lang eine große Hilfe. Leider ist eines Tages, als es auf den gefließten Küchenboden fiel, die Spitze zuerst verbogen und, als ich sie wieder zurechtbiegen wollte, abgebrochen. Das letzte Messer muss sich erst noch bewähren, dank der Härte des Stahls, die auf einem ähnlichen Niveau wie die des anderen Damastmessers liegt, sehe ich jedoch positiv in die Zukunft. Einziges mögliches Manko: wenn ich länger als eine Viertel Stunde damit am Stück arbeitete, empfand ich den Griff zunehmend als unangenehm. Es kann jedoch sein, dass das einfach nur Gewohnheitssache ist. Jedoch las ich schon mehrfach, dass reine Stahlgriffe bei Messerexpert_innen generell eher unbeliebt sind. Irgendwann würde ich gerne ein Messer von Toso Hocho kaufen, die sind handgeschmiedet und sehen auch recht nett aus und haben Holzgriffe. Achja, das Ikeamesser bewahrte ich bis vor kurzem in der Besteckschublade, das erste Damastmesser in seiner hölzernen Schachtel auf. Mittlerweile habe ich mir jedoch einen Messerblock angeschafft, da so etwas weniger Platz beansprucht wird und die Messer mit einem Griff verfügbar sind.
Zum Schluss hier noch ein paar Fotos von Dingen, die ich in den letzten Tagen zubereitete, wo ein Rezept aber Unsinn wäre.

Nudeln mit Bärlauch-Sahnesauce, grünen Bohnen und Zuckerschoten

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Verwackeltes Bild von Ajvar-Pizza mit bunten Tomaten und Aldi-Aufschnitt

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Bockwurst im Schlafrock (mit ekeligem veganen Blauschimmelkäse)

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Bonusbild: Katze (rechts) mit Katzengras

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Oreo-Glaskuchen

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Wow, hundert 100 Einträge. Ich bin der letzte, der damit gerechnet hat, dass es noch einmal soweit kommen wird. Mal sehen, ob ich für die nächsten Hundert ebenfalls fast 4 Jahre benötige. Andere schaffen das ja in einem. Als Apologet der Ineffizienz weise ich ein solches Tempo jedoch entschieden zurück. Nundenn, genug herumgeschwafelt. Anlässlich meines Vorhabens, einem lieben oreokeksemögenden Menschen auf postalischem Wege eine kleine Freude zu bereiten, konnte ich mein neues Hobby des Glaskuchenbackens erneut auszuleben, um dies endlich, endlich mal auszuprobieren, denn ich finde allein die Idee von Oreokuchen schon so unwiderstehlich. Für eine Oreotorte sind gerade nicht genug Geburtstaghabende in Reichweite, das ist aber so das nächste Level, das ich unbedingt einmal erklimmen möchte. Jedenfalls: Hui. Also an Backwaren ist das hier das Leckerste seit langem! Die Kekse haben noch Biss (wobei ich nicht weiß, ob das länger so bleibt), der Geschmack ist wunderbar und allgemein ist es auch toll, mit Sojajoghurt zu backen! Ich will mich auch gar nicht mit fremden Federn schmücken, das Rezept stammt von hier. Ich habe lediglich die Mengen halbiert, abgesehen von den Oreos. Die genannte Seite ist jedenfalls auch unbedingt zu empfehlen, was ich hiermit ausdrücklich tue! Wunderhübsch präsentierte wunderhübsche Rezepte. Ich kenne keinen der Betreiber_innen, das sei dazugesagt.

Zutaten für 6 Glaskuchen á 230ml

  • 8 Oreokekse
  • 100g Mehl
  • 30g Stärke
  • 60g Zucker
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • Prise Salz
  • 60g Alsan, eine halbe Stunde vorher aus dem Kühlschrank geholt
  • 250g Sojajoghurt

Zubereitung (Dauer: mit Vorbereitung eine Stunde)

Zuerst die Kekse zerkrümeln; ich habe zwei Viererpacks (in einer großen Packung sind 4 Päckchen á 4 Kekse) einfach ein bisschen mit dem Nudelholz bearbeitet, dabei jedoch aufpassen, da die Päckchen dann gerne aufplatzen und so wertvolles Keksmaterial auf den Boden fallen könnte! Die Kekse zusammen miit Mehl, Zucker, Salz und Backpulver vermischen. Weiche (!) Alsan mit dem Sojajoghurt mittels Rührgerät verrühren. Diese Mischung dann zu den trockenen Zutaten geben, alles gründlich miteinander mischen und in Gläser füllen, bei 180 Grad Celsius für 20-25 Minuten in den (vorgeheizten) Backofen geben, zum Schluss die Stäbchenprobe machen. Noch heiß mit den mit kochendem Wasser ausgespülten Gläsern verschließen.

Geröstete Aubergine mit u.a. Granatapfelkernen

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So, ganz kurz. ich wollte schon länger ein Rezept aus Yotam Ottolenghis “Jerusalem” Kochbuch nachkochen, nämlich “Burnt Eggplant with Garlic, Lemon and Pomegranate”. Als ich spaßeshalber mal danach rumgoogelte, primär, um Erfahrungsberichte anderer Nachkochender zu lesen, stieß ich auf eine Abwandlung von Ottolenghi selbst, mit Tahini, Tomaten und Gurke. Da einerseits diese Zutaten allesamt eh auf Verwendung harrten, ich jedoch nicht mit Exotischem wie “Pomegranate Molasses” (ich nehme an, das ist eine Art Grenadinesirup) aufwarten konnte, entschloss ich mich zu einer Kombination beider Gerichte. Bzw. zu etwas, was _zwischen_ beiden angesiedelt ist. Von Kombination kann eigentlich keine Rede sein, denn alle Zutaten aus dem einfacheren Rezept kommen auch bei der anderen Variante vor. Ich entschied mich, zwecks Süße noch ein bisschen Agavendicksaft dazuzutun. Also insgesamt schmeckt das ganz gut und scheint wohl eine Abwandlung von “Baba Ganoush” zu sein, das ich jedoch bisher nie selber aß, geschweige denn zubereitete. Anzumerken ist vielleicht lediglich, dass mir trotzdem irgendwie das “Exotische” fehlt. Es ist aber wirklich lecker und wenn die Zutaten eh da sind, kann mensch es ruhig mal probieren. Aber verglichen mit dem OMG-Gefühl, das ich hatte, als ich vor mehr als einer Dekade zum ersten Mal Falafel oder auch einige Jahre später Hummus probierte, ist das hier irgendwie doch recht konventionell. Vielleicht war ich auch einfach zu vorsichtig beim Würzen, ich hoffe, demnächst mal in einem entsprechenden Imbiss authentisches Baba Ganoush zu probieren und werde das dann ggf. nochmal anpassen.
Aufi gehts!

Zutaten für 2-3 Portionen

  • 2 Auberginen (insgesamt gut 500g)
  • 3-4 kleinere Tomaten
  • ein Stück Salatgurke2
  • EL Olivenöl
  • 1 Zehe Knoblauch
  • Kerne eines halben Granatapfels
  • Salz
  • Pfeffer
  • Saft einer ganzen und Zesten einer halben Zitrone
  • 2-3 EL Tahini
  • 2 TL Agavendicksaft
  • Petersilie

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Zubereitung (Dauer: 3 Stunden, davon aber die meiste Zeit wieder wartend)
Auberginen mit spitzem Messer oder einer Gabel mehrfach tief einstechen und unterm Grill (im Herd) 1 Stunde bei 160 Grad garen. Alle 20 Minuten wenden. Abkühlen lassen, aufschneiden und das Fruchtfleisch in ein Sieb löffeln, abtropfen lassen (ebenfalls gut eine Stunde). Das Fruchtfleisch grob zerschneiden und in eine Schüssel geben. Olivenöl, Zitronensaft und -zesten dazugeben, die Knoblauchzehe hineinpressen. 1/2 TL Salz dazu und Pfeffer. Tahini dazugeben, durchrühren, mit Agavendicksaft abschmecken. Die Gurke in Stifte schneiden. Die Tomaten vierteln, entkernen und das Fruchtfleisch würfeln, beide Gemüse ebenfalls dazugeben. 1 Stunde bei Zimmertemperatur durchziehen lassen. Hin und wieder verrühren.
Kurz vorm Servieren die Petersilie und die Granatapfelkerne dazugeben und verrühren. Tada. Fladenbrot passt dazu.

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Bunter Nudelsalat mit Roter Bete, weißen Bohnen und grünem Bärlauch

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Nachdem ich heute die erste Steuererklärung meines Lebens anfertigte und nach der Maxime “Nur Sachen eintragen, von deren Wahrheitsgehalt ich hundertprozentig überzeugt bin” verfuhr, d.h., nur wenig mehr als meinen Namen und mein Geburtsdatum eintrug – ein Zugeständnis an meine Hoffnung, dass die Damen und Herren vom Finanzamt Milde walten lassen, immerhin (!) arbeitete ich ja entgegen meiner Gewohnheiten nicht mit Pseudonymen – schrie der Tag nach weiteren Nova: zum ersten Mal weiße Bohnen zubereiten, zum ersten Mal eigenhändig rote Bete kochen. Huiuiui, ein Leben auf der Überholspur (diese Wendung habe ich mit Sicherheit bereits auf diesem Blog gebraucht, mensch möge es mir nachsehen). Beides flog noch so bei mir rum, die roten Beten im Kühlschrank, die Bohnen in einem von Mutti befüllten Glas. Zur eigentlichen Zubereitung beider Gemüsen gebe ich keine Hinweise, da es sich mehr um “einfach tun und zwischendurch nervös im Internet nachschlagen, wie denn andere in ähnlichen Situationen verfuhren” handelte. Im Idealfall hast du, liebe Leserin, lieber Leser, bereits gekochte Bohnen und gekochte rote Bete im Haus und dann geht das alles auch ganz ganz fix. Da ich nix abwog, gibt es diesmal auch keine Mengenangaben. Es war eh mehr ein “gucken, ob’s schmeckt”, und ja, das tut es. Die Mengen kann dann jede und jeder nach eigenem Gusto gestalten. Rote-Bete-Aficionados und Aficionadas werden vermutlich mehr von diesen roten Runkeln verwenden wollen; ich, der ich dieser Erdfrucht in der Vergangenheit mit mehr Abscheu als Zuneigung gegenüber stand, finde, dass es nicht unangenehm hervortrat, von der Färbung vielleicht abgesehen. Aber als ganz groben Hinweis: es ergab geschätzt 4 Portionen (als Hauptmahlzeit); ich hatte 300g Joghurt, eine etwa gleich große Menge roter Bete und Bohnen, geschätzt jeweils 100-150g, ca. eine Handvoll Bärlauch, vielleicht 5-8 Tomätchen. Schön hätte ich es ja gefunden, wenn die roten Rübchen weniger rumgefärbt hätten und statt dessen jede Zutat in ihrer eigenen Farbe brilliert hätte. Das hätte sehr schön ausgesehen, aber ein rosafarbener Nudelsalat schmeichelt dem Auge ja auch ein bisschen und ich fühlte mich dumpf erinnert an eine Zeit, in der ein wunderbarer Mensch Kartoffelbrei und Saucen mittels Lebensmittelfarbe in einen visuellen Acid-Trip verwandelte.

Zutaten (Menge nach Wahl)

  • Sojajoghurt
  • Nudeln
  • Bärlauch
  • rote Bete, gekocht
  • Bärlauch
  • weiße Bohnen, gekocht
  • Cherrytomaten
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung (Dauer: 30 Minuten maximal)

Nun, was gibt es zu einem Salat groß zu berichten? Die Kurzfassung lautet: Zutaten (s.o.) mischen. Die Langfassung geht so: Nudelwasser aufsetzen, Nudeln kochen. Rote Bete in Streifen hobeln oder in Würfel schneiden. Sojajoghurt in eine große Schüssel geben. Bärlauch in Scheiben schneiden, dazugeben. Tomaten grob würfeln und zusammen mit den Bohnen und den Beten ebenfalls dazugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nudeln abgießen und in einen Topf kalten Wassers werfen, um sie rasch abzukühlen. Abtropfen lassen und zu der Joghurtmasse geben, alles ordentlich miteinander verrühren bis ein homogener Rosaton die Schüssel füllt. Kaltstellen und irgendwann essen.

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Apfeltaschen

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Und noch ein Kurzes hinterher! Apfeltaschen fand ich eigentlich nie so richtig spannend, aber nachdem ich neulich bei einer Freundin eine vorgesetzt bekam, wollte ich das gerne auch mal machen, zumal ich noch eine Rolle Blätterteig kurz vorm Verfallsdatum (bzw. Mindesthaltbarkeitsdatum, ich weiß) im Kühlschrank hatte und keine so rechte Idee, was ich damit sonst anfangen soll. Außerdem versuche ich gerade wieder, zwischen Mittag- und Abendessen eine dritte Nahrungsmittelaufnahme in meinem Alltag zu installieren bzw. institutionalisieren, und da ist es schön, etwas Süßes zu haben, mein Blutzuckerspiegel geht manchentags bedrohlich weit nach unten und ich fühle mich bisweilen an meine Oma erinnert, die zu diesem Zwecke immer eine süße Kleinigkeit griffbereit haben muss, um im Falle eines Falles nicht umzukippen. Von nun an werde ich mir also vielleicht mal öfter eine Apfeltasche in die Hosentasche stecken. Eine Zuckerkette wäre eigentlich auch eine schöne Idee, vielleicht bekommt Oma soetwas zu ihrem Geburtstag von mir.

Das ist jetzt eigentlich auch zu einfach, um als echtes Rezept zu gelten, aber ich mag es, Sachen zu verbloggen und außerdem kann ich mal ein Bild meines zauberhaften kleinen Balkons online stellen. Achso, die Apfeltaschen _müssen_ nicht unbedingt verbrennen, das ist mehr so eine persönliche Note meinerseits, Stichwort “Röstaromen”, haha.

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Zutaten für 6 Stück

  • 1 Rolle veganer Blätterteig
  • 3 Äpfel nach Wahl
  • etwas Alsan
  • 1 EL Zucker
  • Zimt
  • Zitronensaft

Zubereitung (Dauer: insgesamt vielleicht ‘ne Stunde)

Äpfel zu schälen finde ich schlimm, da klebt alles und ich hab gelernt, dass ganz viele Vitamine immer direkt unterhalb der Schale seien, also wenn ich mich schon darauf einlasse, Obst zu essen, warum dann bitte auch noch ohne Vitamine? Wer Angst hat, anschließend Schale in Zahnzwischenräumen kleben zu haben, kann sie gerne schälen. Ich hab sie lediglich entkernt – also entweder mit Entkerner oder in 4-8 Schnitze schneiden und das Kerngehäuse herausschneiden – und grob gewürfelt. Also: grob Würfeln! In einem Töpfchen etwas Alsan erhitzen, die Apfelstücke und den Zitronensaft dazu, bei geschlossenem Deckel und mittlerer Hitze weich kochen. Es muss kein Brei sein, aber viel davon entfernt sollte es auch nicht sein. Zucker und Zimt dazu geben, abkühlen lassen. Den Blätterteig in 6 Quadrate schneiden. Die abgekühlte Masse mittig auf die Teigquadrate verteilen, diagonal zusammenklappen (sodass Dreiecke entstehen) und im vorgeheizten Backofen bei 180°C 20 Minuten backen.

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Bärlauch-Pasta

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Die Bärlauchsaison hat begonnen! Mit Leipzig hatte ich diesbezüglich immer verbunden, dass es im Frühjahr, falls wir zu dieser Zeit mal zu Konzerten ins Conne Island gefahren sind, auf den letzten Streckenabschnitten – heute weiß ich, dass das wohl irgendwo im Süden war – immer stark nach Bärlauch roch. In Jena bin ich nie selber losgezogen, um welchen zu suchen, meine Eltern hingegen ziehen seit einigen Jahren im April und Mai immer los und sammeln welchen. Aber nun, da die Bärlauch und Leipzig für mich immer irgendwie eng miteinander verknüpft waren, musste ich es dann doch mal wagen. Die Angst, mein Leben aufgrund des Verzehrs von Unmengen Maiglöckchen zu lassen, achtlos über Bord geworfen, zog ich dann die Tage auch mal zusammen mit einer Freundin los und fanden auch gigantische Vorkommen. Da mir gerade noch nichts Spannenderes einfiel, beginne ich mit einem unglaublich einfachen, aber, wie ich finde, recht frühlingshaften Gericht. Aufgrund der gesammelten Mengen wird da sicherlich in nächster Zeit noch eine Menge Anderes kommen, seid gespannt! Leider kann ich keine adrett aussehenden Nudeltürmchen bauen, dabei h

Für 2 Portionen

  • 250g Nudeln, Spaghetti oder so
  • 2 Hand voll Bärlauch
  • 5 EL Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • ggf. ein Spritzer Zitronensaft oder Zitronenöl

Zubereitung (Dauer: 10-15 Minuten)
Wasser zum Kochen bringen, salzen und die Nudeln dazugeben. In der Zwischenzeit den Bärlauch – falls noch nicht geschehen – waschen und trockenschleudern, in Streifen schneiden. Das Olivenöl erhitzen. 1-2 Minuten, bevor die Nudeln fertiggekocht sind (probieren! Sie haben noch ein bisschen zuviel Biss) den Bärlauch zum Öl geben, kurz anschwitzen, die Hitze stark reduzieren. Die Nudeln abgießen, in den Bärlauch-Öl-Topf geben, kurz durchschwenken, Salz, Pfeffer und Zitronensaft/-öl dazugeben und servieren.

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Wurzelpastasotto (-salat)

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Und, weil’s so schön war, noch ein Rezept hinterher. Ich hatte aus dem (wahrlich wunderbaren) Italienurlaub vor anderthalb Jahren Reisnudeln bzw. Risoni – Nudeln in Reisform – mitgebracht gehabt, die dann allerdings mehr als ein Jahr in meinem Vorratsschrank vor sich hin dümpelten. Neulich wolte ich sie, als Prophylaxe (!) gegen Lebensmittelmotten (!!), in festschließende Gläser umfüllen und am Boden der Tüte blickte mich mit weit aufgerissenen Augen an: ein Mottenbaby! Am selben Tag noch 40 Euro in weitere große Gläser investiert, alle bisher noch in Originalverpackung befindlichen Lebensmittel durchgeschaut und einiges ebenfalls weggeworfen (z.B. Maismehl aus dem gleichen Urlaub), neh, das war kein so schönes Wochenende. Jedenfalls wollte ich unbedingt neue Risoni und diese dann auch endlich mal verwerten. Es ergab sich zudem, dass ich letzte Woche 2kg Wurzelgemüse günstig erstehen konnte, und sozusagen als Winterabschied entstand dann dieses Gericht, was sich ein bisschen seltsam anfühlte, da ich zum ersten Mal seit November während des Kochens die Balkontür geöffnet lassen konnte und die Abendsonne nicht nur längst vergessene Helligkeit, sondern auch T-Shirt-Temperaturen mit sich brachte. Ich bin auch nicht so der rote Bete Fan, aber in der Form fand ich es wirklich gut.

[Nachtrag: Und, wie ich vorhin feststellte: das ist auch super als Salat geeignet! Also wirklich sehr lecker. Und angesichts der Tatsache, dass die Sonne hier unentwegt auf meinen Computerplatz brennt, ein angenehmeres Abendessen als etwas Warmes.]

Zutaten für 3 Portionen

  • 200g Risoni Nudeln
  • 400ml Brühe
  • 5 kleine rote Bete
  • 1 Pastinake
  • 1 Wurzelpetersilie
  • 1 Möhre
  • 1 Zwiebel
  • 1 Handvoll TK Lauch
  • Petersilie
  • Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung (Dauer: 60 Minuten)
Zwiebel, Pastinake, Wurzelpetersilie und Möhre schälen und in relativ kleine Würfel, so 5mm Kantenlänge, schneiden. Das ist auch der Hauptteil der Arbeit bei diesem Gericht. Daher ruhig ein bisschen Zeit nehmen, der Rest geht schneller. Da die vier Gemüsen eh gemeinsam in den Topf wandern, müssen sie, um das Schneidbrett aufzuräumen, nicht gesondert aufbewahrt werden. Nun in einem Topf das Olivenöl erhitzen und das eben Geschnittene für 10 Minuten darin rundherum anbraten. Zwischenzeitlich die roten Bete ebenfalls kleinschneiden, das kann relativ grob sein. Die Nudeln, die rote Bete und den Lauch in den Topf geben und ebenfalls noch kurz mit anbraten. Circa ein Drittel der Brühe dazugeben, den Deckel auf den Topf geben und hin und wieder (alle 1-2 Minuten) umrühren. Wenn die Brühe aufgesaugt ist (nach ca. 5 Minuten), ein weiteres Drittel dazugeben, Deckel drauf, umrühren. Wenn diese ebenfalls von den Nudeln aufgenommen wurde, das letzte Drittel dazu, den Deckel entfernen, weiterrühren, bis alle Flüssigkeit verdampft ist bzw. aufgesaugt wurde. Zum Schluss die Petersilie dazu und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mjamjamjam.

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[Nachtrag: Und so sah es in Form eines kleinen Zwischendurch-Salates aus]

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Gemüsetarte

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Heute mal wieder ohne Prolog. Gibt grade nicht viel zu erzählen. Ich habe nur zwischenzeitlich gemerkt, dass mein ‘Respekt’ vor Hefeteig gänzlich unbegründet war. In der Vergangenheit habe ich es meist vermieden, welchen herzustellen, da mir die Kneterei so umständlich erschien, zudem hatte ich oft das Problem, dass ich Stunden warten musste, bis der Teig sein Volumen endlich vergrößert hat. Gezwungenermaßen musste ich neulich dennoch darauf zurückgreifen, da ein Rezept (“Tarte au Maroille”, ich erwähnte sie bereits in einem Eintrag zuvor) danach verlangte. Dort kam _frische_ Hefe zum Einsatz, und das Ergebnis war hammergut. Da diese auch günstiger zu sein scheint als die pulverisierte Version, werde ich in Zukunft primär darauf zurückgreifen und rate das auch jedem und jeder! Dies ist meine zweite Gemüsetorte seitdem, die andere war jedoch nicht vegan. Da ich jedoch noch fast 2 Pakete “NoEgg” bei mir rumstehen hatte und bisher nie so richtig wusste, was ich damit anstellen soll, begab ich mich mal auf die Suche im Internet und fand Menschen, die es für Quiches verwendeten und darüber berichteten.

Hier sollte ein bisschen Zeit eingeplant werden, denn der Teig braucht ja mindestens eine halbe Stunde. Zudem beim Joghurt nicht unbedingt zu “Alpro Natur” greifen – den Fehler machte ich. Ziemlich süß und mit einem Hauch Vanillearoma. Passt nicht unbedingt, aber die Tarte wurde trotzdem ganz lecker.

Zutaten für 3-4 Portionen

  • 350g Mehl
  • 1 Würfel Hefe
  • 200ml warmes Wasser
  • Salz
  • Olivenöl
  • 1 TL Zucker
  • 1 Paprika
  • 1 Aubergine
  • 1 Zucchini
  • ein paar Cherrytomaten
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 250g Sojajoghurt
  • 2 EL NoEgg
  • Salz
  • Pfeffer

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Zubereitung (Dauer: 90 Minuten sollten eingeplant werden)

Wasser, Zucker und Hefe miteinander mischen, an einen warmen Ort stellen, bis die Flüssigkeit Blasen wirft. Zwischenzeitlich das Mehl mit dem Salz mischen. Das Hefewasser und 2 EL Olivenöl dazugeben, alles vermischen, durchkneten. Mit einem Tuch abstellen und gehen lassen, 30 Minuten bzw. so lange, bis sich das Volumen ordentlich vergrößert hat. In der Zwischenzeit die Paprika entkernen und zusammen mit Zucchini und Aubergine würfeln. Die Zwiebeln abziehen und ebenfalls würfeln. Die Gemüsen zusammen in heißem Öl anbraten, bis die Würfelchen rundherum gebräunt sind. Die Hitze runterdrehen. Die Tomaten achteln, die Knoblauchziehen abziehen, durchpressen und mit den Tomaten dazugeben und noch kurz mit garen. Von der Platte ziehen, salzen und pfeffern, ein bisschen abkühlen lassen. Den Sojajoghurt mit dem NoEgg verrühren, klümpchenfrei! Ebenfalls salzen und pfeffern. Den Hefeteig in eine Springform geben und auseinander- und einen Rand hochziehen. Noch kurz abgedeckt gehen lassen. Das Gemüse mit dem Joghurt vermischen, ggf. nochmals abschmecken. Die Mischung auf dem Teig verteilen und bei 180 Grad Celsius 20-25 backen. Vor dem Anschneiden noch ein paar Minuten stehen lassen, zwecks Festigkeit.

Auberginenmatjesröllchen

2013-04-02 20-14-49 - P4022231

Guten Abend liebes Publikum,

so richtig gute Gründe, einen neuen Eintrag zu verfassen, habe ich gerade eigentlich nicht, weder ein supergutes (!) neues Rezept, noch sonst irgendetwas. Weniger gute Gründe hingegen sind vorhanden, nämlich die Tatsache, dass der letzte Eintrag bereits fast 4 Wochen zurückliegt und ich soeben etwas zubereitete, das seit dem Durchblättern der aktuellen Fassung des Ox-Kochbuches (Nr 5., siehe letzter Eintrag) auf meiner to-cook-Liste (die habe ich tatsächlich) steht (“vegane Dillhappen”, S. 150, die als vegane Alternative zum Matjes angepriesen werden) . Grund für die aktuelle kleine Pause hier ist die Kombination aus Zeitmangel in Folge von diverser entgoltener und unentgoltener Arbeit (Buchmesse, Korrekturarbeiten, Wissensaneignung) und, ausgelöst von eben diesem Zeitmangel, wenig in die Erprobung neuer Rezepte investierte Energie. Stattdessen gab es entweder aufgewärmtes, nachgekochtes oder fremdzubereites Essen, die meiste Zeit eigentlich. Egal. Jedenfalls: in der Küche, in der ich im letzten Jahr arbeitete, war ich u.a. für die Zubereitung der “Matjeshappen” genannten Vorspeise zuständig, welche aus mit Remoulade gefüllten Heringsfilets, serviert mit Bratkartoffeln, besteht. Dies hier ist weder Rezept noch Imitation dessen, sondern kann vielleicht als kleine Anregung verstanden werden (so a la: was zur Hölle mache ich mit der Aubergine, die im Kühlschrank vor sich hinwelkt?). Außerdem fand ich schon damals die Art und Weise des Anrichtens ganz hübsch anzusehen und wollte ähnliches auch einmal hier präsentieren. Da ich keine Lust hatte, extra Remoulade herzustellen und auch nicht für teuer Geld welche anschaffen wollte, kam eine Zutat zum Einsatz, die hier auch seit einiger Zeit dank bereits abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum jedes Mal meinen Namen schreit, wenn ich am Vorratsregal vorüberschreite: Pindjur. Die verwendete Aubergine stammt noch aus meinem letzten vom Auberginen-Jieper verursachten Beutezug vor drei Wochen oder so und sollte eigentlich für ein weiteres Ottolenghi-Rezept herhalten. Beim nächsten Mal, ich versuche es zu versprechen! Whatever. Ich preise dieses “Gericht” an als hübsch aussehende Auberginenverwertungsmöglichkeit, die recht schnell geht, kaum Zutaten erfordert und, nunja, in meinen Augen hübsch aussieht. Da es albern wäre, eine Zutatenliste mit 2 Pflichtingredienzien herzustellen, mach ich’s diesmal ohne, stattdessen im Fließtext.

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Also, die Zutaten für 2 Portionen sind eine Aubergine und Salz, darüberhinaus noch eine Füllmasse in Form von Remoulade, Pindjur, Ajvar oder was auch immer eine einigermaßen viskose Konsistenz hat, und eine Sättigungsbeilage, in meinem Fall war das ein schnödes Brötchen, aber Bratkartoffeln sind auch super, oder ein Kartoffelsalat oder irgendetwas anderes Kohlenhydrathaltiges. Des Weiteren vielleicht etwas Kresse, Röstzwiebeln oder, was ich verwendete, Röstzwiebelöl (leicht herzustellen und lecker, aber das Rezept möchte ich aktuell ungern posten, da es von meinem ehemaligen Küchenchef stammt). Als Zubereitungsdauer kann insgesamt maximal eine Stunde eingeplant werden, aber die meiste Zeit hat man oder frau nix zu tun, netto sind es keine 10 Minuten. Also: Die Aubergine in Scheiben schneiden, in meinem Fall waren das 6. Diese dann kräftig salzen, von beiden Seiten, nebeneinander auf Küchenrolle betten, mit Küchenrolle bedecken und etwas schweres darauf legen, ein Brett oder so. 30 Minuten so verharren lassen, damit die Aubergine Flüssigkeit (und Bitterstoffe) verliert. Wasser in einem ausreichend großen Topf zum Kochen bringen, kräftig (!) salzen und die Scheiben 5 Minuten köcheln, herausnehmen, nebeneinander abkühlen lassen. Hübsche Kringel daraus formen, füllen, mit Kresse bestreuen, Öl, Röstzwiebeln oder dergleichen darüber streuen und mit der Sättigungsbeilage, die hoffentlich in der Zwischenzeit auch bereits zubereitet wurde, servieren.

2013-04-02 20-14-33 - P4022229

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